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Spende etwas für die Welt und rette damit ein Stück Geschichte!

20 Februar, 2018 von ·

Oder drei Beispiele für die Kraft gesellschaftlicher Unterstützung bei der Rettung von nationalem Kulturerbe und Geschichte

Von Dessislava Berndt
Übersetzung aus dem Bulgarischen: Dessislava Berndt
Lektorat: Dr. Christoph Lorke

Nach Erscheinen unserer Publikation „Weihnachtsmärchen“ über Staropitalishte „Pencho Semov“ wurden wir von einer Leserin auf einen ähnlichen Fall bzw. auf die Initiative zur Rettung eines französischen Schlosses aus dem 13. Jh. aufmerksam gemacht. Daher möchten wir Ihnen gern dieses und zwei weitere Beispiele aus Deutschland vorstellen, die die Kraft gesellschaftlicher Unterstützung bei der Rettung von nationalem Kulturerbe und Geschichte in Europa verdeutlichen.

Das Schloss Mothe-Chandeniers in Westfrankreich

Das Schloss Mothe-Chandeniers befindet sich ca. 150 km von Nantes und gut drei Autostunden von Paris entfernt. Es wurde nach einem Brand 1932 genauso wie auch die Staropitalishte in Gabrovo ohne Dach seinem Schicksal überlassen und verfällt bis heute, überwuchert mit Gras und Unkraut.

1963 wurde das Schloss von einem französischen Industriellen gekauft, der allerdings – ohne es instand zu setzen – in den 80er Jahren an Credit Lyonnais weiterverkaufte. Die Bank wiederum verkaufte es später an vier Freunde, die allerdings kein Geld für die Rettung des Schlosses aufbringen konnten. Daher beschlossen sie, eine Aktion dafür ins Leben zu rufen.

Mit der Crowdfunding-Aktion „Adoptiere ein Schloss“ auf der Online-Plattform dartagnans.fr, die auf die Rettung von Kulturgütern in Frankreich spezialisiert ist, wurden innerhalb 30 Tagen über 1,6 Millionen Euro gesammelt. Die Teilnehmer aus 115 Ländern wurden Miteigentümer des Schlosses, indem sie mindestens 51 Euro spendeten.

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Dies ist bis jetzt die höchste Summe, die eine solche Aktion in Europa erreichte. Dahinter stehen die Gesellschaft „Adoptiere ein Schloss“, die Plattform Dartagnans.fr und der Freundeskreis „Schloss Mothe-Chandeniers“, die auf diesem Wege das Schloss vor Verfall bewahren und zur Nutzung seitens der Allgemeinheit zur Verfügung stellen wollen.

Nur an einem einzigen Tag wurde die erforderliche Kaufsumme von 500.000 Euro gesammelt. Es sind drei weitere Aktionen geplant, wodurch die verbleibende Finanzierung für die Instandsetzung, Renovierung und Instandhaltung des Gebäudes realisiert werden soll.

Die Idee ist es zudem, schnellstmöglich einen Zugang zum Schloss für jedermann zu ermöglichen und von allen demokratisch entscheiden zu lassen, wofür es genutzt werden soll.

www.facebook.com/CMChandeniers

Die Frauenkirche in Dresden

Der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden, zerstört am 13. Februar1945 bei den Bombardements im Zweiten Weltkrieg, war nur mit Hilfe von Spendern aus der ganzen Welt möglich.

Außenansicht vom Neumarkt; Fotograf Jörg Schöner
Frauenkirche, Photo: Jörg Schöner

Bis zu ihrer Eröffnung und Einweihung im Jahr 2005 wurden 100 Millionen Euro gespendet. 70 Millionen Euro wurden von der Stiftung Frauenkirche und der Dresdner Bank gesammelt; die weiteren 31 Millionen Euro von der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden.

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Konzert in der Frauenkirche, Photo: Alexander Fuhrmann
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Osterbräuche

13 Februar, 2018 von ·

von Thomas Frahm
Ausschnitt aus dem Buch “Oh Bulgarien”

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160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/

Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

Osterbräuche

Neben diesem offiziellen, politisch bedeutsamen Ostern gibt es auch noch das naturreligiöse, auf das es aufgepfropft ist. Wie in allen anderen Ländern auch, lassen sich in Bulgarien ja nicht alle Menschen unter einen Hut bringen, und so gibt es viele, die den deutschen Weihnachtsstimmungsfans sehr ähnlich sind. Für die ist Religion, vom ängstlichen Neigen des Hauptes vor der grausamen Obrigkeit einmal abgesehen, immer noch mehr das, was aus dem Boden sprießt. Die Einordnung in den Kirchenkalender ist nur Organisationshilfe.

