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Eine georgische Reise

11 November, 2018 von ·

EINLADUNG
zur Bilderschau

Eine georgische Reise
7 Tage in Georgien

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Doris Peter zeigt ihr neuestes Fotoprojekt als Bilderschau auf Großleinwand.
Eine 7-tägige Reise im Road-Trip-Stil von Kutaisi nach Tbilisi, Batumi, Kobuleti, Ureki und zurück nach Kutaisi.

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Tbilisi, Georgien 2018, Photo: Doris Peter

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Batumi, Georgien 2018, Photo: Doris Peter

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Batumi, Georgien 2018, Photo: Doris Peter

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Kobuleti, Georgien 2018, Photo: Doris Peter

Dazu gibt es Informationen zu Georgien, einem faszinierendem Land im Kaukasus, gelegen zwischen Europa und Asien.

Doris Peter
Fotografin
Phone +49 30 2701 7112
Mobile +49 (0)1577 473 6248
doris.peter@ulpi.com
www.facebook.com/doris.peter.fotografie
www.doris-peter.com

Artist of the Week – Gerd Baier

5 November, 2018 von ·

Interview von Dessislava Berndt mit dem Pianisten und Komponisten Gerd Baier

Jazz Festival Bansko

Das Internationale Jazzfestival in Bansko feierte 2017 sein 20-jähriges Jubiläum. Mit einem der Musiker der ersten Festivalstunde Gerd Baier haben wir darüber gesprochen.

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Gerd Baier, Photo: Privatarchiv

Gerd, du bist seit den ersten Stunden des Internationalen Bansko Jazz Festivals mit dabei. Wie begann für Dich das Abenteuer Bansko und Bansko Jazz?

Bansko war eigentlich kein Abenteuer, sondern Teil einer Reise durch Bulgarien nach dem Fall des “eisernen Vorhangs”. Anlass war die Geschichte meiner jetzigen Frau, deren Vater Bulgare war. So kamen wir auch nach Bansko. Es gab für damalige Verhältnisse gute Unterkünfte und man bekam gutes Essen.

In der Zeit dort komponierte ich das Stück „Bansko“, welches dann auch auf der nachfolgenden CD mit dem damaligen Northside Quartet eingespielt wurde.

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Die CD “Scenario” von Northside Quartet mit dem Stück “Bansko”, Photo: Privatarchiv

Ca. 1 Jahr später reiste ich wieder nach Bulgarien und auch nach Bansko mit dem Vorhaben, dem damaligen Bürgermeister die CD zu geben oder einfach in den Briefkasten am Rathaus zu werfen. Als wir in Bansko ankamen, hingen dort unerwartet Transparente und Plakate mit dem Aufdruck „Internationales Jazzfest Bansko“. Ich war total überrascht.

Mit Hilfe meiner Frau, die ein wenig Bulgarisch spricht, wurde ich dann direkt dem Veranstalter Emil Iliev vorgestellt. Der schaute sich die CD an, sah den Titel Bansko. Er freute sich sehr darüber und sagte, wenn ihr wollt, spielt ihr hier nächstes Jahr auf dem Festival.

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Bansko, Photo:desenze

So kam es und das Northside Quartet spielte zur Eröffnung des Festivals vor ca. 5000 Menschen. Das war für uns damals sehr beeindruckend.

Welche Entdeckungen überraschten Dich auf dieser Reise?

Damals war das Land in einem nicht gerade guten Zustand, die Geschäfte waren leer und das Essen war mäßig gut. Die Währung war katastrophal. Für uns war alles sehr billig, aber für die Bulgaren sehr teuer. In den Städten vor allem gab es viele kaputte Wohnsiedlungen. Ein trauriger Anblick.

Aber wunderschöne Natur, sehr beeindruckend.

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VIVID Grand Show – Es lebe das Leben

21 Oktober, 2018 von ·

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In seiner Vielfalt und Opulenz ist es die seit langem farbenprächtigste Grand Show und mit zwölf Millionen Euro Budget die teuerste Produktion in der Geschichte des Friedrichstadt-Palastes.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Androidin R’eye, die aus ihrem fremdgesteuerten Leben ausbricht und sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität begibt. Im Englischen benennt das Kürzel ID, das auch im Wort VIVID enthalten ist, diese Identität (‚identity‘).

