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Artist of the Week — Kalin Ivanov

21 September, 2010 von · Keine Kommentare

Interview von Kosara Belnikolova mit dem Cellist Kalin Ivanov
Übersetzung ins Deutsch: Rossitza Yotkovska

Kalin Ivanov: „Es ist nicht leicht, ein Profi-Cellist auf dem höchsten Niveau mit aktiver Karriere als Darsteller und Lehrer zu sein.“

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Kalin Ivanov ist ein Cellist, ein bekundeter Solist, Konzertdarsteller, Kammermusiker und Tonaufnahmekünstler. Die Presse vergleicht ihn mit Prominenten wie Rostropovich, Yo Yo Ma, Piatigorsky und Jacqueline du Pré, er bekommt schnell eine Anerkennung als Künstler, dessen „dramatische Spannung und ausdruckvoller Ton“ (“The STRAD”, New York) „seinem tiefen, emotionalen und poetischen Darstellungsstil“ (Moscow North) entgegengestellt wird. Der einmalige Kritiker von „New York Times” Harris Goldsmith sagt
folgendes: „… Ivanov stellt sich als Musiker mit einem feinen Darstellungston, voller Sinnlichkeit, vor” (“New York Concert Review”) . Das WELTPANORAMA (Bulgarien) schrieb über ihn: „Kalin Ivanov ist eine echte Erscheinung, ein Teil von der Palette der begabtesten Musikanten”, und die Zeitschrift „Musical Opinion“ (Großbritannien) bestätigte noch einmal, dass er “einer der berühmtesten Cellisten seiner Generation“ ist. Ein Sieger im Wettbewerb C.W. für Solist des Orchesters des Postkammerfestivals, hat Kalin Ivanov in den Hauptbühnenzentren in Bulgarien, Griechenland, Österreich, Frankreich, Tschechien, England, Russland, Karibischen Inseln und USA gespielt.

Der Auftritt von Herrn Ivanov als Solist umfasst gemeinsame Darstellungen mit den besten bulgarischen Orchestern, einschließlich der Sofioter Philharmonie, Sinfonietta “Sofia“, der Philharmonie Stadt Plovdiv, mit der Philharmonie Stadt Varna sowie mit der Prager Sinfonietta, mit dem Moskauer Kammerorchester „Cantus Firmus“, mit dem Symphonieorchester Stadt Brooklyn, mit dem Orchester Manhattan Virtuosi und Ensemble du Monde. Er ist auch Gründermitglied von The Forte String Quartett und New York Empire Trio. Zurzeit unterrichtet Herr Kalin Ivanov bei der Fakultät der Brooklyn College (CUNY) und bei der Universität „Adelphi”. Er nimmt dennoch an Radio- und TV-Sendungen teil. Er führt Masterklassen in Violoncello und Kammermusik und ist ein Jurymitglied bei internationalen Konzerten in Europa und USA. Er nimmt für die Tonaufnahmegesellschaft MSR Classics und die bulgarische Musikgesellschaft Gega New Label auf, und wird zurzeit von „Bulgarischen Virtuosen” – www.BulgarianVirtuosi.com vorgestellt . Für mehr Information: www.KalinIvanov.com

Wie hast du am Anfang deiner Karriere begonnen, sich mit gegenwärtiger Musik zu beschäftigen?

Am Anfang meiner Karriere arbeitete ich wenig an gegenwärtigen Projekten, aber jetzt mag ich, mit Komponisten zu arbeiten, die schöne Melodien in ihren musikalischen Werken schaffen. In den letzten zehn Jahren habe ich eng mit der bulgarischen Komponistin Roumi Petrova und dem amerikanischen Komponisten Rick Sowash gearbeitet. Beide haben mir eigene Werke gewidmet. Rick hat mir ein Konzert für Violoncello und Orchester, und Roumi – zwei Sonaten, Konzert für Violoncello und Orchester sowie auch ein paar Solowerke oder Werke für Violoncello mit Pianoakkompagnement – gewidmet.


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Du hast mit berühmten Cellisten wie David Soyer, Nathaniel Rosen, Steven Doane und vielen anderen gearbeitet. Wer hat den größten Einfluss auf dich?

Sie alle haben einen außerordentlichen Einfluss auf mein Werk, aber von diesen drei, die du aufgezählt hast, habe ich mit Nathaniel Rosen viel länger als mit den anderen gearbeitet. Ich muss auch sagen, dass ich als Student sehr ernst mit zwei großen Cellisten gearbeitet habe – mit Anatoly Krastev (Sofia, Bulgarien) und Marion Feldmann (New York, USA). Auch die beiden sind wirklich große Darsteller, Lehrer und Menschen mit großen warmen Herzen und mannigfaltigen musikalischen Einfällen.

