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Artist of the Week – Leila Ataya

30 August, 2010 von · Keine Kommentare

Interview mit Leila Ataya von Galya Mladenova
Übersetzung aus dem Englischen: Kornelia Weinert

Bild von Leila

Picture of Leila

Leila Ataya wurde 1979 in Russland, in der Stadt Moskau, geboren. Schon von klein an, wurde ihr Leben von der Kunst beeinflusst. 1995 wurde sie von der Kunsthochschule in Moskau aufgenommen und setzte so ihr Studium in Aquarell und Zeichnen fort.
1996 zog sie mit ihrer Familie nach Neuseeland und ging dort auf die “Elam School of Fine Arts”, der Universität von Auckland. 2001 graduierte sie mit dem Bachelor of Fine Arts in der Fachrichtung Malerei. Im selben Jahr gewann sie den „Telekom Kunst Preis“ mit ihrem Werk „ Die Schlüssel zu Neuseeland“, das auf dem Titel des Telefonbuchs in Auckland erschien. Nachdem sie ebenfalls den „Nokia Kunst Preis – Asien-Pazifik 2001“ gewann, besuchte sie 2002 Thailand und stellte ihre Arbeiten dort aus
Von diesem Zeitpunkt an, nahm Leila an verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Ihre Arbeiten sind Teil vieler privater Sammlungen in Neuseeland und anderen Ländern der Welt – wie Australien, England, Südkorea, Russland usw.

2006 wurden ein Profil und eine Auswahl ihrer Arbeiten, in dem Buch “Neuseelands Lieblings-Künstler” von Denis Robinson vorgestellt, das von “Saint Publishing“ herausgegeben wurde. 2007 gewann sie beim „Waitakere Trust “-Kunstpreis, den “Popular Choice Award” und 2008 beim “Morpeth Canada”-Kunstpreis den “People’s Choice Award”. Beim “Mazda-Preis 2008” belegte sie den dritten Platz. Im selben Jahr kehrte sie an die Universität von Auckland zurück und erhielt dort ihren PGDip in den bildenden Künsten.
Leila’s Arbeiten wurden in “Pop Surrealism What a Wonderfool World” vorgestellt – einem Buch, das der ersten bedeutenden Pop-Surrealismus-Ausstellung in Italien gewidmet ist und 2010 von Drago veröffentlicht wurde. Zurzeit ist sie Leiterin und Dozentin an der „LA Art School“.

Her Highness
Ihre Hoheit

Wir sehen viele Katzen in deinen Bildern. Ist die Katze dein Lieblingstier? Hast du eine Katze?

Ja ich liebe Tiere und besonders Katzen. Sie inspirieren mich mit ihrem Charakter und ihren verschiedenen Persönlichkeiten – manchmal sind sie geheimnisvoll, manchmal niedlich und hin und wieder auch teuflisch. Wir haben auch eine Katze zu Hause, ihr Name ist Mizzy.

Butter-Cat
Butter-Katze

In deinen Arbeiten sehen wir wunderschöne Fantasiewelten. Was inspiriert dich dazu, diese Bilder zu malen?

Es ist schwer, haargenau festzulegen, was mich inspiriert – ich lasse mich von allem inspirieren das um mich herum ist. Dazu gehören beispielsweise Filme, die ich gucke, Zeitschriften, Bücher, Tiere, Dinge, Menschen – es können auch ganz kleine Dinge sein, wie Reflexionen oder Farben, die mir ins Auge fallen – oder Musik und Geräusche. Manchmal weiß ich, wie das Bild aussehen wird, bevor ich angefangen habe zu malen. Manchmal übernimmt und diktiert das Bild seinen Aufbau aber auch selbst und die Geschichte dahinter entwickelt sich zu etwas, das ich nicht vorhersagen konnte.

Feathers and Pins
Federn und Pins

Hast du einen Favoriten unter deinen Arbeiten?

Das kann ich nicht sagen, weil es sich immer wieder ändert. Mir kann ein Bild sehr gut gefallen und dann ändert sich meine Meinung – oder ich mag ein Bild zuerst nicht und sehe dann Jahre später ein Foto davon und es gefällt mir plötzlich sehr.

Das einzige, das für mich hervorsticht, ist „Der Baum“. Es ist die größte Arbeit, die ich bisher gemacht habe – es besteht aus 8 Elementen und ist ca. 3x3m groß.

The Tree
Der Baum

Du konzentrierst dich auf jedes Detail in einem Bild. Braucht das viel Zeit? Wie lange dauert es, ein Bild fertig zu stellen?

Details brauchen eine lange Zeit, aber ich arbeite auch mit Ebenen, was an sich schon zeitaufwendig ist. Aber ich genieße jeden Moment davon und besonders freue ich mich auf den “letzten Schliff” – das ist mein Lieblingsteil.

Dangers of the forest
Gefahren des Waldes

Du hast Keramik, Lack-Miniatur “Palekh” und Russische Ikonografie studiert. Wie hat sich das auf deinen Kunst-Stil ausgewirkt?

