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Ana Moura im Dortmunder Konzerthaus

4 Juli, 2016 von · Keine Kommentare

Die Tradition unseres Magazins, die Entwicklung ausgewählter Künstler zu verfolgen und darüber zu berichten, setzten wir am 25. Juni 2016 im Dortmunder Konzerthaus fort.

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Konzerthaus Dortmund, Foto: Daniel Sumesgutner

Der Arm des Bassisten André Moreira war geheilt und Fado-Star Ana Moura konnte mit ihrer Band das für Mai geplante Konzert nachholen.

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Ana Moura im Konzerthaus Dortmund, Fotos: desenze

Public Republic begleitet mit großem Interesse den Weg der Sängerin seit ihrem Auftritt in 2012 beim Klangart-Festival im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal und stellte sie unseren Lesern mit einem Interview vor:
Artist of the Week – Ana Moura.

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Ana Moura, Foto: Isabel Pinto

Das sehnsüchtig erwartete Konzert im Dortmunder Konzerthaus ließ keine Wünsche offen: Die tiefe und leicht rauchige, aber dennoch samtweiche Stimme und unglaubliche Bühnenpräsenz der portugiesischen Fadosängerin, die Klasse-Begleitung durch die fünf junge Musiker sowie eine multimediale Show auf der großen Leinwand ließen die Zuschauer mal romantisch in Träume und Melancholie versinken mal fröhlich mitsingen und mitklatschen.

Ana Moura bezauberte mit Stücken aus dem neuen Programm im langen schwarzen und später im silberglitzernden Kleid, das ihre elegante Bewegungen unterstrich und eine Atmosphäre von Leichtigkeit schuf.

Die neue Kombination aus Tradition und Moderne fand sich auch bei den Instrumenten der Band wieder: die typische Portugiesische Gitarre gespielt von Ângelo Freire und die klassische Gitarre gespielt von Pedro Soares wurden vom elektrischen Bass von André Moreira, den Hammond-Orgel-Sounds des Keyboards von João Gomes und dem akustischen Schlagzeug von Mário Costa ergänzt.

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Ana Moura im Konzerthaus Dortmund, Fotos: desenze

Immer wieder füllt die Stimme der „göttlichen“ Fadista den Saal aus und zieht das begeisterte Publikum in ihren Bann. Zum Schluss gibt es stehende Ovationen und Zugabe.

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Ana Moura im Konzerthaus Dortmund, Foto: desenze

Eine Live-Performance der Ausnahmesängerin und ihrer Band kann niemals durch eine CD-Aufnahme ersetzt werden. Daher unsere wärmste Empfehlung – gehen sie bitte bald und hören sie live eine der größten Fado-Stimmen unserer Zeit!

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Ana Moura im Konzerthaus Dortmund, Foto: desenze

www.anamoura.com.pt

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Das neue Programm von Ana Moura entstand erneut in Zusammenarbeit mit der US-Produzentenlegende Larry Klein und trägt ihren Namen „Moura“. Mit heiteren Dancesongs und neuen Sounds zeigte Ana Moura wie man einen neuen Weg einschlagen kann, bei dem man Fado nicht nur singen und weinen, sondern auch tanzen kann. Mit “Lilac Wine” entführte Ana Moura zudem die Zuschauer mit einer Nummer, die durch die Interpretation von Nina Simone weltbekannt wurde.

Einige Musiker, Komponisten und Texter, mit denen die Sängerin am neuen Album arbeitete, kennt man bereits von dem Album “Desfado“ – Márcia Santos, Miguel Araújo, Pedro Abrunhosa und Pedro da Silva Martins (Deolinda). Einige andere – teilweise außerhalb der Fadoszene – kamen neu dazu wie Carlos Tê, Jorge Cruz von der Band Diabo Na Cruz, Edu Mundo, Sara Tavares und Kalaf. Das intensive, poetische Liebeslied „Tens Os Olhos De Deus“ beispielsweise schrieb Pedro Abrunhosa, der in der Jazz- und Pop-Szene bekannt ist. Und in dem Stück “Eu entrego” ist außerdem ein Duett mit Omara Portuondo – die Grand Dame der kubanischen Musik – zu hören.

Kategorien: Frontpage · Musik · Szene

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