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Foto: desenze

Die Tatsache, dass in Bulgarien Ostern später stattfindet als in Westeuropa, beruht darauf, dass die Bulgarisch-orthodoxe Kirche noch immer mit dem julianischen Kalender arbeitet, obwohl der bulgarische Staat 1916 zum gregorianischen Kalender übergewechselt ist und auf den 30. März gleich den 14. April folgen ließ – übrigens eines jener kaum bemerkten, geschweige denn hervorgehobenen Indizien, die zeigen, dass Bulgarien sich wieder als Teil der politischen Geschichte Europas fühlte.

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Fotos: desenze

Die Osterzeit beginnt in Bulgarien – wie bei den Katholiken – etwa vierzig Tage* vor dem eigentlichen Fest mit einem carne vale, einem Abschied vom Fleisch. Der Karneval als großes Volksbacchanal fehlt allerdings.

*Vierzig ist die Zahl der Prüfung, Bewährung, Initiation bzw. für den Tod. Als die verzehnfachte Vier repräsentierte sie Vollkommenheit. Im Neuen Testament lehrte der auferstandene Christus seine Jünger vierzig Tage lang über das Reich Gottes und wurde dann im Himmel auf den Platz »zur Rechten Gottes« erhoben (Christi Himmelfahrt). Im Christentum währt daher die Freudenzeit von Ostern bis Himmelfahrt vierzig Tage. Das vierzigtägige Fasten Jesu hat außerdem Bedeutung für die Spanne der Fastenzeit vor Ostern bzw. Weihnachten (Advent).

Vielleicht hängt ja der Abschied vom Fleisch auch damit zusammen, dass die eingemachten Bestände aus der Weihnachtsschlachtung um diese Zeit immer aufgebraucht waren und man warten musste, bis die Osterlämmer schlachtreif waren? Jedenfalls gehen die Bulgaren sanft vor und vollziehen den Abschied vom tierischen Essen in zwei Etappen.

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Fotos: desenze
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Fado in der Reihe “LEO open world”

22 Januar, 2018 von ·

EINLADUNG

Weltmusik der Reihe “LEO open world”
Schirmherrin: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann

Telmo Pires SER FADO
Telmo Pires, Foto: Ismael Prata

Was: Telmo Pires
Wann: 7. März 2018, 20 Uhr
Wo: LEO Theater im Ibach-Haus
Wilhelmstr. 41 – 58332 Schwelm
www.leo-theater.ruhr

Tickets unter: www.wuppertal-live.de

Telmo Pires ist einer der wenigen Männer im Panorama des Fado der international in Erscheinung tritt. Als feinfülliger Poet, Komponist und Sänger führt er bei seinen Auftritten das Publikum gern in die Welt des Fado ein, in dem er über die Gefühle und Hintergründe der Stücke erzählt. Danach lauscht der Besucher der warmen und tiefen Pires‘ Stimme, spürt seine Persönlichkeit und Charisma und taucht in seine bezaubernde Welt ein.

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Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger – Teil 2

20 Dezember, 2017 von ·

Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger – Teil 1

“Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger. Das Weltbild der alten Bräuche.” von Thomas Frahm
Ausschnitt aus dem Buch “Oh Bulgarien”

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160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/

Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

»Aber was hat das mit dem Sitzen auf dem Boden zu tun?«

»Moment, ich komme gleich darauf! Die Menschen breiteten die Tafel früher ja nicht einfach nur so auf dem Boden aus, weil sie keinen Tisch hatten, sondern weil sie an diesem Abend zu Pflanzen wurden.«

