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Natalia Nikolaeva

Natalia Nikolaeva

Natalia Nikolaeva ist am 28.01.1971 in Schumen, Bulgarien, geboren.

Sie absolviert das russische Gymnasium „Sava Dobroplodni“ in ihrer Heimatstadt, danach bulgarische und, als Nebenfach, deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften an der Universität Sofia. Eine zweite Hochschulausbildung macht sie in Wirtschaftswissenschaften an der Universität für National- und Weltwirtschaft in Sofia im Fach „Internationales Management“.

Noch während der Studienzeit arbeitet sie als Journalistin beim ersten privaten Radiosender in Bulgarien — „Radio „Express“ — für die kritisch-investigativen Sendung „Minuten der Unzufriedenheit“. Zwischen 1998 und 2000 schreibt sie für die Zeitschrift „MIT“ (heute: „Manager“) Artikel und Reportagen mit den Schwerpunkten Business, Gesellschaft und Ausland. Sie gibt gleichzeitig Bulgarisch- und Literaturunterricht für Studienbewerber.

Ihre wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung setzt Natalia ab März 2000 an der Universität Hamburg im Rahmen eines sechsmonatigen Kopernikus-Stipendiums fort. In dieser Zeit macht sie ein Praktikum in Public Relations bei Hafen Hamburg Marketing e.V.

Bald ist sie von der Elbmetropole verzaubert und entscheidet, in Hamburg zu bleiben und an der hiesigen Universität zu diplomieren.

Aber auch in der Ferne bleibt Natalia eng mit Bulgarien verbunden. In allem, was sie unternimmt, ist stets ein Gedanke an Bulgarien präsent sowie der Wunsch, ihr Heimatland in Deutschland zu popularisieren.

„Noch ist Bulgarien für die westlichen Gesellschaft recht unbekannt und braucht wahrscheinlich mehr denn je unsere gemeinsame Bemühungen, ein dauerhaft positives Image zu verbreitern. Ich habe keinen Augenblick vergessen, dass ich eine Bulgarin bin, und dass ich, wie alle Bulgaren im Ausland, auch eine Verantwortung gegenüber meiner Heimat trage“.

In Hamburg bleibt Natalia ihren Interessen weiter treu und widmet einen Großteil ihrer Zeit der Kunst, der Literatur und dem Unterricht. Sie übersetzt aus dem Deutschen, unterrichtet Bulgarisch für Ausländer und organisiert gern Auftritte bulgarischer Musiker und Künstler in Hamburg – sowohl von Newcomern als auch von bekannten Namen. Die Konzerte und Veranstaltungen versammeln die bulgarische Gemeinde, aber auch viele deutsche und internationale Gäste.

Dieses Kulturinteresse und der Wunsch, eine enge Beziehung mit Bulgarien aufrecht zu erhalten und zu vertiefen, haben auch zum Start des Online-Magazins Public-Republic.com geführt. Dieses Projekt integriert den modernen Ansatz des sog. „Bürger-Journalismus“, der gewollten und aktiven Öffnung eines Mediums für die Meinung und die Teilnahme des Publikums bei Findung der Themen und Erstellung der Inhalte.

„Public Republic hat sich zum Ziel gesetzt, ein (virtueller) Ort für offenen und unmittelbaren Dialog der Bulgaren von überall auf der Welt zu sein; ein Ort für Austausch von Artikeln, Meinungen und Kommentaren zu einer bunten Vielfalt von Themen rund um den „schöngeistigen Kern“ der Seite; ein Ort, der Zeitgenössisches und Bleibendes, bewegende Kunst und unterhaltendes „Augenzwinkern“, bekannte Namen und erste Erfahrungen, Autoren und Publikum vereint“.

Public Republic hat schnell bedeutende Popularität erlangt, eine treue und wachsende Leserschaft sowie ein ansehnliches Autoren-Team gewonnen. Um der Popularisierung Bulgariens, speziell in der deutschsprachigen Welt, zu helfen, wird seit kurzem an einer deutschsprachigen Version des bulgarischen Magazins gearbeitet (www.public-republic.de). Im Aufbau befindet sich ebenso das deutschsprachige Informationsportal für Tourismus in Bulgarien, Reiselandbulgarien.de.

„Die EU-Mitgliedschaft Bulgariens hat sich sehr positiv auf die Bekanntheit unseres Landes in Deutschland und den anderen europäischen Staaten ausgewirkt. Das Interesse an Bulgarien steigt – sowohl in den Medien als auch unter den Menschen; sowohl als Urlaubsdestination als auch als wirtschaftlicher Standort und als Land mit interessanter, bereichernder und niveauvoller europäischer Kultur. Mit unseren Projekten wollen wir diese unterschiedlichen Seiten Bulgariens präsentieren. Und nicht nur „präsentieren“ — wir planen ein weiteres Projekt, Public Republic Art Studio, das den aktiven Austausch der bulgarischen und deutschen Kulturszenen fördern und die Integration der europäischen Kulturen ein Stückchen mehr vorantreiben wird“.

Auf die Frage nach ihren „Karriereplänen“ zitiert Natalia Merilin Monroe: „Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen“.

„Mit anderen Worten: Die Zukunft ist für mich in erster Linie damit verbunden, etwas Sinn- und Wertvolles zu unternehmen, etwas, was mich erfüllen und begeistern kann. Die Karriere ist hier nur eine Hülle – es mag sein, eine angenehme, aber letztendlich nur eine Hülle.

Ich glaube, man muss sich Sachen widmen, die man mag, und Menschen, die man liebt. Ich glaube an die Notwendigkeit, dass die Menschen mit und zu einander sprechen, ich glaube an die Unterschiede und daran, dass sich Unterschiede begegnen können, ich glaube an die Kunst und daran, dass sie eine solche Begegnung ermöglichen kann.

Und dafür setze ich meine Energie ein.

Alles andere ist Zukunft“.

(Aus Publikation des Journalisten Plamen Georgiev)

Natalia Nikolaeva ist Vizepräsidentin der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft e.V. Hamburg.

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