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Bansko Jazz 2009 – Michaela Rabitsch & Robert Pawlik

5 Januar, 2010 von · 2 Kommentare

Ein Interview von Dessislava Bernd mit Michaela Rabitsch & Robert Pawlik

Jazz Festival Bansko

Das XII. Internationale Jazzfestival in Bansko endete am 13.08.2009. Wie auch in 2008 und den Jahren zuvor haben hochkarätige Musiker die Bewohner und Gäste von Bansko mit ihrer Musik erfreut.

Wir möchten Ihnen in unserer Reihe „Bansko Jazz“ einige dieser Musiker vorstellen. Heute lesen Sie über Michaela Rabitsch & Robert Pawlik, die bei „Bansko Jazz“ 2009 auftraten.

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Foto: Christian Schreibmüller

Michaela, wie könnt Ihr Eure Musik beschreiben?

Wir machen Smooth Jazz mit eingängigen Melodien, starken Harmonien, groovigen Rhythmen und abwechslungsreichen Improvisationen in einem ausgewogenen vokal-instrumentalen Mix und sprechen mit unserer Musik selbst Leute an, die bisher keinen Jazz mochten. Wir komponieren beide für die Band, oft in Interaktion.

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Foto: Christian Schreibmüller

Wie kam es zur Einladung zum Bansko Jazz 2009?

Ich habe dem Veranstalter unsere letzte CD „Michaela Rabitsch & Robert Pawlik Quartet – moods“ mit Kompositionen ausschließlich von Robert und mir – geschickt – und sie hat ihm offensichtlich gefallen, so dass er uns eingeladen hat.

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Foto: Christian Schreibmüller

Wie ist Eure Beziehung zu Bulgarien? Wie gefällt Euch das Land?

Sehr persönlich, muss ich sagen. Wir waren bereits zwei Mal privat in Bulgarien, da wir sehr liebe Freunde in Varna haben. Wir waren aber nicht nur am Strand, sondern sind auch im Land herumgefahren und haben vieles besichtigt. Das Land gefällt uns sehr, und wir kommen immer wieder gerne zurück. Vor Bansko haben wir auch schon beim Jazzfestival in Haskovo gespielt. Wir waren also schon vier Mal in Bulgarien und freuen uns schon auf das nächste Mal!


Michaela Rabitsch Quartet – Sibiu Jazz Festival 2007

Die Band war nach dem Jazzfestival in Bansko beim Jazzfestival in Nis, Serbien. Wie war es dort?

Großartig! Wir haben in einer Arena vor 5000 begeisterten Zuschauen gespielt. Ein Jazzfestival in Pop-Dimensionen!

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Foto: Christian Schreibmüller

Habt Ihr Freude, mit anderen musikalischen “Gesinnungsgenossen” auf die Bühne zu gehen oder bleibt Ihr lieber unter Euch?

Wenn man, so wie wir, seine eigenen Stücke spielt, geht natürlich nichts über die eigene Band, aber um zu “jammen”, ist es natürlich immer spannend, mit neuen Musikern zu spielen.

Wie sehen Eure Pläne bis Ende 2009 aus? Wird es besondere Termine 2010 geben?

Bis Ende 2009 waren und stehen einige Konzerte in Österreich auf dem Plan. Für 2010 haben wir ein richtiges Highlight anzukündigen! Wir sind beim Cape Town Jazz Festival in Südafrika eingeladen. Das ist nicht nur Afrikas größtes Musikfestival, sondern eines der führenden Jazzfestivals weltweit, und wir sind die erste Österreichische Band, die dort eingeladen wurde. Für Ende 2010 ist ein weiteres Album geplant…

Was macht Ihr in der Freizeit?

Da wir auch noch zwei Kinder haben (Zwillinge, 10 Jahre), ist unsere Freizeit manchmal knapp bemessen. Aber wir fahren jedes Jahr mit der Familie auf Skiurlaub, und dieses Jahr geht es wieder einmal nach Zell am See. In den Sommerferien geht’s meistens nach Griechenland auf die Insel Lefkada, wo wir Freunde treffen und die schönsten Buchten kennen. Und wenn wir in Wien sind, fahren wir oft in unseren Garten außerhalb der Stadt, dort kann man in der “Alten Donau” baden oder einfach bei der Gartenarbeit entspannen.

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Foto: Christian Schreibmüller

Wo sind die nächsten Live-Auftritte?

Die allernächsten Konzerte sind alle in Österreich, aber gleich Anfang März spielen wir in Rumänien, in Bukarest im „Club Green Hours“. Unter www.michaelarabitsch.com/de/Live.html findet Ihr die genauen Konzertinfos, und außerdem schicke ich gerne allen Interessierten unseren Newsletter, einfach unter www.michaelarabitsch.com/newsletter.html anmelden!

Michaela, Du kannst auch sehr gut singen, was macht mehr Spaß – Trompete spielen, singen oder komponieren?

