Mirela Ivanova
Foto: v a i r o j
Sie ist nicht wie die Arbeit, die kein Hase ist und wegläuft.
Im Gebüsch versteckt sie sich, doch das Gebüsch ist spärlich.
In ihr Fell hüllt sie sich ein, morgens mit Kragen, Hut und Muff.
Mit roten Äuglein blinzelt sie und lauscht, doch ohne richtig hinzuhören:
a) sie erkennt das Bellen der [...]
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Mirela Ivanova
Foto: ansik
Es gibt so ein Gedicht,
unerklärlich und ewig
ist es da,
geschrieben in der Luft,
im Feuer,
im Sand
oder auf einem Blatt aus einem Heft.
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Mirela Ivanova
Foto: Vincent Boiteau
Großes Gedränge –
schon um sechs Herzrasen und Aufgaben für den Tag
und Kreuzchen, mit denen du sie abhakst
und Kreuzchen, die dich abhaken
und Schmerzen im Kreuz und im Rücken
ferne Pläne und zuckende Nerven
Nostalgien Visionen Formen von Einsamkeit
und unvollendete Sätze jagen vorbei
treten sich auf den Schwanz und beißen hinein
voll Erbitterung
Großes Gedränge –
großer alltäglicher Alltag immer [...]
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Mirela Ivanova
Foto: v a i r o j
Wie wir arbeiten, wie wir uns abrackern,
wie wir über Wanja, Tanja reden
über Wiedergeburten, Kinder und das Ausland,
wie wir die elektronische Post lesen,
wie wir über die Zeichen stolpern, wie es hell wird
und dunkel, wird der Rucksack zu schwer.
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Mirela Ivanova
Foto: Bug-a-Lug (”,)
für Gregor Laschen
Geladen an die himmlische,
aber auch an die irdische Tafel,
wirst du immer mehr
Gewicht haben wie ein Stein dazwischen.
Der Geist wird dich verlassen
und sich legen zum
göttlichen Gastmahl der Worte,
und der Körper wird hierbleiben,
übersättigt, unsicher und schutzlos.
Du wirst Gewicht haben wie ein Stein zwischen
Schatten der Liebe und grünen Eulen,
Nachbarn, umherziehenden Nomaden,
Büchern, Kindern, Ruinen
von [...]
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Mirela Ivanova
Foto: rolands.lakis
zwischen Donnerstag und Freitag
zwischen der Wahrsagerin und der Wahrhaberin
zwischen der Perfiden und der Perfekten
zwischen der Müdigkeit und der Müdigkeit im Hotelzimmer
zwischen der Hoffnung und der Utopie
zwischen dem Spiel und dem Weg
zwischen einer tiefen Verbeugung und na dann tschüss
war mir sehr angenehm
zwischen der Lücke und der Leere
zwischen dem Fest und dem Markt
zwischen Heldenmut und Übermut
zwischen einem kleinen und einem großen Kognak
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Mirela Ivanova
Foto: Fr Antunes
Sowie ich Luft schnappe im Wirbel –
Träume, Himmel, Meere, Lachen und Lippen,
das durstige Klingeln des Telefons am Morgen,
die Stimme, die Frage, schläfst du noch, es ist spät,
die geschälten Äpfel, das Weinen und die Rituale,
die abgeschickten Postkarten, die gewaschenen Bettlaken,
das Gespenst der Schuld, das Stöhnen und die Skandale,
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Mirela Ivanova
Foto: Siemar
Damals drang ich direkt in die Freiheit ein
und bis heute, später dann in Berlin
bin ich stets zur rechten Zeit
an Orten, die neonlichte Einsamkeit
mit dem Grau der Angst vereinen.
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