Ich studierte all diese Kunsttechniken, als ich mich als Künstlerin formte und sie beeinflussen definitive meine Malerei-Entscheidungen – jeden Tag. Die Aufmerksamkeit, den Details gegenüber und die Farbwahl stammen aus der Miniaturmalerei und viele Farb-Anwendungs-Techniken sind beeinflusst von der Ikonografie und anderen Stilen, die ich lernte als ich jünger war.

Purrple
Lila

1996 bist du von Russland nach Neuseeland gezogen. Hat diese große Veränderung deine Kunst beeinflusst?

Ich denke es hat mich nach und nach verändert (oder sollte ich sagen beeinflusst?). Ich habe meinen “Bachelor of Fine Arts” und meinen “PGDip” (Post Graduate Diploma) an der Elam “School of Fine Arts” der Universität von Auckland gemacht. Lehrer, Dozenten und eine andere Perspektive auf die Kunst haben in gewisser Weise meinen Standpunkt verändert, aber einige Begegnungen verfestigten meinen Standpunkt auch eher, als dass sie mich veränderten – ich denke es ist eine Kombination aus beidem.

On
Auf

Wer ist der Maler, den du am meisten bewunderst und der den größten Einfluss auf dich hatte?

Es ist immer wieder ein anderer Künstler oder ein Kunstwerk, das mich fesselt – bis ich etwas anderes sehe, das meine Fantasie ergreift. Überwiegend sind es jedoch die Meister des Surrealismus und zeitgenössische Pop-Surrealisten, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Whiskers
Schnurrhaare

Erzähl uns mehr über “Pop Surrealism What a Wonderfool World” und deinen Anteil daran.

Das ist die erste bedeutende italienische Ausstellung, die dem Pop-Surrealismus gewidmet ist. Sie ist eine Zusammenarbeit von der „Dorothy Circus Gallery“ (Rom, Italien), die mich vertritt, und der „Jonathan Levine Gallery“ (New York, USA). Die Ausstellung findet im “Museo Carandente“in Spoleto (Italien) statt und läuft bis Mitte Oktober 2010. Ich bin sehr aufgeregt, dort neben so großen Künstlern und Malern wie Mark Ryden, Ron English und anderen auszustellen. Es gibt auch ein Buch mit dem Titel “Pop Surrealism What a Wonderfool World”, das von Drago für die Ausstellung veröffentlicht wurde und die ausgestellten Arbeiten enthält.

The Sporeling
Sporeling

Du arbeitest auch als Dozentin. Wie hast du mit dem Unterrichten angefangen? Was ist das Wichtigste, das du deinen Schülern beibringen möchtest? Wo findest du die Freude am Lehren?

Als ich die Universität absolviert hatte, wurde ich gebeten, einige Arbeitsgemeinschaften zu übernehmen und von da ab entwickelte sich alles. Ich liebe es mein Wissen zu vermitteln und weiterzugeben. Die Lehrtätigkeit gibt mir die Möglichkeit, mich mit anderen Menschen zu vernetzen und es ist eine sehr gute Abwechslung zum Malen, das viel individueller ist.

Delicious
Köstlich

Du bist auch Direktorin der „LA Art School“. Wie hast du das in deinem Alter erreicht? Nimmt diese Tätigkeit viel Zeit in Anspruch?

Ich habe an Kunstschulen und Kunstzentren unterrichtet und mich dann dazu entschlossen, meine eigene “Leila Ataya Kunstschule “aufzubauen, wo Kinder und Erwachsene hinkommen und an verschiedenen Programmen teilnehmen können. Sie können neue Techniken erlernen und Kunst praktisch ausüben. Es nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch, aber ich genieße es wirklich und finde es sehr lohnend.

Beef Curtains
Beef Curtains

Was betrachtest du als deinen größten Erfolg bisher?

Es ist unmöglich, die einzelnen Ereignisse oder Zeiten isoliert zu betrachten. Der Erfolg kommt mit jeder Ausstellung, jedem Preis und jeder neuen Technik, die ich lerne.

Im Moment bin ich sehr aufgeregt, dass ich in den internationalen Markt expandiere.

Reclining Nude
Ruhender Akt

Hast du schon oder würdest du gerne Bücher illustrieren?

Buchillustration ist eines der Dinge, die ich im Kopf habe. Aber ich habe bis jetzt noch nicht daran gearbeitet – vielleicht irgendwann in der Zukunft.

The dance
Der Tanz

Was planst du für die Zukunft? Vielleicht eine weitere Einzelausstellung?

Ja, ich habe einige aufregende Ausstellungen, die auf mich zukommen. Ich werde noch in diesem Jahr, zusammen mit Kukula in der “Copro Gallery” (LA, USA) ausstellen und auch im “The Artist’s Room” (Dunedin, Neuseeland). Anfang des Jahres 2012 werde ich dann eine Einzelausstellung in der „Dorothy Circus Gallery“ (Rom, Italien) machen.

Mehr von Leila Ataya’s Arbeiten seht ihr hier here.

Kategorien: Frontpage · Visual Arts

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