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Artist of the Week – Jack Beauregard

11 April, 2011 von · Keine Kommentare

Interview von Dessislava Berndt mit Pär Lammers und Daniel Schaub

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Jack Beauregard, Foto: Harry Weber

Jack Beauregard (sprich: Dschäg.Burr.Gahr.) sind Pär Lammers und Daniel Schaub. Sie machen seit 2006 miteinander Musik. Ihre Songs schreiben sie gemeinsam in Berlin.

„The Magazines You Read“ ist ihr zweites Album, das am 29. April 2011 erscheint. Es ist ein Album über den Versuch, sich zwischen all seinen Fragen und Antworten eine eigene Meinung über sich und die Welt zu erkämpfen. Und es ist ein mit Liebe gemachtes Album über die Liebe.

Die erste Single „You Drew A Line“ (Start: 1. April 2011) handelt vom Ende einer Liebe. Natürlich war das Mädchen schuld.

Neben ihrer eigenen Band „Jack Beauregard“ schreiben sie manchmal auch Lieder für andere Künstler. Einem breiteren Publikum sind ihre Kompositionen für Lena Meyer-Landrut („I just want your kiss“, „We can’t go on“, „Maybe“, „Push Forward“) bekannt.

Jack Beauregard spielten 2010 erfolgreiche Touren in England und Schweden. In Deutschland traten sie im gleichen Jahr unter anderem im Vorprogramm von Mika auf. Zudem spielten sie in anderen Projekten unter anderem als Support von Hurts.

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Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?

Handgemachte Songs, elektronisch umgesetzt. Popmusik mit elektronischen Einflüssen.

Wie und warum wurde die Band Jack Beauregard gegründet? Was bedeutet der Name?

Bevor wir die Band gegründet haben, hatten wir zusammen schon Songs geschrieben. Irgendwann hatten wir genug Material und begannen bei Auftritten in Amsterdam zu spielen. Der Name ist dem Film “Nobody” entnommen. Irgendwann habe ich diesen Film gesehen und der Name blieb hängen…

Jack Beauregard ist ein Revolverheld im Wilden Westen, der sich nach Europa absetzen möchte; wir mochten aber vor allem den Klang des Namens und möchten ihn eigentlich losgelöst vom Film verstehen, was nicht immer klappt. Als eine Hülle, die man füllen kann.

Was hält die Band zusammen?

Wahrscheinlich die Liebe zu guten Songs, und der Wille etwas Neues zu machen.

Was oder wer inspiriert Euch?

Eigentlich alles… Wir schreiben meist sehr intuitiv und denken uns vorher keine Konzepte aus. Man fängt mit irgendetwas an und guckt wo es einen hinführt.

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Jack Beauregard, Foto: Harry Weber

Wie ist die Arbeit mit anderen Künstlern?

Da wir Lena ja leider nie getroffen haben, können wir das schwer beurteilen. Man schreibt natürlich etwas anders, wenn es nicht für die eigene Band ist, andere Themen. Letztendlich versuchen wir aber immer einen möglichst guten Song zu schreiben, der unabhängig vom Künstler, der ihn singt, eine Bedeutung hat.

Wie kam es zur Arbeit für beide Alben von Lena Meyer-Landrut?

Wir haben über Bekannte gehört, dass Songs für das erste Album gesucht werden und hatten das Glück, dass unser erster Vorschlag gleich genommen wurde.

Die Songs „Maybe“ und „Push Forward“ erreichten das Finale des deutschen Grand-Prix-Vorentscheids „Unser Song für Deutschland“. Was bedeutet das für Euch? Wie würdet Ihr diese Erfahrung beschreiben?

Erhebend vielleicht, es passiert ja nicht alle Tage, dass man als Songwriter für einen anderen Künstler so in den Mittelpunkt gerückt wird. Eine sehr positive Erfahrung.

Wie sehen Eure Pläne für 2011 aus? Wird es besondere Termine geben?

Aber sicher. Es wird ein neues Jack Beauregard Album geben mit dem Titel “The Magazines You Read”. Erscheinen wird es am 29.04. Die Single zum Album heißt “You Drew A Line”. Dazu spielen wir eine Tour im Juni und es sind auch schon ein paar Festivals geplant.

Was bedeutet Musik für Euch?

Daniel: Oh. Philosophische Frage. Eine Kunstform. Ein Kommunikations-mittel. Wir beschäftigen uns so sehr damit, dass wir gar nicht mehr beurteilen können was es eigentlich für uns bedeutet, glaube ich. Ich bin mit Musik aufgewachsen, meine ganze Familie macht Musik. Ohne Musik wäre nichts denkbar.

Pär: Musik ist ein zentraler Teil meines Lebens. Beruf, Hobby und Leidenschaft. Ohne geht es nicht.

Was macht mehr Spaß – spielen, singen oder komponieren?

Bisher hat uns immer was gefehlt, wenn wir für längere Zeit nur eins von den dreien gemacht haben. Also alles macht am meisten Spaß.

Was macht Ihr in der Freizeit?

Daniel: Ich habe keine wirklichen Hobbys, ich versuche eine gute Zeit zu haben, auszugehen und mit Leuten zu reden.

Pär: Zum Glück ist mein Beruf auch so etwas wie mein Hobby und ich habe Familie. Wenn ich dann doch noch einmal Zeit übrig habe, spiele ich Jazzmusik, lese gern Zeitung und trinke Kaffee mit Freunden.

Was gefällt Euch an Berlin?

Daniel: Es gibt mehr Leute, die sich mit dem beschäftigen, was uns beschäftigt. Mehr Austausch. Man hat nicht das Gefühl, das man hier schon alles entdeckt hat, zumindest noch nicht.

Pär: Ich mag Berlin, da hier viel – fast alles sogar – möglich zu sein scheint. Die Stadt bietet ein Netzwerk und eine ‘kulturelle Infrastruktur’ wie ich sie in bisher keiner anderen deutschen Stadt vorgefunden habe. Zumindest für mich/uns funktioniert diese Stadt.

Wovon träumt Ihr?

Daniel: Ich träume oft, ich würde Auto fahren, dabei habe ich keinen Führerschein. Das ist dann fast wie fliegen…

Pär: Ich träume ganz oft, ich bin wieder in der Schule, habe nicht gelernt und muss gleich eine Klassenarbeit schreiben. Auch vom Fliegen träume ich oft.
Wo kann man Eure Alben kaufen/hören?

Ab dem 29.04. überall: iTunes, Amazon, im Plattenladen, bei unserem Label Tapete Records, bei unseren Auftritten.

Wo sind die nächsten Live-Auftritte?

Die Tour startet am 1.06. in Chemnitz. In Berlin ist die nächste Show am 15.06.

Für alle Termine am besten nachsehen auf unserer Facebook- oder Myspace-Seite oder auf www.jackbeauregard.com.

www.jackbeauregard.com
booking@tapeterecords.de

Kategorien: Allgemein · Art Café · Frontpage · Graffiti · Modern Times · Szene · Um die Welt · Visual Arts

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