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Arist of the Week – Art McLeod

13 Januar, 2009 von · 1 Kommentar

Ein Interview von Vanya Nikolaeva mit dem Fotografen Art McLeod
Übersetzung: Silvia Vassileva

McLeod wurde in Ontario, Kanada geboren. Einen großen Teil seiner Kinderjahre verbringt er in den Ferien mit seiner Familie an den Seen und Flüssen in der wilden Natur Kanadas. Die Leidenschaft zu der Fotografie und der Tierwelt bekommt er von seinen Eltern vererbt. Derzeit besitzt er Fotos mit über 120 Vogelarten und Säugetieren. Er ist mehr als 1000 km gereist, auf der Suche nach interessanteren Lokalitäten und Möglichkeiten zum Fotografieren.

Was macht ein Foto perfekt?

Man braucht viel Zeit und Geduld, um ein gutes Foto machen zu können. Wichtig sind die Sonnenposition, die Tageszeit und die Kameraparameter.

Was/Wer beeinflusst am meisten deine Arbeit als Fotograf?

Ich bin immer ein großer Fan von National Geographic gewesen und ich bewundere die Arbeit ihres Teams, aber den größten Einfluss haben auf mich meine Eltern ausgeübt.

Auf welche Art und Weise maximierst du die Möglichkeiten für ein gutes Foto?

Bei einem „Foto-Spaziergang” habe ich normalerweise keine Ahnung, wohin genau ich gehe und was ich demnächst fotografieren würde. Wenn ich den Ort zum Fotografieren geeignet finde, ziehe ich die Tarnkleidung an, verdecke die Kamera, sehe nach, wo das Licht am günstigsten ist … Das Einzige, was noch gesehen werden kann, ist das Objektiv.

In vielen Fällen nähern sich die Vögel und die Tiere sehr schnell. Das gibt mir die Gelegenheit, den Moment in ihrer authentischen Umgebung „festzuhalten“.

Was ist der Schlüssel, durch den sich deine Fotos von denjenigen anderer Fotografen unterscheiden, die das wilde Leben aufnehmen?

Ich versuche an Orten zu sein, die wenig besucht sind; ich kann stundenlang auf ein Foto warten und es kann nichts daraus werden. Manchmal gehe ich dann mit dem Gefühl, wahrscheinlich etwas nie mehr sehen zu können. Ich stehe stundenlang draußen – bei -20 Grad im Winter und bei über 30 Grad im Sommer. Das gibt mir die Gelegenheit Dinge zu sehen, die andere nicht sehen könnten.

Welches ist das erste Foto, das dich beeindruckt hat?

Als wir noch Kinder waren, beim Campen, banden wir zwei Kanuboote zusammen mit einem Sperrholz dazwischen. So konnten wir unsere improvisierten Pontons bis an die Seen übertragen, wohin wir auch immer entschieden. Mit uns war immer auch unsere Katze, weil wir manchmal ein paar Wochen von zu Hause weg waren.

Eines Tages saß die Katze im vorderen Teil eines der Kanuboote; meine Mutter machte ein Bild, das mich wirklich beeindruckte – die Landschaft und das Licht waren unglaublich, und die Katze sah so komfortabel in der Mitte des Sees vorne im Boot aus… Dieses Bild ist mehr als 40 Jahre alt, und ich sehe es mir ab und zu immer wieder an.

Welche ist deine Philosophie über die Fotografie und wie wirkt sie sich auf dein Leben aus?

Die Fotografie erlaubt mir, viel Zeit mit Nachdenken zu verbringen. Über meine Familie, über die Musik, über die Umgebung. Ich frage mich, wie unser Verhalten der Natur gegenüber das Leben unserer Kinder und Enkelkinder beeinflussen wird. Ich hoffe, solche Umwandlungen anzustoßen, die die Natur erhalten, wie wir sie jetzt genießen können. Meine Kinder sind schon aufgewachsen, ich habe ihnen eine Kamera und Objektive geschenkt, in der Hoffnung, glücklich zu sein mit einem Hobby, das mir von meinen Eltern überliefert wurde.

Kategorien: Frontpage · Szene

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