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Artist of the Week — Martin Holze

23 Februar, 2011 von · 1 Kommentar

Interview von Natalia Nikolaeva mit Martin Holze

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Ist Fotograf dein Traumjob ?

Ich mag an meinem Beruf die Vielseitigkeit, die verschiedenen Bereiche der Fotografie (Landschaft, Reportage, Stilleben ), in denen ich tätig bin.

Mein Traumjob wäre Musiker im Bereich der klassischen Musik. Die Musik hat für mich die größte Ausdrucksmöglichkeit.

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Kuba

Warum hast du dich für den Beruf des Fotografen entschieden?

Mir gefällt die Mischung aus Kunst, Handwerk, Technik und Psychologie in meinem Beruf.

Am meisten Spass habe ich an meinen freien Arbeiten. Leider sind interessante herausfordernde Aufträge sehr selten.

Erinnerst du dich an das erste Foto, das du gemacht hast?

Ja das war ein Bild einer Blüte. Ich habe einen 20 x 30 Abzug in Schwarz Weiß davon gemacht.
Ich habe das Bild sogar noch. ( sehr unscharf )

In der ersten Zeit habe ich fast nur Landschaften und Naturdetails fotografiert.
Ich halte die Landschaftsfotografie für die beste Schule, um fotografieren zu lernen.

Leider wird dieses Genre der Fotografie häufig unterschätzt.

Bretagne

Bretagne

Bretagne

Bretagne

Bretagne

Bretagne

Wovon träumst du?

Vielleicht von ein klein wenig mehr beruflichem Erfolg. Ich bin ein sehr stiller, zurückhaltender Mensch. Das ist in diesem Beruf, gerade in Bezug auf die eigene Vermarktung, nicht so förderlich.

Ansonsten träume ich von schönen Fotoreisen nach Island, Grönland oder nach Indien.
Ein Wunsch wären auch anregende Bekanntschaften zu anderen Fotografen. Ich denke an gemeinsame Fotoprojekte.

Was ist dein Lieblingswort ?

stilles leuchten, stilles Leben, mare, einfachheit – das waren jetzt ein paar mehr.

Vergessene Plätze

Vergessene Plätze

Vergessene Plätze

Vergessene Plätze

Vergessene Plätze

Vergessene Plätze

Wie ist dein Interesse an industriellen Gebäuden entstanden?

Ich mag die Stimmung in diesen alten Gebäuden und Anlagen. Es ist schon ein spezielles Gebiet der Fotografie. Es gibt dort sehr schöne Farben, unglaublich viele Details.

Die Formen sind ganz anders als in der Natur. Die Bilder sind durch Linien, Kreise und Kurven aufgebaut. Das oft Marode, der Verfall, die Vergänglichkeit reizen mich.

Wie würdest du deinen eigenen Stil definieren?

Ich bin immer noch auf der Suche danach. Meine Bilder sind wohl eher klassisch, konservativ, ruhig, für viele Betrachter vielleicht etwas langweilig.

Es gibt viele klassische Konzerte, wo ich mir sage das wäre schön diese Stimmung in einem oder einer Reihe von Bildern ausdrücken, zu können.

Ein Bild ist ein Spiegel der Seele des Charakters. Ich kämpfe oft mit mir. Die Welt macht mich oft sprachlos.

Berliner Friedhöfe

Berlin Friedhöfe

Berlin Friedhöfe

Berlin Friedhöfe

Berlin Friedhöfe

Berlin Friedhöfe

Ist Kunst ein fester Bestandteil deines Alltagslebens?

Ja! Ich liebe die Einzigartigkeit, die Ästhetik das Besondere. Kunst macht Spaß.
Kunst versetzt mich für Momente in eine andere Welt.

Soviel ich weiß sammelst du Kunst. Würdest du etwas mehr über diese Leidenschaft erzählen?

Da ich gern schön wohne, habe ich angefangen Kunst zu kaufen. In den letzen zwanzig Jahren ist so eine kleine Sammlung entstanden.

Grafik, Malerei, Glas, Keramik, Porzellan. Ich mag schöne Dinge um mich haben.

Ich habe keine eigenen Bilder in meiner Wohnung. Besonders liebe ich meine sehr umfangreiche Musiksammlung.

Irland

Irland

Kuba

Irland

Irland

Irland

Irland

Irland

Welche Geheimnisse über das Leben beinhaltet die Fotografie?

In meinen Bilder ist es vielleicht der kleine besondere Ausschnitt aus Realität, den ich zeige.
Gern würde ich mehr zeigen. Leider ist es mir noch nicht gelungen, meine Empfindungen in Bilder umzusetzen.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Natalia Nikolaeva bedanken. Es ist mir eine Ehre einige Werke hier in diesem sehr modernen, stillvollem, geschmackvoll aufgemachten Magazin präsentieren zu dürfen.

Schön, dass es sie und ihr Magazin gibt.

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Martin Holze
1965 in Malchin ( Mecklenburg ) geboren
1972 – 82 Schule in Teterow
1979 erste fotografische Arbeiten
1982 – 84 Lehre als Werkzeugmacher
1983 erste Personalausstellung
1988 – 90 Fotograf beim Nordkurier
1989 – 90 Berufsausbildung als Fotograf
seit 1994 selbständiger Fotograf
2008 Aufnahme in den Bundesverband Bildender Künstler
tätig für verschiedene Banken und Hotels
Ausstattung zahlreicher Hotel und Kliniken mit freien Arbeiten
Personalausstellungen in Berlin, Schwerin, Rostock,
Neubrandenburg, Dessau

Entdeckungen im Naturtheater der Bretagne

Der Teterower Lichtbildner entdeckt vor allem jene weitestgehend „ geheime “Bretagne, jene sagenumwobene Landschaft abseits der Touristenpfade.

Dafür braucht es aber einen Kunstsinnfür das Einmalige und ein sensibles Auge für das Besondere.
Erst daraus ergibt sich ein so starkes Seherlebnis wie hier.

In der Galerie spürt der Betrachter fast körperlich sein Faible fürs klassische Schwarz-Weiß, seinen Spaß am Ausschreiten der technischen Möglichkeiten seiner modernen Kameratechnik.
Und dennoch bleibt Martin Holze zuallererst ein Meister im Stillen Beobachten und im traumsicheren
Auswählen der Bildausschnitte.

Auszug aus einer Rezension zu einer Ausstellung im Schloss Wiligrad
von Dr. Jürgen Tremper

Kategorien: Frontpage · Modern Times · Visual Arts

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1 Kommentar bis jetzt ↓

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