»Wie bitte? Ist ja irre.«

»Ja, sie verkörperten symbolisch die Verbindung zwischen dem Stroh, also dem geernteten Getreide, und dem Getreide vom nächsten Jahr. Das Brechen des Brotes durch den Ältesten, mit dem das Mahl begann, stand daher einerseits für das Abendmahl, andererseits für das Weiter-geben. Dabei musste an alle gedacht werden: Erst bekamen die Toten einen Bissen, dann reihum jeder, der um den Strohtisch saß, und ein Rest wurde abgeteilt für das Vieh. Während des Mahls durfte niemand aufstehen, denn das Essen symbolisierte die Zeitspanne, in der sich der Keim in der Erde nährt. Erst wenn das Essen beendet war, fassten sich alle an den Händen und standen gemeinsam auf. Sie waren in diesem Moment Getreidehalme, und ihr gemeinsames Aufstehen versinnbildlichte das Wachstum und die Fülle des Getreides, das sie sich im neuen Jahr auf dem Kornfeld erhofften.«

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Bulgarischer Weihnachtstisch, Photo: desenze

»Das alles ist ja für einen Menschen von heute wirklich sehr weit weg«, warf ich ein.

»Ja, irgendwie schade«, sagte meine Gastgeberin.

»Die ganze Magie, die ganze Poesie ist weg«, stimmte ich zu.

»Man darf das aber auch nicht verklären«, bremste meine Gastgeberin den bekannten Drang des protestantischen Romantikers, katholisch, wenn möglich gar archaisch zu werden. »Tradition heißt ja im Grunde zweierlei: Sie ist eine seltsame Verbindung aus Abhängigkeit von dem, was die Erde hergibt, und der Angst, dass die Erde genau dies in schlechten Jahren eben nicht tut – wegen Dürre, Überschwemmung, Heuschreckenplagen, Mehltau und anderen Schädlingen wie Nagetieren, Insekten, Wildschweinen usw. Daher werden in traditionellen Festen in Form von Beschwörungen, die starke Züge dankbarer Erleichterung tragen, alle Früchte, die das Jahr gegeben hat, auf der Festtafel vereint vorgezeigt, und die Angst vor der schrecklichen Ungewissheit findet Ausdruck im Aberglauben.
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Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger – Teil 1

19 Dezember, 2017 von ·

“Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger. Das Weltbild der alten Bräuche.” von Thomas Frahm
Ausschnitt aus dem Buch “Oh Bulgarien”

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160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/

Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

Auf der Suche nach bulgarischer Weihnacht wurde ich an eine Frau verwiesen, die sich viel mit Traditionen beschäftigte und an der Universität unterrichtete. Wie so oft in Bulgarien erlebte ich auch diesmal, dass selbst zu Familienfesten ein Gast immer zugelassen war, und so hörte ich erfreut, dass ich am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages zu ihr kommen, den Heiligabendtisch in Augenschein nehmen und alles fragen durfte, was für mich von Interesse war. Sie sagte mir am Telefon, sie würde den Tisch ohnehin nach altem Brauch über Nacht so stehen lassen, Erklärungen dann mündlich. Ich schnappte mir also mein Diktafon und machte mich auf den Weg.

»Dieser bescheidene Heiligabend-Tisch«, sagte meine Gastgeberin, als wir ihr Wohn-Esszimmer betreten hatten, »gehört zu den wenigen Dingen, die von den bulgarischen Weihnachtstraditionen noch erhalten geblieben sind.«

»Und was ist an diesem Tisch so bulgarisch?«, fragte ich.

Sie zeigte auf die einzelnen Speisen.

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Bulgarischer Weihnachtstisch, Photo: desenze

»Alles sind, wie man sieht, fleischlose Speisen: Heiligabend ist der letzte Tag des Adventsfastens. Fleisch darf erst nach der Weihnachtsschlachtung zum eigentlichen Fest, also am 25. Dezember, auf den Tisch kommen.«

»Heißt Weihnachten deshalb in Bulgarien koleda?«, fragte ich.

Meine Gastgeberin lächelte überrascht und amüsiert. »Wie kommst du denn darauf?«

»Nun ja«, begann ich, »ich habe es von Natur aus mehr mit dem assoziativen als dem logischen Denken, und da das Verbum kolja schlachten, abstechen heißt und Weihnachten traditionell ein Schwein geschlachtet wird, könnte doch bei einem Bauernvolk wie den alten Bulgaren koleda das Fest der Schlachtung sein?

