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Artist of the Week — Jan Kaláb

19 März, 2012 von · Keine Kommentare

Interview von Elena Kapitanova mit dem tschechischen Maler Jan Kaláb

Übersetzung: Jasmina Tacheva

Wie fühlt es sich an, an so vielen verschiedenen Orten, wo Sie arbeiten und die Sie dann verlassen, einen Abdruck hinterzulassen?

Ich mag dieses Gefühl, einen Ort zu verlassen und zu wissen, dass ein kleiner Teil von mir dort bleiben wird. Denn sobald ich zurückkomme, kann ich sehen, ob meinen Abdruck sich bewährt hat.

Glauben Sie, dass die Menschen Graffiti anerkennen oder denken Sie, dass sie sich von ihnen manchmal beleidigt fühlen?

Es hängt ab von der Stelle, wo die Menschen die Graffiti sehen und natürlich, wie die Graffiti aussehen. Den meisten Menschen gefallen die Bilder, aber die Worte verstehen sie nicht. Nur die Autoren selbst schätzen ihre Kennsätze.

Wo ist Ihnen die Idee für die angemalten Pflastersteine und Gehwege eingefallen?

In Prag.

Was ist die Geschichte hinter den Namen Ihrer abstrakten Werke? Haben sie eine tiefere Bedeutung oder haben Sie die Werke ohne allen Anlass so genannt, nur weil sie Ihnen gefallen, wie Sie sich über eines Ihrer Werke, “Abstraktion in Shanghai”, ausgedrückt haben?

In letzter Zeit versuche ich meinen Werken Namen mit der Bedeutung, die in ihnen erfasst ist, zu geben. Aber manchmal ist es schwer, das richtige Wort zu finden. Also kann der Name nur eine nette Phrase sein, ohne irgendwelche tiefere Bedeutung.

Gibt es ein bestimmtes Projekt, das für Sie am wichtigsten ist?

Nein, ich habe keine Vorzüge.

Gibt es einen bestimmten Ort, an dem Sie eines Tages gerne arbeiten würden?

Ich möchte Tokio sehen.

Was steckt hinter den Namen “Point” und “Cakes”?

Jan Kalab und eine Menge Arbeit.

An vielen Orten gibt es Probleme mit der Rechtmäßigkeit von Graffiti. Was denken Sie, die Lösung für diese Probleme ist, und was ist Ihre generelle Meinung zum Malen an Orten, die Teil der Stadtlandschaft sind?

Es gibt keine Lösung. Wenn jemand am fremden Eigentum malt, ist das immer ein Verbrechen. Illegale Malerei ist ein Bestandteil des Graffitimalens und ist gerade das, was es so frei macht.

Sie sind zwar vollkommen zufrieden mit dem, was Sie in Ihrem Leben tun. Ist das eine Art von “einem wahrgewordenen Traum” für Sie und wollen Sie damit weitermachen, oder wollen Sie auch weiterhin neue Dinge ausprobieren und sich immer weiterentwickeln?

Ich bin ein glücklicher Mensch. Ich möchte so weitermachen. Natürlich möchte ich in dem, was ich tue, weiterzuentwickeln. Neue Ideen zu haben, neue Materialien zu verwenden, sich neue Projekte auszudenken und so weiter. Falls man in dem, was man macht, nicht ständig wächst, verliert man es.

Kategorien: Frontpage · Graffiti · Visual Arts

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