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Friedrichstadt-Palast am Abend, Photo: desenze

Das Wort ‚vivid‘ selbst hat viele Bedeutungen, die allesamt auf R‘eye und die Grand Show zutreffen: lebendig, leuchtend, stark, hell, blühend, farbenreich.

Mit den staunenden Augen eines Kindes entdeckt R’eye die Welt neu, die überwältigende Schönheit der Dinge, die wir oft übersehen. Die Rolle wird verkörpert von Devi-Ananda Dahm. Die Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang beeindruckte sowohl am Theater des Westens als auch in Aufführungen an der Neuköllner Oper oder am Renaissance Theater Berlin.


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Satish Dance Company und “Der Indische Schwannensee”

3 September, 2018 von ·

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Indischer Abend mit “Dem indischen Schwanensee“
präsentiert von Satish Dance Company, Amsterdam (NL)
und (PYS Eventmanagement, Wuppertal (DE) )

WANN: 28.September 2018, 18:30h, Einlass: 18h
WO: Hermann-von-Helmholtz-Realschule
Helmholtzstraße 40, 42105 Wuppertal

Tickets unter: www.wuppertal-live.de

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Satish Dance Company, Foto: Ron Hey (Ronnos)

Eintauchen in die indische Tanzwelt

Surinamische Tänzerinnen führen zu Beginn der Veranstaltung den klassischen indischen Tanz – Bharatanatyam vor, das auf den Elementen bhava (Ausdruck), raga (Tonskala), tala (Rhythmus) und natyam (Tanz und Schauspiel) basiert.

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Satish Dance Company, Foto: Ron Hey (Ronnos)
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Bansko Jazz 2018 – das Programm

28 Mai, 2018 von ·

Jazz Festival Bansko

Das XXI. Internationale Jazzfestival in Bansko steht bevor.
Wie in den Jahren zuvor werden hochkarätige Musiker die Bewohner und Gäste von Bansko mit ihrer Musik erfreuen.
Wir möchten Ihnen heute das Programm des Festivals für dieses Jahr vorstellen.

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XXI JAZZ FESTIVAL BANSKO 2018
4.– 11. August

DAS PROGRAMM

3. August, Freitag, 20:30h

Special boogie-woogie nacht mit Ladyva (Schweiz) und Axel Zwingenberger (Deutschland)

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Bulgarien unter dem kommunistischen Regime 1944-1989 – Teil 2

18 März, 2018 von ·

von Stoyan Raichevsky

Bulgarien 1944-1989 001

ISBN: 978-3-942437-24-0
Bestellung hier: www.bulgaria1944-1989.eu

Fanna Kolarova, Autorin und Projektleiterin des Projektes “Bulgarien 1944-1989″, und Stoyan Raichevsky, Bulgarischer Politiker und Publizist haben sich bei diesem Projekt der Aufarbeitung dieser wenig beleuchteten Zeit in Bulgarien gewidmet. Daraus sind mehrere Bücher sowie die Ausstellung “Bulgarien 1944-1989 Verbotene Wahrheit” entstanden.

Beide Autoren möchten damit die Aufmerksamkeit insbesondere der jungen Generation und dem vereinten Europa “auf jenen Teil der bulgarischen Gesellschaft richten, die nicht aufgehört hat, ihre demokratischen Überzeugungen zu verteidigen trotz der kommunistischen Repressionen. Diese Menschen wurden verfolgt, erniedrigt und physisch vernichtet. Über diesen Teil der Gesellschaft wird sehr selten gesprochen. Die Namen der getöteten Politiker, Schriftsteller, Journalisten und vieler ehrlicher Leute sind heute fast unbekannt. Deren Gräber kennen nur ihre Mörder. Sie waren gegen die Sowjetisierung Bulgariens und deshalb zu „Feinden des Volkes“ erklärt.

Es ist wenig über die Widerstandsbewegung in Bulgarien bekannt, über die erlebten Repressionen in den Gefängnissen, Arbeitslagern und über die Gewalt im Alltag. Es war verboten darüber zu sprechen, sogar im engsten Familienkreis.