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Bulgarischer Weihnachtstisch, Photo: desenze

Immerhin hängt von dieser Schlachtung ein Großteil der Ernährung für den ganzen folgenden Winter ab.«
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Artist of the Week – Thomas Frahm

18 Dezember, 2017 von ·

Interview von Dessislava Berndt mit dem Übersetzer, Autor und Verleger Thomas Frahm

Thomas Frahm

Thomas, du hast 15 Jahre in Bulgarien gelebt? Wie hast du diese Zeit erlebt und was hast du dort für dich gelernt?

Ich habe diese Zeit als eine sehr glückliche erlebt. Mir war alles so fremd, dass ich die Riesenchance hatte, mit 40 Jahren noch einmal als – wie ich es keineswegs scherzhaft nannte – “I-Dötzchen (Erstklässler) im eigenen Leben” ganz von vorn zu beginnen.

Im buchstäblichen Sinne, weil ich ja noch einmal neu Lesen und Schreiben lernen musste wegen der Kirilitsa. Ich musste im Grunde sogar nicht nur die Sprache, sondern überhaupt vollkommen neu sprechen lernen, weil das Bulgarische Laute aufweist, die ein Deutscher kaum artikulieren kann, “s-ch-vashtam” zum Beispiel…

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Thomas Frahm: “Die beiden Hälften der Walnuss.
Ein Deutscher in Bulgarien.”
160 S., gebunden mit Schutzumschlag, 22,00 €
ISBN 978-3-7357-8652-4, https://choraverlag.de/
In fünfzehn Texten kratzt der Autor an Vorurteilen über Bulgarien und am Blattgold touristischer Sehenswürdigkeiten, um freie Sicht auf das verborgene Leben, die komplexen Zeitschichten, die Traditionen, Brüche und mentalen Verwerfungen Bulgariens zu erhalten.

Da ich sofort arbeiten und Geld verdienen musste, war dieser Lernprozess aber keine Quälerei, sondern ein Teil meiner Tätigkeit; ich war also hoch motiviert. Die ständige Erfahrung, dass ich etwas im lexikalischen Sinne nicht verstand, öffnete mich auch für die Erkenntnis, wie viel ein Mensch an Vorurteilen mit sich herumträgt, und wie lange er braucht, um eben nicht nur zu wissen, was ein Wort heißt, sondern auch, was es in der bulgarischen Kultur bedeutet. Das hat – und dies ist mein zweites Glück – eine ungeheure Kreativität provoziert, sodass ich mich bis heute an bulgarischen Themen und an meinen Bulgarien-Erfahrungen abarbeite.

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UNESCO-Weltkulturerbe Rilakloster in Bulgarien, Photos: desenze

Die Dauer dieses Abarbeitens hat auch damit zu tun, dass Deutsche immer alles erklären wollen, und von Einfühlung mehr reden als sie wirklich praktizieren. Auch ich habe mich lange auf der Sachebene bewegt, aber irgendwann begriffen, dass es Dinge gibt, die man nicht erklären, sondern nur erzählen kann. Die Hilflosigkeit, die ich anfangs beim Erzählen empfand, ist mein dritter durch Bulgarien provozierter Neuanfang, und so ist es für mich ein weiteres Glück, dass ich nach Jahre langem Kampf 2017 die Sperre im Kopf durchbrechen und einen Roman schreiben konnte, in dem eben “mein” Bulgarien sichtbar wird.

Bulgarien
Karlovo, Bulgarien, Photo: desenze

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Boshentzi, Bulgarien, Photo: desenze

Haben dich damals nicht alle für verrückt gehalten, Deutschland zu verlassen und nach Bulgarien zu gehen? Wie bist du damit umgegangen?

Ich war zwar mit einer Bulgarin verheiratet damals, aber dennoch haben mich Bekannte wörtlich gewarnt: “Das ist doch eine ganz andere Kultur. Du wirst schon sehen, du bist schneller wieder zurück, als du glaubst.” Andere fragten: “Wovon willst du denn da leben?” Selbst meine Frau, als typische Bulgarin, warnte mich, und so gelang es mir, da sie als typische Bulgarin eine sehr starke Frau war, erst nach der Trennung, mein eigenes Bulgarien zu entdecken.

