Zu Favoriten hinzufügen
Public Republic random header image

Autoren-Archiv

Die Konstituierung der Künstlergestalt zwischen Fiktion und Realität in Rilkes Monographie „Auguste Rodin“- III

6 September, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva
Rodins Bild in der Monographie
Fortzetzung

Das Buch über Auguste Rodin kann man nur mit einigen Vorbemerkungen als Monographie bezeichnen. Als Gattung setzt die Monographie eine wissenschaftliche Herangehensweise an den bearbeiteten Stoff voraus. Was die Gattungsbezeichnung problematisch macht, ist der große Anteil der Fiktion in der Darstellung von Rodins Biographie.
Diese Fiktion macht die Zuordnung dieses Werk [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Die Konstituierung der Künstlergestalt zwischen Fiktion und Realität in Rilkes Monographie „Auguste Rodin“ – II

28 August, 2009 von marendreva · 2 Kommentare

Maria Endreva
Fortsetzung

Obwohl Rilkes Talent nicht aus den Reihen dieses Adelsgeschlechts abzuleiten ist, was er in der weiter oben zitierten Stelle auch betont, gibt ihm diese Herkunft trotzdem eine Verfeinerung der Sinne, indem es ihm dann möglich ist, als erster in diesem Geschlecht zu schreiben zu beginnen.
Diese Einstellung soll typisch für die Jahrhundertwende gewesen sein [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Die Konstituierung der Künstlergestalt zwischen Fiktion und Realität in Rilkes Monographie „Auguste Rodin“- I

26 August, 2009 von marendreva · 1 Kommentar

Maria Endreva

Rilke
Am Anfang dieses Vortrags möchte ich eine Vorbemerkung machen. Rilkes 1902 erschienene Monographie Auguste Rodin stellt den ersten Versuch dar, den französischen Bildhauer dem deutschen Publikum vorzustellen. Dabei muss man sagen, dass sich bei dieser Vorstellung Rodins zwei Linien im Werk bemerkbar machen.

Kategorien: Art Café · Frontpage

Rilkes Kunstding im Vergleich zur Dingtheorie Martin Heideggers Teil VI

19 August, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva, Universität Sofia

Foto: stephmcg
Bewegung
Die Dinge weilen im Raum, ohne von einer Bewegung erfasst zu werden. „Alle Bewegung legt sich, wird Kontur, und aus vergangener und künftiger Zeit schließt sich ein Dauerndes: der Raum, die große Beruhigung der zu nichts gedrängten Dinge.“ Man muss dem Ding gestatten, einem mit seiner Schönheit zu begegnen. Die [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Rilkes Kunstding im Vergleich zur Dingtheorie Martin Heideggers Teil V

12 August, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva, Universität Sofia

Foto: Lin Pernille ♥ Photography
Die Dingwerdung
Rilkes Verhältnis zu den Dingen zeigt sich am deutlichsten in den Briefen der ersten Pariser Zeit. Sie entstammen der Periode seiner engsten Nähe zu Rodin. Der Ausgangspunkt lautet: Die Dinge sind nicht ein Etwas, das in einer gleichgültigen Vorhandenheit einfach da ist. Das Ding setzt schon voraus, [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Rilkes Kunstding im Vergleich zur Dingtheorie Martin Heideggers Teil IV

26 Juli, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva, Universität Sofia

Foto: guldfisken
Das 13. Sonett
Rilke spürte mit seiner dichterischen Intuition die Wahrheit, die sich den einzelnen Dingen anmessen soll. In seinen Sonetten an Orpheus und in den Duineser Elegien setzt er den Dingen ein unvergleichliches dichterisches Denkmal, wo er eine Art Philosophie mittels der Dichtung zum Ausdruck bringt. Ein kleines Beispiel aus den [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Rilkes Kunstding im Vergleich zur Dingtheorie Martin Heideggers Teil III

24 Juli, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva, Universität Sofia

Foto: Zevotron
Lauter Oberflächen zu formen aber wird von Rilke als Handwerk bezeichnet. Das Handwerkliche gründet somit in einer tieferen Sphäre des Verständnisses der Bedingungen für das Schaffen eines Kunstwerkes, sprich für Veranlassung einer Dingwerdung.
Bedenken Sie, wie der arbeiten mußte, der aller Oberfläche mächtig werden wollte; da doch kein Ding dem [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Das europäische Bild Bulgariens aus der Sicht der Bulgaren und der Europäer. Beispiele für kulturelle Kontroversen.

7 Juli, 2009 von marendreva · 1 Kommentar

Maria Endreva

Foto: donald judge
In der bulgarischen Kulturgeschichte spricht man im Allgemeinen von drei Wellen der Europäisierung Bulgariens. Die erste Welle beginnt im Jahr 865 mit der Übernahme des Christentums als Staatsreligion und stellt die Integration Bulgariens in das christliche Wertesystem Europas dar. Ende des 9. Jahrhunderts werden die Weichen für die Entwicklung einer selbstständigen bulgarischen [...]

Kategorien: Frontpage · Modern Times · Um die Welt

Erzählen aus der Perspektive einer Fliege. Rückkehr zum Räumlichen in Georgi Gospodinovs „Naturroman“ Teil III

5 Juli, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva

Foto: rolands.lakis
„Das Auge der Fliege ist echte Offenbarung. Es ist gut entwickelt und umfasst fast den ganzen Kopf. Das Auge besteht eigentlich aus Tausend kleine Äuglein, Facetten, von denen jedes sechseckig und leicht gewölbt ist. Jedes Äuglein nimmt nur einen Punkt aus dem Bild wahr und das ganze Bild wird im Gehirn summiert. So [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Erzählen aus der Perspektive einer Fliege. Rückkehr zum Räumlichen in Georgi Gospodinovs „Naturroman“ Teil II

4 Juli, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva

Foto: wili_hybrid
Als erstes ist das Klo zu eng für zwei Menschen. Das ist der Raum für einen einzigen Menschen schlechthin. Das letzte Versteck vor der Zivilisation ist das Klo. Die Abwesenheit dieses Topos in der wissenschaftlichen Literatur ist der direkte Beweis dafür.
Das häusliche Paradies ist in diesem Raum gesehen. Diese Utopie der Ruhe [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage

Erzählen aus der Perspektive einer Fliege. Rückkehr zum Räumlichen in Georgi Gospodinovs „Naturroman“

30 Juni, 2009 von marendreva · Keine Kommentare

Maria Endreva

Foto: Tony Blay
Das Debüt des jungen bulgarischen Schriftstellers Georgi Gospodinov ist ein Werk mit dem Titel „Naturroman“, das 1999 erschien. Die räumlichen Konstrukte in diesem Roman widersprechen der üblichen symbolischen Einteilung des Raumes, die in der bulgarischen Literatur seit der bulgarischen Wiedergeburt tiefe Wurzeln geschlagen hat.
Bei der traditionellen Erfassung des Raumes kann man [...]

Kategorien: Art Café · Frontpage