Dieser Beitrag der beiden Autoren zum vereinigten Europa soll helfen die Ursachen für den heutigen Zustand Bulgariens besser zu verstehen. Sie wurzeln in einer Reihe ungerechter geopolitischer Entscheidungen und in fehlerhaften Handlungen in jüngster Zeit. Die Geschichte Bulgariens ist aber Teil der Geschichte Europas. Menschenrechte und Demokratie sind ein gemeinsames Gut, für das tausende Bulgaren ihr Leben gegeben haben. Das Verhältnis zu den Opfern des Kommunismus und die Schäden der Sowjetisierung Osteuropas nach dem Zweiten Weltkrieg sind ein gesamteuropäisches Problem, das bis heute unterschätzt und nicht genug beleuchtet wird.” (Auszug Webseite Projekt “Bulgarien 1944-1989″)

Vorwort Teil I

Heute möchten wir Ihnen den zweiten Teil aus dem Vorwort zum Buch “BULGARIEN UNTER DEM KOMMUNISTISCHEN REGIME 1944-1989″ von Stoyan Raichevsky vorstellen.

Vorwort Teil II

Beide Formen sind respektabel durch die Unterstützung von Seiten der bulgarischen Gesellschaft und hinsichtlich ihres Ausmaßes, ganz im Unterschied zu dem, was die kommunistische Propaganda behauptete, nämlich, dass sich die Macht der Kommunisten in Bulgarien einer breiten Zustimmung des Volkes erfreute. Die Tatsachen bezeugen genau das Gegenteil. Die politische Macht wurde durch Zwang und Terror aufrechterhalten und durch die Protektion des geopolitischen Status quo zementiert. Das geschah in Übereinstimmung mit den vorgegebenen Einflussgrenzen der Haupt-Siegermächte, durch welche Bulgarien in die sowjetische Einflusszone geraten war.

Die Formierung der parlamentarische Opposition gegen das kommunistische Regime begann schon im November 1944: mit den ersten Anzeichen von Meinungsverschiedenheiten zwischen der kommunistischen Partei und den Vertretern der anderen, zur „Vaterländischen Front“ gehörenden Parteien.

Erster bedeutsamer Erfolg für die Opposition war die Aufhebung der für den 26. August 1945 ausgeschriebenen Wahlen für die Volksversammlung. Ein Beschluss der Alliierten Kontrollkommission verhinderte den Wahlakt, den mit Terror und fingierten Ergebnissen zu organisieren sich die kommunistische Partei angeschickt hatte.

Die einflussreichsten oppositionellen Parteien waren folgende: die BZNS Bauernunion mit ihrem Vorsitzenden Nikola Petkov, und der Zeitung “Narodno zemedelsko zname”; die Bulgarische Sozialdemokratische Partei mit dem Vorsitzenden Kosta Lulchev, Presseorgan “Svoboden narod”; die Demokratische Partei mit Vorsitzenden Nikola Mushanov und Alexander Girginov, die Radikale Partei und die oppositionelle Gruppe unabhängiger Intellektuellen mit dem Vorsitzenden Prof. Petko Staynov.
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Bulgarien unter dem kommunistischen Regime 1944-1989 – Teil 1

11 März, 2018 von ·

BULGARIEN UNTER DEM KOMMUNISTISCHEN REGIME
1944-1989

von Stoyan Raichevsky

Bulgarien 1944-1989 001

ISBN: 978-3-942437-24-0
Bestellung hier: www.bulgaria1944-1989.eu

Fanna Kolarova, Autorin und Projektleiterin des Projektes “Bulgarien 1944-1989″, und Stoyan Raichevsky, Bulgarischer Politiker und Publizist haben sich bei diesem Projekt der Aufarbeitung dieser wenig beleuchteten Zeit in Bulgarien gewidmet. Daraus sind mehrere Bücher sowie die Ausstellung “Bulgarien 1944-1989 Verbotene Wahrheit” entstanden.