Ja, wie bin ich damit umgegangen? Ganz einfach: Ich bin ja nicht nur in Bulgarien, sondern auch in Deutschland ein Mensch, der absolut nicht der Norm entspricht. Hier wie dort erlebe ich immer wieder, dass Menschen mir ihre eigenen Motive unterstellen, die ich heimtückisch verberge, um mich wichtig zu machen. Das hat mich verwirrt, ich war immer verblüfft, was das dann für Motive sein sollten, denn sie waren mir so fremd, dass ich oft nicht einmal wusste, dass es sie wirklich gab!

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Thomas Frahm: “Oh, Bulgarien. Land und Leute, Kultur und Gesellschaft.”
160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/
Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

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Bulgarische Filmtage in Münster

15 November, 2017 von ·

Vom 19. bis zum 26. November 2017 finden die ersten Bulgarische Filmtage in Münster statt. Veranstalter sind die Deutsch-Bulgarische Elterninitiative Jan Bibijan e.V. in Kooperation mit dem Deutsch-Bulgarischen Geschichtsverein Pamet e.V. und mit dem Verein zur Förderung Kommunaler Filmarbeit e.V. aus Münster.

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Eröffnet werden die Filmtage mit dem Kinderfilm “LILLY UND DIE VERZAUBERTEN PERLE” von Anri Kulev, einer Adaption des bekannten Märchens “Puk” von Waleri Petrov.


Lilly und die verzauberten Perle

Kinderanimationsfilm

So, den 19.Nov 11:00 Uhr
Eintritt 4,50€

Regisseur: Аnri Kulev
Land: Bulgarien/Frankreich
Jahr: 2014
Länge: 75 Minuten
Sprachfassung: bulgarisch
Untertitel: englisch

Erster bulgarischer Kinderanimationsfilm seit 20 Jahren, nach dem Märchen „Puk“ (1983) von Waleri Petrov.

Der kleine Lilly steht in einer Telefonzelle am Strand und lauscht einem Märchen, das sie für ein Abenteuer in das blaue Meer bringt. Sie trifft Gillion, den Fisch, und gemeinsam sind sie auf der Suche nach der verzauberten Perle. Im Meer der Kinderträume liegt eine kleine, glänzende Perle der Güte. Aber um gut zu werden, muss ein Preis bezahlt werden … Vorsicht Lilly, achte auf die Qualle, den Steinbutt und den Oktopus!

Ein Höhepunkt wird am 19.11.17 um 17:15h die Vorstellung des Dokumentarfilms “LISTEN! Hört!” von der bulgarischen Journalistin und Regisseurin Diana Ivanova sein.



Listen (Hört)

mit anschließender Diskussion mit Filmregisseurin Diana Ivanova

So, den 19.Nov 17:00 Uhr
Eintritt 7,50€

Regisseur: Diana Ivanova
Land: Bulgarien
Jahr: 2016
Länge: 89 Minuten
Sprachfassung: bulgarisch
Untertitel: deutsch

Der Film erzählt die vergessene Geschichte von Radio Free Europe. Von den USA in Westdeutschland gegründet, gehörte er zu den schlimmsten Feinden des kommunistischen Bulgariens Was bedeutete diese Stimme der „Freien Welt“ für die Hörer hinter dem Eisernen Vorhang? Welche Absichten verfolgten die Journalisten und Redakteure des Senders sowie die Kräfte im Hintergrund? Wie weit gingen Geheimdienste beim Kampf um die politische Deutungshoheit? Wo bleibt die Wahrheit, wenn alles Propaganda ist? “Listen” findet unerwartete Antworten auf diese alte und doch immer aktuelle Frage.

Die Filmvorführung wurde gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung im Rahmen des Projektes “Der Kommunismus: Utopie und Wirklichkeit: 1917-2017 100 Jahre Oktoberrevolution”.
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2. Deutsch-Bulgarischer Geschichtstag 2017

8 November, 2017 von ·

Einladung
zum 2. Deutsch-Bulgarischen Geschichtstag 2017
„10 Jahre EU-Mitgliedschaft Bulgariens – Stand der Geschichtsaufarbeitung“

Wann: 12. November 2017
Wo: Lew-Kopelew-Forum, Neumarkt 18a, 50667 Köln
Veranstalter: Buditeli e.V. und Pamet e.V.

