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Artist of the Week – Prof. Kapt. Ernst Folz

23 Mai, 2011 von · Keine Kommentare

Interview von Dessislava Berndt mit dem Vorsitzenden des Beirates Europäische Musikbörse Prof. Kapt. Ernst Folz

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Wer oder was ist die Europäische Musikbörse?

Die Europäische Musikbörse ist ein Internetangebot des Deutschen Musikrates für Musiker in allen europäischen Ländern, die Kontakte mit Gleichgesinnten suchen, sich mit diesen austauschen und mit ihnen musizieren wollen.

Im Deutschen Musikrat wurde vor Jahren der Begriff der „Musikpolitik“ eingeführt; die Musikbörse unterstützt europaweit dieses Anliegen.

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Wie ist die Idee dazu entstanden?

Bei intensiven Gespräche zwischen dem Deutschen und dem Polnischen Musikrat anlässlich des „Warschauer Herbstes“ 2005 wurde die Idee der „Deutsch-Polnischen Musikbörse“ geboren und ein Jahr später vom Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, eingeweiht. Sie sollte damals insbesondere die musikalischen Verbindungen zwischen den deutschen Landesmusikräten und den 16 polnischen Woiwodschaften verstärken und so zusätzliche Möglichkeiten für die Begegnung von Musizierenden in den Regionen der beiden Länder schaffen.

Nach einer erfolgreichen Anlaufphase wurde die Börse 2008 auf weitere Nachbarländer und 2010 auf alle europäischen Staaten ausgedehnt.

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Begegnungskonzert 2010, Foto: Barbara Frommann

Welche Ziele verfolgt die Musikbörse?

Die erste Aufgabe der Börse ist es, den Musikschaffenden „vor Ort“ Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, zum Kennenlernen, zum Gedankenaustausch und zielführend zur Begegnung und zum gemeinsamen Musizieren zu erschließen.

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Begegnungskonzert 2010, Foto: Barbara Frommann

2010 fand zum ersten Mal ein Begegnungskonzert von Musikern der Europäischen Musikbörse statt. Für 2011 ist nun eine zweites in Planung. Können Sie uns bitte dazu etwas mehr sagen?

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Begegnungskonzert 2010, Foto: Barbara Frommann

Am 18. Juni 2011, zum „Tag der Musik“, wird die Zentralveranstaltung des Deutschen Musikrates in Hamburg stattfinden. Bei dieser Gelegenheit soll das Interesse der Teilnehmer und Besucher auf Möglichkeiten, die die Musikbörse ihnen bietet, hingewiesen werden.

Zu diesem Anlass wurde mit Unterstützung des Goethe Instituts eine Popgruppe aus Weißrussland eingeladen, die in einem Konzert von der Börse vorgestellt wird und auf diesem Wege musikalisch auch für die Börse werben soll. Ganz bewusst wurden Musiker aus Weißrussland eingeladen, sind doch gerade zu Weißrussland die kulturellen Verbindungen noch entwicklungsfähig.

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Die Band Krambambulya aus Weißrussland

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Die Band Baby Benzin aus Deutschland

Welche Kooperationen mit Partnern, Sponsoren u. ä. sind für die Musikbörse von Bedeutung?

Förderer der Musikbörse sind der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturstiftung der Länder und das Goethe-Institut. Kooperationspartner ist darüber hinaus der Europäische Musikrat.

Natürlich sind uns auch Sponsoren sehr willkommen. Wir hätten dann z. B. die Möglichkeit mit deren Hilfe Begegnungskonzerte in verschiedenen europäischen Ländern zu initiieren und zu unterstützen. Dabei denken wir ganz besonders an Begegnungen in ländlichen Regionen, die sich abseits vom Kulturgeschehen fühlen, wo Musizierende erreicht werden können, die fast nie Möglichkeit haben mit ausländischen Musikern zusammenzutreffen, um mit diesen gemeinsam zu musizieren.

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Gefördert wird das Projekt vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Können Sie uns etwas mehr über die Organisation und Mitarbeiter der Musikbörse sagen?

Die Börse ist ein Projekt der gemeinnützigen Projekt GmbH des Deutschen Musikrates. Wie bei allen Projekten des DMR steht der Börse ein Beirat vor, der für die inhaltliche Konzeption und zusammen mit dem Projektleiter für die Aktivitäten verantwortlich ist. Innerhalb der DMR Projekt GmbH ist sie dem Bereich Information und Dokumentation zugeordnet.

Das Projekt Europäische Musikbörse ist in der Öffentlichkeitsarbeit der Projektgesellschaft verankert.

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Wie sehen Sie die Zukunftspläne der Europäischen Musikbörse?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen gehen wir davon aus, dass die Musikbörse in spätestens 5 Jahren in allen europäischen Ländern bei den Adressaten bekannt ist, die Kontakte ins Ausland suchen, und wir hoffen, dass durch die Börse viele Verbindungen entstehen, die ohne sie nicht angestoßen worden wären.

Wie würden Sie die Musikbörse in fünf Wörtern beschreiben und warum sollte man sich dort anmelden?

Innovativ, grenzüberschreitend, völkerverbindend, begegnungsfördernd, zukunftsorientiert

Es ist die einfachste und schnellste Möglichkeit auf sich, seine Arbeit und seine Wünsche aufmerksam zu machen.

Prof. Folz, vielen Dank für das Interview und viel Errfolg!

www.music-connects.eu/

Kategorien: Frontpage · Graffiti · Szene

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