Beide Autoren möchten damit die Aufmerksamkeit insbesondere der jungen Generation und dem vereinten Europa “auf jenen Teil der bulgarischen Gesellschaft richten, die nicht aufgehört hat, ihre demokratischen Überzeugungen zu verteidigen trotz der kommunistischen Repressionen. Diese Menschen wurden verfolgt, erniedrigt und physisch vernichtet. Über diesen Teil der Gesellschaft wird sehr selten gesprochen. Die Namen der getöteten Politiker, Schriftsteller, Journalisten und vieler ehrlicher Leute sind heute fast unbekannt. Deren Gräber kennen nur ihre Mörder. Sie waren gegen die Sowjetisierung Bulgariens und deshalb zu „Feinden des Volkes“ erklärt.

Es ist wenig über die Widerstandsbewegung in Bulgarien bekannt, über die erlebten Repressionen in den Gefängnissen, Arbeitslagern und über die Gewalt im Alltag. Es war verboten darüber zu sprechen, sogar im engsten Familienkreis.

Dieser Beitrag der beiden Autoren zum vereinigten Europa soll helfen die Ursachen für den heutigen Zustand Bulgariens besser zu verstehen. Sie wurzeln in einer Reihe ungerechter geopolitischer Entscheidungen und in fehlerhaften Handlungen in jüngster Zeit. Die Geschichte Bulgariens ist aber Teil der Geschichte Europas. Menschenrechte und Demokratie sind ein gemeinsames Gut, für das tausende Bulgaren ihr Leben gegeben haben. Das Verhältnis zu den Opfern des Kommunismus und die Schäden der Sowjetisierung Osteuropas nach dem Zweiten Weltkrieg sind ein gesamteuropäisches Problem, das bis heute unterschätzt und nicht genug beleuchtet wird.” (Auszug Webseite Projekt “Bulgarien 1944-1989″)

Heute möchten wir Ihnen den ersten Teil aus dem Vorwort zum Buch “BULGARIEN UNTER DEM KOMMUNISTISCHEN REGIME 1944-1989″ von Stoyan Raichevsky vorstellen.

Vorwort Teil I

Das totalitäre System in Bulgarien (1944 – 1989) wurde dem Volk aufgezwungen. Am 9. September 1944 stürzte die kommunistische Partei die demokratische Regierung von Konstantin Muraviev durch einen militärischen Putsch. Das geschah zu einem Zeitpunkt, an welchem die sowjetischen Streitkräfte gerade mit der Okkupation des Landes begonnen hatten. Vier Tage vorher, am 5. September 1944, hatte die Sowjetunion, ohne in irgendeiner Art und Weise provoziert gewesen zu sein, Bulgarien den Krieg erklärt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten ohne Probleme, und kein einziger bulgarischer Soldat war an den Kriegshandlungen an der Ostfront beteiligt.

Am 8. September drang die sowjetische Armee in Bulgarien ein, wo gerade eine neue Regierung mit Vertretern der bürgerlichen Parteien gebildet worden war, eine Regierung, die Neutralität und allgemeine Amnestie für die politische Gefangenen verkündete und sich aktiv um einen Friedensvertrag mit USA und Großbritannien bemühte.

Die neue, von den Kommunisten dominierte Regierung sowjetischer Prägung begann ihre Machtausübung mit totalem Terror. Schon in den ersten Tagen und Wochen wurden ohne “Formalitäten” wie Anklage und Gerichtsurteil an die 30 000 Menschen von sogenannten „Troika“s (“Hinrichtungs-Dreier”), zusammengestellt aus Aktivisten der kommunistischen Partei und amnestierten Kriminellen, ermordet.
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Spende etwas für die Welt und rette damit ein Stück Geschichte!

20 Februar, 2018 von ·

Oder drei Beispiele für die Kraft gesellschaftlicher Unterstützung bei der Rettung von nationalem Kulturerbe und Geschichte

Von Dessislava Berndt
Übersetzung aus dem Bulgarischen: Dessislava Berndt
Lektorat: Dr. Christoph Lorke

Nach Erscheinen unserer Publikation „Weihnachtsmärchen“ über Staropitalishte „Pencho Semov“ wurden wir von einer Leserin auf einen ähnlichen Fall bzw. auf die Initiative zur Rettung eines französischen Schlosses aus dem 13. Jh. aufmerksam gemacht. Daher möchten wir Ihnen gern dieses und zwei weitere Beispiele aus Deutschland vorstellen, die die Kraft gesellschaftlicher Unterstützung bei der Rettung von nationalem Kulturerbe und Geschichte in Europa verdeutlichen.