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Der Deutsch-Bulgarische Geschichtstag am 12. November 2017 im Lew-Kopelew-Forum in Köln wird den aktuellen Stand der Geschichtsaufarbeitung der Zeit des Kommunismus in Bulgariens zum 10. Jahrestag des EU-Beitritt Bulgariens thematisieren. Veranstalter sind die Deutsch-Bulgarische Verein Buditeli e.V und die Deutsch-Bulgarische Geschichtsverein e.V.

Die Veranstaltung soll einen Beitrag zur Einheit Europas und zur Bewältigung der gemeinsamen Zukunftsaufgaben von Deutschland und Bulgarien leisten.

Programm am 12. November 2017

9:30 Einlass Besucher
10:15 Begrüßung und Eröffnung mit:

Bozhidar Evdokimov (Köln, Bulgarische Verein Buditeli e.V)

Andrey Kovatchev, (MdEP) 10 Jahre EU. Mitgliedschaft Bulgariens – Bilanz und künftige Aufgaben“

Werner Jostmeier (MdL a.D. NRW ), Honorarkonsul Republik Bulgarien in Nordrhein-Westfalen)

Tobias Flessenkemper Südosteuropa- Gesellschaft Mitglied des Präsidiums/Leiter der Zweigstelle Köln

Ahmet Edis, Stellvertretender Vorsitzende des Integrationsrat Köln

Musikalischer Auftritt Ulf Georgiew (Kaba-Gaida)

11:00 Präsentation Einführungsreferat Rayna Breuer (Journalistin Deutsche Welle): „Gibt es eine Protestkultur in Bulgarien? Was ist aus den Protesten 2013 geworden?“

Mittagspause

13:00 DOMid-Migrationsmuseum Köln, Sandra Vacca, Projektleiterin Migrationsmuseum

13:30 Filme für die Sicherheit, Bulgarischer und DDR-Staatssicherheitsdienst im Film, Diana Ivanova (Journalistin, Bonn)

14:00 Heiliger Buchstabe, heillose Zeiten. Die Bulgaren und Europa“, Lesung von Thomas Frahm (Schriftsteller, Duisburg)

14:45 “Bulgarian journalism from Georgi Markov up to now”, Präsentation von Dimiter Kenarov (Journalist, Sofia)

15:15 Präsentation der Online-Plattform „Public Republic“, Dessislava Berndt (Redakteurin Public Republic, Wuppertal/Sofia)

15:30 Kurzvorstellung Aufarbeitung im Internet
– Dissidenten.EU (Seite der Bundesstiftung Aufarbeitung)
– Pametbg.com (Eine Bürgerinitiative des Journalisten Hristo Hristov)

15:45 Ausrufung des Preises für Erinnerungskultur & Vorstellung des Partners für den 3. Geschichtstag in Leipzig 2018

16:00 Ende der Veranstaltung

Moderation: Dr. Christoph Lorke (Historiker, Münster)

Artist of the Week – Ilija Trojanow “Heimat existiert nur als Plural, wird sprachlich aber meist im Singular verwendet.”

16 Oktober, 2017 von ·

Interview von Dessislava Berndt mit dem Autor, Publizisten, Übersetzer und Verleger Ilija Trojanow

Die CityKirche in Wuppertal ist für ihr qualitativ gutes und anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm sowie für die gute Zusammenarbeit mit anderen Partnern bekannt. Auf Einladung des katholischen Bildungswerks und in Kooperation mit der Buchhandlung v. Mackensen und dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal wurde die CityKirche für einen Abend Heimat von gesellschaftspolitisch interessierten Menschen und begeisterten Lesern. Diese hatten das große Glück, den mehrfach ausgezeichneten Autor Ilija Trojanow bei seiner Lesung und im Gespräch mit Hubert Spiegel von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zu erleben.

Zahlreiche Ausschnitte und Geschichten aus dem neuen Buch „Nach der Flucht“ wurden mit viel Humor präsentiert und kommentiert. Wenn Sie ihr Land verlassen mussten, werden Sie sich mit Sicherheit darin finden. Mehr noch. Der Autor spricht einem einfach aus dem Herzen. Das Thema „Flucht“ hat ihn die ganzen Jahre begleitet und unterbewusst so sehr beschäftigt, dass das Buch in wenigen Wochen „eruptiv“ entstanden ist.

