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Artist of the Week — James Lee

22 März, 2010 von · Keine Kommentare

Ein Interview von Mariana Velichkova mit dem Modefotografen James Lee

Übersetzung aus dem Englischen: Kornelia Weinert

In der Welt der Mode mit dem Fotografen James Lee

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Warum hast du dich dazu entschieden, Modefotograf zu werden?

Ich war gelangweilt davon, immer nur Bilder von meinen Freunden und meiner Familie zu machen. Ich wollte mit Models arbeiten und Bilder machen, die aussehen, als ob sie aus einem Modemagazin stammen – hauptsächlich wollte ich kreativer sein. Ich nehme an, dass das der normale Verlauf ist- erst genießt man es, ungestellte Bilder von Menschen zu machen und dann kommen richtige Portraits.

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Was fasziniert dich an der weiblichen Schönheit am meisten?

Die Formen, Posen und Blicke, die eine Frau hervorbringen kann. Ich liebe das Geheimnis und die Schönheit, die sie mit diesen Elementen erzeugen kann.

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Was sind die unsichtbaren Dimensionen der Schönheit?

Selbstvertrauen und Kreativität.

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Die Welt der Mode und Models ist für dich…?

Vogue und Lily Cole.

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Was ist die größte Schwierigkeit beim Fotografieren von Models?

Mit Models zu arbeitet, die Angst davor haben, sich selbst zu äußern/darzustellen.

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Nimmst du bei manchen Bildern auch Ideen von den Models an?

Vor einem Shooting werden alle Ideen von mir und dem Rest des kreativen Teams gesammelt. Es sind wirklich nur die Topmodels, die eine zusätzliche Idee oder ein Detail zu einem Thema beisteuern und im Allgemeinen erhält man dann auch etwas Großartiges. Die besten Models, geben einem Thema immer einen frischen Schub.

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Auf welche Art und Weise holst du das Beste aus den Models, mit denen du arbeitest, raus?

Musik, verrücktes Tanzen, dem Model immer ein tolles Bild zeigen, das ich gerade gemacht habe und Kommunikation. Wenn ein Shooting den ganzen Tag dauert, dann ist es unbedingt notwendig, die Energie aufrechtzuerhalten.

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Wie würdest du die heutige Mode beschreiben?

Als sich ständig ändernd.

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Wer bist du außerhalb der Modewelt?

Ein Finanzmakler in London, der Vater einer wunderschönen Tochter und ein rundum lustiger Mensch.

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Wie lange dauert es, bis man seinen eigenen Stil als Modefotograf erschaffen hat?

Je mehr Bilder man macht und je mehr man experimentiert, desto schneller entdeckt man seinen eigenen Stil beim Fotografieren.

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Ändert sich dein Stil mit der Mode?

Der Stil des Fotografierens ändert sich mehr mit der Technik als mit der Mode.

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Dein Rat an all diejenigen, die Modefotograf werden wollen:

Man muss sich immer sicher sein, vorankommen zu wollen und immer weiter fotografieren. Am Anfang ist es harte Arbeit und dir begegnet viel Ablehnung. Aber sobald du anfängst besser zu werden, lockst du Visagisten und Hairstylisten an, dann bessere Models, dann Stylisten, dann Models von Agenturen und das geht immer so weiter. Nur ein guter technischer Fotograf zu sein ist wertlos – das was du fotografierst muss schön, interessant und auffällig sein.

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Du hast oben schon dein Team erwähnt, würdest du uns mehr über die Leute erzählen, mit denen du arbeitest?

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in den letzten zwölf Monaten einige so unglaublich talentierte Künstler und Models getroffen habe. Ich habe großartige neue Freundschaften gewonnen und ich verdanke ihnen alles. Ohne sie wäre mein Leben bei Weitem nicht so aufregend.

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Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich den Stylists Adrian Pini Studios, Rivkie, Ana Popescu; den Models Kayt Webster Brown, Emma Jensen, Agata Mazur, Samantha Wilkinson, Carmia Spies, Pippa Holland, Natasha Pia, Lucy Harris, Sasha Larner, Sarah Aldersley & Katherine Fay sowie den Visagisten und Hairstylisten Ana Popescu, Amy Barker, NAtalie Guest und Monica Rossi danken.

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Vielen Dank für das Interview und die wundervollen Fotografien!

Biografie:

James Lee wurde am 21. März 1979 in Watford, außerhalb Londons, geboren.
Er arbeitet in London als Finanzmakler und das bereits seit sieben Jahren. Seine erste digitale Spiegelreflexkamera, eine Canon 400D, kaufte er sich Ende 2007. Er hat sie sich damals gekauft, da sein erstes Kind im Dezember 2007 zur Welt kommen sollte und er schönere Bilder machen wollte als mit einer Kompaktkamera. Er machte Bilder von seiner Tochter und nutzte dazu zunächst nur natürliches Licht, bevor er später auch den Blitz der Kamera hinzuzog.

Er fotografierte zwei Hochzeiten und Freunde bei der Arbeit und stellte dabei fest, dass sich die Menschen gerne von ihm fotografiert ließen. Daraufhin kaufte er sich im Oktober 2008 ein Studioset für Zuhause und fotografierte sein aller erstes Modefoto in seinem Wohnzimmer.

Irgendwann war er frustriert von der räumlichen Einschränkung, die das Fotografieren in seinem Wohnzimmer mit sich brachte und suchte nach passenderen Orten. Seit Juni 2009 fotografiert er in einem Studio und seine Liebe für Mode und Schönheit wächst seitdem.

Als er anfing, war er alleine mit einem Model. Dann, als seine Bilder besser wurden, fing er an sich ein Kreativ-Team aufzubauen und nach langer, harter Arbeit, ist sein Team – bestehend aus Stylisten, Visagisten und Hairstylisten – nun komplett.

Zu seinen Erfolgen zählen: die Veröffentlichung seiner ersten Bilder in einem amerikanischen Online-Magazin, ein Titelbild sowie ein Bild, das von einer Boutique für Werbezwecke verwendet wurde und das von einem englischen Modemagazin veröffentlicht wurde. Es ist ein großartiger Werdegang, den er in dem ersten Jahr seiner Tätigkeit als Modefotograf vorzeigen kann.

Er arbeitet mit einer Canon 1Ds Mark III, einer Canon 5D Mark I und den Objektiven: Canon 28-70mm 2.8L und Canon 70-200mm 2.8L.

Kategorien: Frontpage · Lifestyle

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