Das Schloss Mothe-Chandeniers in Westfrankreich

Das Schloss Mothe-Chandeniers befindet sich ca. 150 km von Nantes und gut drei Autostunden von Paris entfernt. Es wurde nach einem Brand 1932 genauso wie auch die Staropitalishte in Gabrovo ohne Dach seinem Schicksal überlassen und verfällt bis heute, überwuchert mit Gras und Unkraut.

1963 wurde das Schloss von einem französischen Industriellen gekauft, der allerdings – ohne es instand zu setzen – in den 80er Jahren an Credit Lyonnais weiterverkaufte. Die Bank wiederum verkaufte es später an vier Freunde, die allerdings kein Geld für die Rettung des Schlosses aufbringen konnten. Daher beschlossen sie, eine Aktion dafür ins Leben zu rufen.

Mit der Crowdfunding-Aktion „Adoptiere ein Schloss“ auf der Online-Plattform dartagnans.fr, die auf die Rettung von Kulturgütern in Frankreich spezialisiert ist, wurden innerhalb 30 Tagen über 1,6 Millionen Euro gesammelt. Die Teilnehmer aus 115 Ländern wurden Miteigentümer des Schlosses, indem sie mindestens 51 Euro spendeten.

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Dies ist bis jetzt die höchste Summe, die eine solche Aktion in Europa erreichte. Dahinter stehen die Gesellschaft „Adoptiere ein Schloss“, die Plattform Dartagnans.fr und der Freundeskreis „Schloss Mothe-Chandeniers“, die auf diesem Wege das Schloss vor Verfall bewahren und zur Nutzung seitens der Allgemeinheit zur Verfügung stellen wollen.

Nur an einem einzigen Tag wurde die erforderliche Kaufsumme von 500.000 Euro gesammelt. Es sind drei weitere Aktionen geplant, wodurch die verbleibende Finanzierung für die Instandsetzung, Renovierung und Instandhaltung des Gebäudes realisiert werden soll.

Die Idee ist es zudem, schnellstmöglich einen Zugang zum Schloss für jedermann zu ermöglichen und von allen demokratisch entscheiden zu lassen, wofür es genutzt werden soll.

www.facebook.com/CMChandeniers

Die Frauenkirche in Dresden

Der Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden, zerstört am 13. Februar1945 bei den Bombardements im Zweiten Weltkrieg, war nur mit Hilfe von Spendern aus der ganzen Welt möglich.

Außenansicht vom Neumarkt; Fotograf Jörg Schöner
Frauenkirche, Photo: Jörg Schöner

Bis zu ihrer Eröffnung und Einweihung im Jahr 2005 wurden 100 Millionen Euro gespendet. 70 Millionen Euro wurden von der Stiftung Frauenkirche und der Dresdner Bank gesammelt; die weiteren 31 Millionen Euro von der Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden.

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Konzert in der Frauenkirche, Photo: Alexander Fuhrmann
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Osterbräuche

13 Februar, 2018 von ·

von Thomas Frahm
Ausschnitt aus dem Buch “Oh Bulgarien”

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160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/

Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

Osterbräuche

Neben diesem offiziellen, politisch bedeutsamen Ostern gibt es auch noch das naturreligiöse, auf das es aufgepfropft ist. Wie in allen anderen Ländern auch, lassen sich in Bulgarien ja nicht alle Menschen unter einen Hut bringen, und so gibt es viele, die den deutschen Weihnachtsstimmungsfans sehr ähnlich sind. Für die ist Religion, vom ängstlichen Neigen des Hauptes vor der grausamen Obrigkeit einmal abgesehen, immer noch mehr das, was aus dem Boden sprießt. Die Einordnung in den Kirchenkalender ist nur Organisationshilfe.

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Foto: desenze

Die Tatsache, dass in Bulgarien Ostern später stattfindet als in Westeuropa, beruht darauf, dass die Bulgarisch-orthodoxe Kirche noch immer mit dem julianischen Kalender arbeitet, obwohl der bulgarische Staat 1916 zum gregorianischen Kalender übergewechselt ist und auf den 30. März gleich den 14. April folgen ließ – übrigens eines jener kaum bemerkten, geschweige denn hervorgehobenen Indizien, die zeigen, dass Bulgarien sich wieder als Teil der politischen Geschichte Europas fühlte.

