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Artist of the Week — Nedyalko Petkov

15 Juni, 2009 von · Keine Kommentare

Ein Interview von Natalia Nikolaeva mit Nedyalko Petkov
Übersetzung: Lyubka Gincheva

Nedyalko Petkov

Ich habe die Bilder von Nedyalko Petkov zufällig entdeckt, und war sehr beeindruckt von ihrer Vitalität, Ausdruckskraft und (innere) Dynamik. Das Interessante ist, dass er von Beruf ein Musiker ist und die Fotografie eine seiner Liebglingsbeschäftigungen ist sowie gleichzeitig einen Weg zum Selbstausdruck.

Geboren in einer Musiker-Familie, spielt er von klein auf Klavier. Später tauscht er das Instrument gegen Klarinette und bereut es nicht, weil er das als spannender empfindet. Er absolviert die Musikschule in Plovdiv und später auch die Musik-Akademie dort. Im Moment studiert er Klarinette als Master in Mozarteum in Salburg. Die Fotografie ist für Nedyalko eines von vielen Hobbies.

Nedyalko

Womit würdest du die Fotografie vergleichen?

Nun, ehrlich gesagt,mit gar nichts! Ich habe sie noch nie verglichen. Gerade denke ich über diese Frage nach – ich kann sie leider mit nichts vergleichen.




Was empfindest du in dem Moment, in dem du ein Foto erstellst?

Während ich mit einem Fotoapparat fotografiere, der 6-7 Bilder pro Sekunde und mehr erstellt, emfpinde ich nichts. Früher als ich mit einem alten „Zenit“ fotografiert habe, hatte ich ein sehr interessantes Empfinden. Ein Empfinden von Ungeduld, Erwarten, Schauer, weil ich nie eine Ahnung hatte, was dabei rausgekommen wird.

Jetzt fotografiere ich sehr viel und ich merke mir alles, speicher es ab und irgendwann habe ich ein Bild im Kopf (Ich habe eine sehr reiche Fantasie. Leider kann man das bei meinen Bildern nicht erkennen. Vielleicht wenn ich spiele, bringe ich das mehr zum Ausdruck), ich setze mich an Photoshop und lege los!!

Könnte man sagen, dass du lieber Porträts fotografierst und warum?

Es sieht so aus. Ich mag es Menschen fotografieren und fühle mich sicherer dabei. Das hat sich so ergeben, weil ich ein 50m-Objektiv besitze (jeder hat so eines) – und das ist wahrscheinlich mein Lieblingsobjektiv und die Ergebnisse machen mir Spass (finde ich toll.)

Maria s fotoaparat

Dougan

Wenn ich durch’s Visier schaue, wünsche ich mir, dass davor immer ein Mensch steht.

Fast ständig fotografiere ich meine Freundin. Sie ist fast auf allen meinen Fotos. So hat es angefangen und später wollten alle meine Freunde von mir fotografiert werden. Es macht Spass!

Wann fühlst du dich zufrieden gestellt?

Als ich am Ende des Tages weiss, dass ich viel Arbeit erledigt habe.


Welche Bedeutung hat die Frau auf deinen Bilder?

Eine grosse! Es gibt vielleicht etwas wie ein physikalisches Gesetz oder so ähnlich – „ein Frau-Fotoapparat“. Oder es ist einfach viel leichter. Einen Mann zu fotografieren, fällt mir ziemlicht schwer.

Maria

Geischa

Kryst


Was ist deine Definition von Schönheit?

Die Schönheit ist etwas sehr Grosses und eine Verwirrtes in meinem Kopf, worüber ich keine Definition geben kann.

Retro

Gibt es etwas Gemeinsames zwischen der Fotografie und der Musik?

Beides ist Kunst. Die Fotografie bringt mich zum Entspannen und erfüllt mich. Sie gibt mir Ideen oder Energie, die ich später beim Spielen verbrauchen kann.

Wenn ich dich jetzt bitten würde, dein Weltempfinden in einem Bild auszudrücken, wie würde das aussehen?

Wie wäre es mit einem Musikstück? Oh, niemals, ich könnte das weder mit einem Bild, noch mit einem Lied ausdrücken. Ich kann nicht! (Ha-ha, das ist eine coole Frage. So viele Bilder und Musik schießen jetzt duch meinen Kopf)

Was gibt dir die Musik? Und was die Fotografie?

Die Musik – alles: Brot, Essen, Emotion, Adrenalin und Million andere Dinge, die ich überhaupt nicht beschreiben kann. Und die Fotografie .. das habe ich glaube ich weiter oben schon beantwortet – Bilder. Während ich spiele oder schlafe, bin ich ständig woanders und will alle diese Orte fotografieren, aber ich kann nicht. Ich will lernen wie!

Wie schaffst du es in Harmonie mit der selbst zu sein?

Ich achte nicht auf viele Dinge, es ist mir egal!

Würdest du zu etwas „Yes, we can“ sagen?

Ich sage zu Allem „Yes, we can“. Ich bin ein Optimist!

Was hat dich die Berührung mit einer Fremdkultur gelehrt?

Ich lerne noch – nicht durchschnittlich zu sein.

Wovon träumst du?

Gestern habe ich dieses Foto gesehen und gleich habe ich davon geträumt wie ich dieses Schiff fahre. Ich träume immer noch davon!

Kategorien: Frontpage · Szene · Visual Arts

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