Du hast Musik für einen Film von Ang Lee aufgenommen, du hast mehrere Konzerte weltweit gegeben, in berühmten Radio- und TV-Sendungen gespielt, du hast auch mit den Gewinnern im Wettbewerb „Tschaikowsky“ gespielt. Was würdest du als deine bedeutendste persönliche Leistung bestimmen?

Es ist nicht leicht, ein Profi-Cellist auf dem höchsten Niveau mit aktiver Karriere als Darsteller und Lehrer zu sein. Das ist alles, was ich sein möchte, und ich komme ganz gut mit der Verfolgung meines Traums zurecht.

Würdest du mir mehr über “The Forte String Quartet”, dessen Gründer du bist, erzählen?

“The Forte String Quartet” ist meine älteste musikalische Gruppe (gegründet noch 1990). Ich spiele auch regelmäßig mit New York Empire Trio, ich beteilige mich an Rezital- und Kammerprogramme für Cello und Piano, ich spiele auch als Solist mit Orchester. Als Gründermitglied von “The Forte String Quartet” ich freue mich mitzuteilen, dass wir dieses Jahr unseren 20. Jahrestag mit Konzerten in Europa und USA feiern. Es ist für mich ein großes Vergnügen, in einem Saitenquartett zu spielen.

Wo arbeitest du lieber – in Bulgarien oder in Ausland? Was sind die Unterschiede?

Ich bin ein internationaler Darsteller und ich habe keine Vorzüge. Ich bin glücklich in jedem Land, das mich zum Spielen oder Unterrichten einlädt. Die einzige Differenz zwischen Bulgarien und Ausland ist in die Zahlungsart. Sonst das Publikum, die Kritiker, die Medien – sie nehmen meine Konzerte immer warm und mit Zustimmung auf.

Wie fühlst du dich unter den Studenten, beim Unterrichten?

Ich unterrichte ganz gern, unabhängig vom Niveau. Meine Meisterklassen werden von wirklich begabten Studenten besucht. Sie sind unsere künftige Musikanten und früher oder später werden sie die Bühne einnehmen. Ich versuche ihnen damit zu helfen, womit ich kann und ihnen die ganze Erfahrung, die ich habe, zu übermitteln.

Was hast du im Namen deiner Kunst geopfert?

Die ganze Zeit, die ich habe, ist der Musik gewidmet. Ich habe keine Zeit, Zeitungen und Bücher zu lesen oder fernzusehen. Ich versuche ein bisschen Zeit zur Erholung zwischen den Konzerten und Tourneen zu stehlen. Wie du vielleicht weißt, ich bin auch der Kunstdirektor von „Bulgarischen Virtuosen“. Ich arbeite auch für die Unterstützung nicht nur meiner Karriere, sondern auch von anderen Künstlern. Ich möchte, dass der Tag nicht 24, sondern 48 Stunden hat.

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Wovon träumst du?

Mein Traum war, nach New York zu fahren und ein professioneller Konzertcellist zu werden, ein Künstler mit internationalem Konzertruf zu sein. Jetzt ist mein Traum, sich weiter in diesem Gebiet zu entwickeln und ich verlasse mich nur auf gute Gesundheit, damit ich meine Musiktätigkeit so lange wie möglich fortsetzen kann.

Was ist der beste Rat, den du den jungen Künstlern geben würdest?

Verfolgt eure Träume mit aller Kraft und verzichtet NIE darauf! Wenn eure Träume kräftig sind, werdet ihr auch den Weg zur Verwirklichung eurer Wünsche finden. Eines Tages gehen sie in Erfüllung.

Welcher Musikant fasziniert dich am meisten?

Ich bin von allen großen Musikanten-Cellisten wie Rostropovich, Yo Yo Ma, Anatoly Krastev, Nathaniel Rosen, meinen Lehrern und vielen anderen begeistert.

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Womit beschäftigt du dich gerne außerhalb der Musik?

Ich schwimme gern, ich fahre gern Rad, ich mag das Bergwandern. Ich mag es auch mit meinem 15-monatigen Sohn zu spielen.

Was sind deine Pläne bis zum Ende des Jahres?

Ich habe einige Einladungen für Konzerte, Festivals und Meisterklassen in Europa und USA bekommen. Die ganzen Informationen sind auf meiner Webseite veröffentlicht.

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Kategorien: Art Café · Frontpage · Szene

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