
Mirela Ivanova wurde am 11. Mai 1962 in Sofia geboren. Sie besuchte das deutsche Gymnasium in Sofia und studierte anschließend bulgarische Philologie an der Universität in Plovdiv. Mirela Ivanova ist eine der Gründerinnen von und aktive Teilnehmerin an dem Poesiekabarett „Freitag, der 13.“. Sie war Autorin und Moderatorin der Fernsehesendungen „Freitag, der 13.“ und „Insel für Seelige“ im bulgarischen Nationalfernsehen.
Jahrelang arbeitet sie als Literaturkolumnistin für die Zeitungen „Standard“ und „Kapital“. Sie schrieb das Drehbuch zum Dokumentarfilm über den bulgarischen Literaturklassiker Ivan Vazov „Und meine Lieder werden immer wieder gelesen“. Drehebuch und Regie des Films „Eine Stadt aus Woerter“, der ueber das Projekt „Eine deutsche Reise nach Plovdiv” erzaehlt. Mirela Ivanova schreibt Gedichte, Erzählungen, Literaturkritik und Publizistik und übersetzt aus dem Deutschen. Sie ist die Verfasserin von poetischen Antologien „Die Wanderung der Steine. Zeitgenössische deutsche Dichter“, „Ich verleihe der Sehnsucht ihre Form. 33 Dichterinnen aus Bulgarien, Serbien und Mazedonien“, eines Bandes mit Werken der Dichterin Mara Belčeva „Ein Leben“ sowie einer Gedichtsammlung für Kleine und Große von Ivan Vazov „Ich bin ein kleiner Bulgare“. Herausgeberin der zweisprachigen Anthologie „Balkanische Alphabeten: Bulgarien“ bei Wunderhorn Verlag, Heidelberg, 2007.
Mirela Ivanova ist Autorin der Gedichtbände „Steinerne Flügel“,1985; „Geflüster“, 1989; „Einsames Spiel“,1990; „Gedächnis für Einzelheiten“, 1992; „Auseinandernehmen der Spielsachen“,1995; „Eklektiken“, 2002, „Langsam. 11 Gedichte und 11 Erzaehlungen“, „Janet-45“, Plovdiv, 2009. Der Band „Gedächnis für Einzelheiten“ erhielt den Preis des Verbandes der bulgarischen Schriftsteller für das beste Poesiebuch für 1992 und „Eklektiken – den Preis für das beste Buch für 2002 der Vereinigung der bulgarischen Schriftsteller. Mirela Ivanova ist Trägerin des Poesiepreises der Tageszeitung „Trud“ für 1999 und des Nationalpreises für bulgarische Literatur „Christo G.Danov“ für 2003.
Mirela Ivanova hat zwei Gedichtsbaende in deutscher Sprache: „Einsames Spiel“ – „Wunderhorn“, Heidelberg, 2000 (Gedichte – Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort – Norbert Randow) und „Versoenung mit der Kaelte“, „Wunderhorn$, Heidelberg, 2004, Gedichte und poetologisches Nachwort, übersetzt von Gabi Timann.
2002 erhielt die Autorin in München den jährlichen Hermann-Lenz-Preis für moderne Poesie aus Ost- und Südosteuropa des Medienmagnaten, Dr. Hubert Burda. 2007-2008 ist Mirela Ivanova Stipendiatin im Internationalen Kuenstlerhaus „Villa Concordia“ in Bamberg
Die Poesie von Mirela Ivanova ist ins Englische, Deutsche, Spanische, Tschechische, Ungarische, Türkische, Serbische und Iranische übersetzt. Ihre Gedichte wurden in Anthologien der bulgarischen Poesie im In- und Ausland aufgenommen sowie auf den Seiten einiger der größten europäischen Zeitungen – Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung, Huriet, Gaseta Vibroca – veröffentlicht. Mirela Ivanova hatte Autorenlesungen in Berlin, Stuttgart, Hamburg, Heidelberg, London, Oxford, Brüssel, Salzburg, Wien, Lana und Budapest. Sie war an einer Reihe bedeutender Literaturforen – „Europa schreibt“, „Poesie der Nachbarn“, „Poesie der Stadt“ – beteiligt.
Mirela Ivanova hat eine Tochter, lebt in ihrer Heimatstadt Sofia und arbeitet als Leiterin des Ivan-Vazov-Museum. Sie moderiert eine eigene Rubrik im Radiosender „Deutsche Welle“.
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