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Artist of the Week – Yana Panova

19 Juli, 2010 von Aleksandra Ingilizova · Keine Kommentare

Ein Interview von Nikolay Ivanov mit der Malerin und Designerin Yana Panova
Übersetzung aus dem Bulgarischen: Aleksandra Ingilizova

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Seit wann beschäftigst du dich mit der Malerei?

Seit der vierten Klasse. Seit ich neun bin.

Wann und wie hast du erfahren, dass du Talent hast?

In meiner Schule gab es eine Klasse mit erweitertem Unterricht in Malen. Ich war in der anderen – mit Englisch. Ich bin in den Sommerferien mit der Malklasse zu einem Pleinair gegangen und habe da zum ersten Mal professionelle Hilfe von einem Lehrer bekommen. Meine ersten öffentlichen Zeichnungen waren auf der Schulbank. Als die Putzfrau diese sauber machte, hat sie meine Zeichnungen nicht weggemacht und so blieben sie am Tisch.

Offensichtlich hat deine Kunst sie verzaubert.

Offensichtlich. Danach haben meine Eltern mich am Englischsprachigen Gymnasium eingeschrieben, aber da habe ich auch weiterhin meine Hefte als Zeichenblock benutzt, anstatt die Unterrichtslektionen aufzuschreiben. Ich machte Karikaturen von Lehrern und Schülern. So fing alles an.

Und wie ging es weiter?

Ich bin auf Graffiti abgefahren. Drei Jungs und ich haben eine Crew gegründet. Ich hatte Privatunterricht bei einer sehr netten und talentierten Lehrerin, an deren Nachnamen ich mich leider nicht mehr erinnere. Ich kenne nur ihren Vornamen, Neli. Sie hat mich als erste überzeugt, dass ich Talent habe und hat mir den Glauben gegeben, dass es meine Berufung ist. Dafür werde ich ihr für immer dankbar sein!

Du hast ein Tourismusstudium an der Sofioter Universität abgeschlossen? Warum hast du nicht ein Fach gewählt, das näher an deiner Berufung ist?

Wegen der Unsicherheit, die Aufnahmeprüfungen der Akademie der bildenden Künste nicht zu bestehen. In der zwölften Klasse habe ich mit dem Malen aufgehört und angefangen, Geografie zu lernen. Ich wurde an der Sofioter Universität angenommen, mit der Fachrichtung Tourismus, aber das Malen fehlte mir und ich begann wieder mit dem Unterricht. Diesmal an der Akademie der bildenden Künste. Ich lernte Bildhauerei, Naturmalen, Malerei und bereitete mich auf „Design für kindliches Umfeld“ vor. Bei den Prüfungen erreichte ich aber leider nur die Note 3,50. Ich fand es sehr tragisch und hörte für ein Jahr mit dem Malen auf. In derselben Zeit begann ich jedoch mit Handmalen – auf T-Shirts, die ich übers Internet verkaufte.

War dieses Business erfolgreich?

Ja, es gab Interesse an meinen T-Shirts. Vor allem von Teenagern. Ich habe mich sehr über das große Interesse von deren Seite gefreut.

Wie bist du nach Frankreich gekommen?

2008 nahm ich Französischunterricht. In der ersten Stunde sollte jeder Schüler die Frage beantworten: „Wieso haben Sie sich entschieden, Französisch zu lernen?“. Ich hatte keinen konkreten Grund, aber meine abgedrehte Fantasie sagte: „Ich werde Mode in Paris studieren.“ Diese von meiner Fantasie geborene Idee fasste mich und eine Woche später kontaktierte ich ein College für Modedesign und fing an, mich für die Aufnahmeprüfung vorzubereiten.

Ein Jahr später war ich bereits Studentin. Ich beendete das erste Semester, aber leider war ich aufgrund widriger Umstände gezwungen, nach Bulgarien zurückkehren. Vor kurzem habe ich meine studentischen Rechte erneut erworben und werde kommenden September wieder nach Frankreich fahren.

Ich wünsche dir viel Glück diesmal! Lass uns über deine Kunst reden. Beschäftigst du dich nur mit Portraits?

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Nein, nicht nur damit. Aber es gefällt mir am meisten. Ansonsten beschäftige ich mich auch noch mit Modedesign.

Ich habe mitbekommen, dass du auch eine Fashionreview hattest…

Ja. Nachdem ich aus Frankreich zurückkam, begann ich mit der Erschaffung meiner ersten Kollektion „English Rain“, die ich am 25. März im Club „Alkohol“ gezeigt habe.

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Wer sind deine Idole? Woher bekommst du deine Inspiration? Wen bewunderst du?

Von den Malern – einige der Expressionisten wie Edvard Munch und Egon Schiele. Fast alle Impressionisten – Eugene Carriere, Edgar Degas, Berthe Morisot, Edouard Manet, Gustave Caillebotte, Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet, Mary Cassatt. Auch ein Teil der Modernisten wie Henri de Toulouse-Lautrec und Picasso – Blaue und Rosa Periode.

Und von den Designern?

John Galliano am meisten. Auch Christian Lacroix, Jean-Charles de Castelbajac, Vivienne Westwood, Charles Anastase.

Welche Ambitionen hast du? Wovon träumst du?

Als erstes träume ich davon, mein Modedesignstudium zu beenden. Weil ich momentan meine Sachen ohne Schnittmuster nähe, so wie ich gerade Lust habe. Ich hoffe, dass, nachdem ich gelernt habe, wie ich die Schnittmuster benutze, ich es schaffen werde, etwas zu machen… eine komplette Modekollektion.

Ich wünsche es dir!Ich möchte Sachen für mich machen, weil ich sehr gerne Kleider kaufe, aber kein Geld habe, alles zu kaufen, was mir gefällt.

Wo kann man deine Arbeiten sehen?
Ich habe eine Website – ixnay.info

Du hast Flyer für Partys gemacht. Für welche?

Time For Tea im Club „Alkohol“, Lock & Stock im Club „Twins“ und Elegantly Wasted Time, das am 15. April im Club “Thin Red Line” statt findet.

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Kannst du von deiner Kunst leben?

Nein. Für Taschengeld reicht es (lacht). Hauptsächlich von den Verkäufen der T-Shirts, die ich mache.

Was mir am meisten gefallen hat, von dem, was ich auf der Site gesehen habe, sind die Puppen, die du machst. Wie kamst du auf die Idee, Puppen zu machen?

Ich habe mir eine Puppe als Rucksack-Anhänger gemacht. Es gefiel mir und ich begann Puppen als Geburtstagsgeschenke zu machen. Ich war zu faul, Geschenke auszusuchen, so machte ich Puppen und verschenkte sie. De facto sind all diese Puppen verschenkt.

Biografie:

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Yana Panova ist 23 Jahre alt und kommt aus Sofia. Sie absolvierte das Erste Private Englischsprachige Gymnasium, danach ein Tourismusstudium an der Sofioter Universität. Sie lebte ein Jahr in Frankreich, wo sie Modedesign studierte. Sie beschäftigt sich mit Malerei, Web- und Modedesign. Am 25. März zeigte sie ihre erste Kollektion im Club „Alkohol“.

Kategorien: Frontpage · Visual Arts

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