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Fotos: desenze

Die Osterzeit beginnt in Bulgarien – wie bei den Katholiken – etwa vierzig Tage* vor dem eigentlichen Fest mit einem carne vale, einem Abschied vom Fleisch. Der Karneval als großes Volksbacchanal fehlt allerdings.

*Vierzig ist die Zahl der Prüfung, Bewährung, Initiation bzw. für den Tod. Als die verzehnfachte Vier repräsentierte sie Vollkommenheit. Im Neuen Testament lehrte der auferstandene Christus seine Jünger vierzig Tage lang über das Reich Gottes und wurde dann im Himmel auf den Platz »zur Rechten Gottes« erhoben (Christi Himmelfahrt). Im Christentum währt daher die Freudenzeit von Ostern bis Himmelfahrt vierzig Tage. Das vierzigtägige Fasten Jesu hat außerdem Bedeutung für die Spanne der Fastenzeit vor Ostern bzw. Weihnachten (Advent).

Vielleicht hängt ja der Abschied vom Fleisch auch damit zusammen, dass die eingemachten Bestände aus der Weihnachtsschlachtung um diese Zeit immer aufgebraucht waren und man warten musste, bis die Osterlämmer schlachtreif waren? Jedenfalls gehen die Bulgaren sanft vor und vollziehen den Abschied vom tierischen Essen in zwei Etappen.

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Fotos: desenze
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Fado in der Reihe “LEO open world”

22 Januar, 2018 von ·

EINLADUNG

Weltmusik der Reihe “LEO open world”
Schirmherrin: Bürgermeisterin Gabriele Grollmann

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Telmo Pires, Foto: Ismael Prata

Was: Telmo Pires
Wann: 7. März 2018, 20 Uhr
Wo: LEO Theater im Ibach-Haus
Wilhelmstr. 41 – 58332 Schwelm
www.leo-theater.ruhr

Tickets unter: www.wuppertal-live.de

Telmo Pires ist einer der wenigen Männer im Panorama des Fado der international in Erscheinung tritt. Als feinfülliger Poet, Komponist und Sänger führt er bei seinen Auftritten das Publikum gern in die Welt des Fado ein, in dem er über die Gefühle und Hintergründe der Stücke erzählt. Danach lauscht der Besucher der warmen und tiefen Pires‘ Stimme, spürt seine Persönlichkeit und Charisma und taucht in seine bezaubernde Welt ein.

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Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger – Teil 2

20 Dezember, 2017 von ·

Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger – Teil 1

“Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger. Das Weltbild der alten Bräuche.” von Thomas Frahm
Ausschnitt aus dem Buch “Oh Bulgarien”

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160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/

Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

»Aber was hat das mit dem Sitzen auf dem Boden zu tun?«

»Moment, ich komme gleich darauf! Die Menschen breiteten die Tafel früher ja nicht einfach nur so auf dem Boden aus, weil sie keinen Tisch hatten, sondern weil sie an diesem Abend zu Pflanzen wurden.«

»Wie bitte? Ist ja irre.«

»Ja, sie verkörperten symbolisch die Verbindung zwischen dem Stroh, also dem geernteten Getreide, und dem Getreide vom nächsten Jahr. Das Brechen des Brotes durch den Ältesten, mit dem das Mahl begann, stand daher einerseits für das Abendmahl, andererseits für das Weiter-geben. Dabei musste an alle gedacht werden: Erst bekamen die Toten einen Bissen, dann reihum jeder, der um den Strohtisch saß, und ein Rest wurde abgeteilt für das Vieh. Während des Mahls durfte niemand aufstehen, denn das Essen symbolisierte die Zeitspanne, in der sich der Keim in der Erde nährt. Erst wenn das Essen beendet war, fassten sich alle an den Händen und standen gemeinsam auf. Sie waren in diesem Moment Getreidehalme, und ihr gemeinsames Aufstehen versinnbildlichte das Wachstum und die Fülle des Getreides, das sie sich im neuen Jahr auf dem Kornfeld erhofften.«

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Bulgarischer Weihnachtstisch, Photo: desenze

»Das alles ist ja für einen Menschen von heute wirklich sehr weit weg«, warf ich ein.

