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Artist of the Week — Silvia Baldeva

28 Juni, 2010 von · Keine Kommentare

Interview von Nina Pandeva mit der Malerin Silvia Baldeva
Übersetzung aus dem Bulgarischem: Rossytza Yotkovska

Silvia Baldeva: “Es spielt keine Rolle, ob die Kunst realistisch oder abstrakt ist, es sollte einen Widerhall geben.”

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Die Palette der Talente und Tätigkeiten der Malerin Silvia Baldeva ist mannigfaltig: Bilder, Zeichnungen, Illustrationen, Stilisierungen, Dekoration.
Sie macht ihre erste selbstständige Ausstellung im März 2010 in der Galerie „Encre nous“ in Paris. Ihre Aquarelle und Zeichnungen wurden im Mai im Showroom „Sofa shop“ präsentiert.

Silvia Baldeva ist am 08.07.1967 in St. Plovdiv geboren, seit 22 Jahren lebt sie und arbeitet sie in Paris. Sie ist die Tochter des berühmten Malers Alexander Baldev und ist in einem künstlerischen Milieu und in der Welt der Malerei aufgewachsen.

Sie schließt zuerst „Plastische Kunst“ an der Universität Paris ab, dann „Grafikdesign“, was sie 6 Jahre praktiziert. Später setzt sie ihre Ausbildung parallel an der Sorbonne und an einer Schule für Modedesign fort. Sie hat als Stilistin an Agence de tendances und als Dekorateurin von mehreren Ereignissen mit der Société “Raynier Marchetti” gearbeitet.

Als Illustratorin wendet sie unterschiedliche Techniken an und arbeitet mit verschiedenen Werbeagenturen und Kunden, darunter der Nationalpark Chevreuse, musikalische und sportliche Ausgaben, für die Titelseiten von „Canson“ für Amerika und Kanada. Sie hat an mehreren Ausstellungen und Biennalen teilgenommen:

  • In den Jahren 1991 und 1992 «Herbstsalon» in der Nähe von Paris
  • Im Jahre 2007 selbstständige Ausstellung in der Kirche «La Madeleine» in Paris
  • Im Jahre 2008 an der Internationalen Ausstellung, veranstaltet von der Stadt Plovdiv

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Wo findest Du Inspiration?

In dem, was ich sehe und empfinde – ich übermittle Impressionen, meine Arbeit ist intuitiv.

Du verwendest unterschiedliche Techniken. Warum und wann?

Ich mag den Wechsel, die Mannigfaltigkeit, ich experimentiere gern. Die Ölbilder habe ich zum Beispiel vor kurzem begonnen. Das ist eine Technik, die die Aquarelle nachahmt, ich habe kein Recht auf Fehler, die Geste wird lange erarbeitet. Zur selben Zeit tankt jede Arbeit die andere.

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Deine Bilder stellen die Frau dar. Warum?

Ich kann nicht genau sagen. Meine Werke sind nicht thematisch. Es muss ein Mensch sein, die Figur sollte ein Gefühl, Geistigkeit ausstrahlen. So erscheint sie auch auf dem Gemälde, in einer weiblichen Gestalt oder Körper. Nicht zufällig wurde die Ausstellung „Seelen in Körpern“ genannt.

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Welche sind Deine Referenzen in der Kunst?

Es sind viele. Vor allem sollte mich die Kunst irgendwie bewegt haben. Es könnte nur ein Bild sein, die mich beeindruckt hat. Es spielt keine Rolle, ob die Kunst realistisch oder abstrakt ist, es sollte einen Widerhall geben. Wenn ich aber einen Namen angeben muss: Picasso – für mich ist er ein Genie. Was das Design und die Dekoration betrifft, ich mag die Reinform, die ästhetische Seite, die gut balancierte Harmonie.

Da Du das Thema angesprochen hast, Du beschäftigst Dich auch mit Design und Dekoration. Was bringt Dir das?

Das Design und die Dekoration sind konzeptuell, im Unterschied zu den Bildern, die ein intimerer und emotionalerer Prozess sind. Ich mag die Änderung, ich will nicht in die Monotonie tauchen.

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Welche Tätigkeiten von allen gefallen Dir am besten?

Alle. Ich brauche alle, sie sind für mein emotionales Gleichgewicht notwendig.

Was machst Du gerne in Paris?

Alles, was mit der Kunst verbunden ist: Ausstellungen, Kino, Theater, Konzerte, Literatur.

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Fehlt Dir Bulgarien und warum?

Natürlich! Ich vermisse die Familie, die Freunde, die Stadt. Zurzeit finde ich die Menschen in Paris verschlossen und verfremdet und ich vermisse immer mehr die Wärme des Bulgaren. Es war für mich eine Freude, dass es meinen Freundinnen aus Bulgarien gelang, zu meiner Ausstellung zu kommen.

Welche Wünsche, Träume und Pläne hast Du für die Zukunft?

Ich erwarte und nehme allerlei Vorschläge an! Vor kurzem habe ich sogar ein Porträt im Digitaldesign für einen Privatkunden gemacht, und es erwies sich ein positives Experiment. Ich hoffe, dass ich auch in der Zukunft malen und ausstellen werde.

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Bemerkung der Übersetzerin:

Zur Zeit beginnt Silvia Baldeva eine Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Benoît Chavaneau zur Illustrierung einer modernen märchenhaften Erzählung für Kinder im Alter von 9-10 Jahren, die in 3 oder 4 Bände vorbereitet wird. Sie bereitet auch eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit einer karitativen Kinderorganisation vor. Die Werke von Silvia Baldeva können Sie auf www.sylviabaldeva.com sehen.

Kategorien: Art Café · Frontpage · Visual Arts

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