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Und wenn Sie keine solche Erfahrung gemacht haben, sollten Sie das Buch erst recht lesen. Es ist ein Versuch, anderen diese Erfahrungen und dann hoffentlich mehr Verständnis für die „eigene Kategorie Mensch“ -den Geflüchteten- beizubringen. Herr Trojanow hat eine bedeutende Stimme in Deutschland und im Ausland. Hoffentlich erreicht diese durch das Buch noch mehr Menschen und findet mehr Beachtung in öffentlichen Debatten.

Im Folgenden lesen Sie unser Interview mit Ilija Trojanow, der mehrfach Gast bei uns war.

Was ist für Sie Heimat?

Da müssen Sie das neue Buch lesen (lacht), weil ich tatsächlich die 100 Seiten gebraucht habe, um zu zeigen wie schwierig die Frage nach Heimat ist und wie komplex, vielschichtig, kaleidoskopisch und fragmentarisch sich für einen Geflüchteten diese Frage immer wieder stellt. Also die Frage ist quasi nicht zu beantworten und in einem Satz zusammenzufassen.

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Ilija Trojanow im Gespräch mit Hubert Spiegel, Foto: desenze

Die ist deswegen nicht zu beantworten, weil man bei dem Begriff Heimat erst einmal bei jedem Gespräch klären müsste „Was meinen Sie überhaupt unter Heimat?“. Das ist ein unglaublich diffuser Begriff.

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Nach der Flucht

6 Oktober, 2017 von ·

EINLADUNG

»Nach der Flucht« (S. Fischer 2017)
Lesung und Gespräch mit Ilija Trojanow
Moderation: Hubert Spiegel

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Wann: 10. Oktober 2017, 19:30 Uhr
Wo: CityKirche Elberfeld (Alte Reformierte Kirche), Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal
Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid

In Kooperation mit der Buchhandlung v. Mackensen, dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal und der CityKirche Elberfeld (Alte Reformierte Kirche)

Als Sechsjähriger ist Ilija Trojanow mit seiner Familie aus Bulgarien über Jugoslawien und Italien nach Deutschland geflohen. 1971 erhielten er und seine Familie in Deutschland politisches Asyl. Diese Erfahrungen der Flucht und des Ankommens in einer fremden Umgebung sind für ihn bis heute prägend.

»Nach der Flucht« ist kein autobiographischer und dennoch ein sehr persönlicher Text. Trojanow versammelt Erinnerungen, philosophische und psychologische Betrachtungen, verwebt diese mit Aphorismen und Dramoletten sowie Zitaten aus Texten der Weltliteratur. Trojanow wendet sich gegen eine Reduktion der Geflüchteten auf sozioökonomische Fragen und behördliche Rahmenbedingungen. Behutsam und poetisch nähert er sich zentralen und existentiellen Begriffen wie Heimat, Fremde, Fremdsein an und sensibilisiert für die Komplexität des Prozesses des Ankommens.
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Artist of the Week – Seven

4 September, 2017 von ·

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Interview von Dessislava Berndt mit dem Musiker und Sänger Seven

Jazz Festival Bansko

Die XX. Jubiläumsausgabe des Internationalen Bansko Jazz Festivals ist nun Geschichte. Zahlreiche Weltstarts feierten zusammen mit dem Publikum vom 5. bis zum 12. August mehr als sieben Tage lang einen Partymarathon. Der Schweizer Sänger Seven und seine Band heizten das Publikum bereits am 7. August 2017 an. Die tausenden Zuschauer belohnten das Debüt mit großer Begeisterung, stehenden Ovationen, Tanzen und Mitsingen.

Wie die Musiker ihren ersten Auftritt in Bulgarien erlebt haben, erzählte uns Jan Dettwyler, Gründer und Sänger der Band, kurz nach dem Festival exklusiv für die Zuschauer unseres Magazins in dem folgenden Interview.

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Seven bei dem XX. Internationalen Jazz Festival Bansko 2017, Foto: desenze

Jan, ihr hattet und habt eine Reihe von Auftritten bei diversen Festivals im deutschsprachigen Raum. Wie war der Auftritt auf dem Internationalen Jazz Festival Bansko, Bulgarien am 7.08.17?

Der Auftritt war alles andere als normal für uns. Wir hatten keine Ahnung was uns erwartet und auch das Publikum hatte keine Ahnung was es erwartet. Somit waren wir noch aufgeregter als normalerweise und haben uns über die Einladung sehr gefreut und die Herausforderung angenommen.