»Ja, irgendwie schade«, sagte meine Gastgeberin.

»Die ganze Magie, die ganze Poesie ist weg«, stimmte ich zu.

»Man darf das aber auch nicht verklären«, bremste meine Gastgeberin den bekannten Drang des protestantischen Romantikers, katholisch, wenn möglich gar archaisch zu werden. »Tradition heißt ja im Grunde zweierlei: Sie ist eine seltsame Verbindung aus Abhängigkeit von dem, was die Erde hergibt, und der Angst, dass die Erde genau dies in schlechten Jahren eben nicht tut – wegen Dürre, Überschwemmung, Heuschreckenplagen, Mehltau und anderen Schädlingen wie Nagetieren, Insekten, Wildschweinen usw. Daher werden in traditionellen Festen in Form von Beschwörungen, die starke Züge dankbarer Erleichterung tragen, alle Früchte, die das Jahr gegeben hat, auf der Festtafel vereint vorgezeigt, und die Angst vor der schrecklichen Ungewissheit findet Ausdruck im Aberglauben.
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Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger – Teil 1

19 Dezember, 2017 von ·

“Rundbrot, Stroh und Weihnachtssänger. Das Weltbild der alten Bräuche.” von Thomas Frahm
Ausschnitt aus dem Buch “Oh Bulgarien”

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160 S., Hardcover mit Schutzumschlag,
22,00 €, Fotos und Abb., teils farbig,
ISBN 978-3-929634-77-8, https://choraverlag.de/

Bulgarien wird oft als eine Mischung aus billigem Urlaubsziel und europäischem Sozialfall betrachtet. Dies einseitige Klischee zu kritisieren, kann nur ein erster Schritt sein. Das vorliegende Buch versucht, zu beschreiben, warum es nur ein Klischee ist, indem es Antworten auf die Frage gibt: Was hat Bulgarien denn zu bieten, was uns interessieren, faszinieren, positiv beeindrucken könnte?

Auf der Suche nach bulgarischer Weihnacht wurde ich an eine Frau verwiesen, die sich viel mit Traditionen beschäftigte und an der Universität unterrichtete. Wie so oft in Bulgarien erlebte ich auch diesmal, dass selbst zu Familienfesten ein Gast immer zugelassen war, und so hörte ich erfreut, dass ich am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages zu ihr kommen, den Heiligabendtisch in Augenschein nehmen und alles fragen durfte, was für mich von Interesse war. Sie sagte mir am Telefon, sie würde den Tisch ohnehin nach altem Brauch über Nacht so stehen lassen, Erklärungen dann mündlich. Ich schnappte mir also mein Diktafon und machte mich auf den Weg.

»Dieser bescheidene Heiligabend-Tisch«, sagte meine Gastgeberin, als wir ihr Wohn-Esszimmer betreten hatten, »gehört zu den wenigen Dingen, die von den bulgarischen Weihnachtstraditionen noch erhalten geblieben sind.«

»Und was ist an diesem Tisch so bulgarisch?«, fragte ich.

Sie zeigte auf die einzelnen Speisen.

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Bulgarischer Weihnachtstisch, Photo: desenze

»Alles sind, wie man sieht, fleischlose Speisen: Heiligabend ist der letzte Tag des Adventsfastens. Fleisch darf erst nach der Weihnachtsschlachtung zum eigentlichen Fest, also am 25. Dezember, auf den Tisch kommen.«

»Heißt Weihnachten deshalb in Bulgarien koleda?«, fragte ich.

Meine Gastgeberin lächelte überrascht und amüsiert. »Wie kommst du denn darauf?«

»Nun ja«, begann ich, »ich habe es von Natur aus mehr mit dem assoziativen als dem logischen Denken, und da das Verbum kolja schlachten, abstechen heißt und Weihnachten traditionell ein Schwein geschlachtet wird, könnte doch bei einem Bauernvolk wie den alten Bulgaren koleda das Fest der Schlachtung sein?

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Bulgarischer Weihnachtstisch, Photo: desenze

Immerhin hängt von dieser Schlachtung ein Großteil der Ernährung für den ganzen folgenden Winter ab.«
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