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Seven in Bansko 2017, Foto: desenze

Ich war auch dabei und erlebte ein Publikum, das extrem begeistert war, getanzt hat und die Band mit stehenden Ovationen feierte. Wie habt ihr den ersten Auftritt in einem osteuropäischen Land, in dem man mit kyrillischen Buchstaben schreibt, empfunden?

Es war sehr herzlich und wir wurden mit offenen Armen empfangen. Ich spürte eine Verunsicherung im Publikum als wir mit unserem Set begannen, weil die Leute echt nicht wussten wie wir ticken oder was wir genau mit Ihnen vorhaben.

Das tolle Publikum hat sich dann sehr schnell einfach mitreißen lassen und sich ergeben und hingegeben. Dies ist immer der schönste Moment, wenn alle gleichzeitig loslassen und die Bühne verschwindet.

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Seven in Bansko 2017, Fotos: desenze

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Erster Fototextband über 20 Jahre International Jazz Festival Bansko

20 Juli, 2017 von ·

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Interview mit der Journalistin Veselina Filipova über den ersten Fototextband “20 Jahre International Jazz Festival Bansko”
Übersetzung aus dem Bulgarischen: Dessislava Berndt

Jazz Festival Bansko

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20 Jahre International Jazz Festival Bansko
112 Seiten bebilderte Ausgabe
Zusammengestellt von Veselina Filipova
Herausgeber: Fabrik für Bücher, Abdruck: BG Buch EAD
ISBN: 978-619-230-008-1

Im Jahr 2009 wurde Public Republic Medienpartner des Internationalen Jazz Festivals Bansko mit dem Ziel, seine Bekanntheit in Bulgarien und im Ausland, vor allem im virtuellen deutsch- und englischsprachigen Raum, zu fördern und auszubauen.

Mit der Rubrik “News from International Jazz Festival Bansko”, die jedes Jahr auf den drei Seiten des Magazins erscheint, präsentiert Public Republic das Festival und seine weltbekannten Stars wie Ana Moura, Axel Zwingenberger, Keito Saito, Seven, Jacky Rayan, Lila Ammons, Jive Aces, Yoni Vidal, Elina Duni, Eftekasat, Maya Nova und andere.

2017, im Jahr des 20-jährigen Jubiläums des Internationalen Jazz Festivals Bansko wurde das Multimedia-Magazin Public Republic eingeladen, am Jubiläumsbuch zum Festival mit eigenen durchgeführten Interviews zusammen neben anderen namhaften Kollegen und Medien teilzunehmen.
Public Republic nahm die Einladung mit großer Freude an und bedankt sich dafür bei dem Gründer und Organisator des Festivals, Dr. Emil Iliev und der Journalistin Veselina Filipova sowie bei den teilnehmenden Autoren und Übersetzern Polina Georgieva, Elisaveta Baltova, Yana Radilova und Dessislava Berndt.

Heute sprechen wir mit der Journalistin Veselina Filipova über die Entstehung des Jubiläumsbuchs „20 Jahre International Jazz Festival Bansko“, dessen Erscheinung in den kommenden Tagen bevorsteht.

Vesselina, wie entstand die Idee für das Jubiläumsbuch „20 Jahre International Jazz Festival Bansko“?

Die Idee, ein Buch über das Festival herauszugeben, ist nicht neu. Sie schwebte auch schon vorher im Raum, als das Festival seinen 5., 10. und 15. Geburtstag feierte. Aber es passierte nichts. Offensichtlich sollten positive Energien in eine Richtung zusammenkommen, damit dieses Projekt realisiert werden konnte. Ich persönlich wurde von meinem großen Wunsch geführt, dieses phänomenale Kulturereignis – das größte Sommer-Musik-Event in Bulgarien – damit für die Ewigkeit festzuhalten.

In der Tat gelang es nur wenige heimische Festivals so viele Jahre zu bestehen und sich nicht nur im eigenen Land zu behaupten, sondern auch internationales Ansehen zu gewinnen. Für die zukünftigen Generationen wünschte ich mir durch das geschriebene Wort die unglaubliche Atmosphäre in Bansko sowie die Emotionen aus den Interviews und Reportagen meiner Kollegen, der akkreditierten Journalisten, festzuhalten und zu bewahren.

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