Für mich ist es die Kombination und die Abwechslung! Ich wähle je nach Stück und dessen Stimmung aus, ob ich es singe oder spiele – und meistens ist es ohnehin eine Kombination von beiden – das ist spannender für mich und auch für’s Publikum! Aber das Live-Spielen und das Komponieren sind irgendwie zwei völlig unterschiedliche Dinge. Live hat man die Interaktion mit dem Publikum und der Band; das Komponieren ist eher eine “einsame” Sache zuhause, für der man viel Ruhe braucht. Ich würde sagen, alles zu seiner Zeit.

Michaela
Foto: Zlatna Kostova

Was machen und wo verbringen Michaela und Robert Weihnachten und Silvester?

Weihnachten waren wir zuhause in Wien und haben mit unseren Kindern gefeiert. Da kommt dann auch traditionellerweise die “Wiener Oma” zu Besuch. Zu späterer Stunde gab es dann noch ein Treffen bei Freunden. Am 25. Dezember ging es dann nach Oberösterreich, wo wir bei meiner Mutter feierten.

Zu Silvester ließen wir dann mit unseren Kindern – die kleine Pyromanen sind – die Raketen steigen und feierten mit Freunden im privaten Kreis!

www.michaelarabitsch.com

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Foto: Christian Schreibmüller

Die Band und die CD „Moods“

Michaela Rabitsch, Sängerin, Komponistin und Österreichs einzige Top- Jazztrompeterin und ihr Partner – Komponist und Gitarrist Robert Pawlik haben ihre neueste CD „Moods“ herausgebracht. Dieses Album präsentiert zehn Songs, die die Leidenschaft, Energie und Emotionen ihres Lebens reflektieren.

„Moods“ ist ihr erster Tonträger mit ausschließlich eigenen Kompositionen und reflektiert das Herzstück ihrer gegenwärtigen Arbeit. Das Album wurde im eigenen Studio, das sie immer ihren Anforderungen entsprechend zu optimieren versuchen, aufgenommen und gemischt.

In der Vergangenheit legten beide einen Schwerpunkt auf das Standard Repertoire – Michaela mehr in Richtung Jazz Repertoire und Robert mehr auf Funk und Fusion.

Seit mehr als zehn Jahren teilen sie nun ihr privates und musikalisches Leben, spielen in ihren Jazzquartett und ihren akustischen Duo zusammen, schreiben für beide Gruppen und spielen gemeinsame Konzerttourneen.

Michaela und Robert haben als international tourende Künstler auf Festivals und in Jazzclubs gespielt, nicht nur in Ihrer Heimat Österreich, sondern auch in Deutschland, Schweiz, Tschechien, Kroatien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Israel, Italien, Serbien, Slowenien, Montenegro, Griechenland, Russland, Iran und China.

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Foto: Christian Schreibmüller

Michaela Rabitsch wurde in Oberösterreich geboren. Mit sieben Jahren nahm sie klassischen Violinunterricht: Mit 14 Jahren zog sie nach Wien um, um das Musikgymnasium zu besuchen und am Konservatorium der Stadt Wien Geige zu studieren. Später wechselte sie zur Trompete und schloss ein Studium für Jazz- und Popularmusik am Brucknerkonservatorium Linz (jetzt Anton Bruckner Privatuniversität Linz) ab, wo sie Unterricht bei Ingrid Jensen, Peter Tuscher und Klassik bei Fritz Handlbauer hatte.

Michaela spielt und spielte mit Bands wie: two of a kind, Hypersax, Bühnenmusik am Burgtheater Wien, Just for funk, Ladybirds, MBB, Blechvögel, Michaela Rabitsch Quartett feat. Lukas Zimmer, Robert Pawlik Quartet, Sophisticated Ladies, Theater des Kindes Linz, Damen der Gesellschaft, Con Moto, verschiedene Big Bands.

In den letzten Jahren legt sie einen Schwerpunkt auf ihre eigenen Kompositionen, die sie gemeinsam mit Robert Pawlik im Quartett oder Duo spielt.

“A modern day female Chet Baker” nannte sie Kyle O’ Brien in “Jazzscene”.

Robert Pawlik wurde in Wien geboren und nahm mit sieben Jahren Klavierunterricht. Mit 12 Jahren wechselte er zur Gitarre. Nach der Matura studierte er Jazzgitarre am Konservatorium der Stadt Wien und am American Institute of Music bei Peter Legat, Claus Spechtl, Les Wise, Wayne Brasel und Karl Ratzer.

Er gab Konzerte mit Bands aller Stilrichtungen wie two of a kind, Al Fats Edwards, Andy Lee Lang, Respect, The Blues Punch, The Giant Tones, Fatal, Funky Stew, JJCapone, The Original Brothers, Jazz Terminators, Patty Miller, Robert Pawlik Quartett, Five in Love with Betty, Broadway Big Band, Musical Time Out mit Marianne Mendt und Alfons Haider, Nacht der Amateure Show (Café Jenseits Combo), die Shows That’s Entertainment, und Viva Las Vegas mit Andy Lee Lang, Loui Austin, Three Girl Madhouse, The Jive Giants und Doretha Carter.

In den letzten Jahren legt er einen Schwerpunkt auf seine eigene Musik, die er gemeinsam mit Michaela Rabitsch im Quartett oder Duo spielt.

Er wurde von Don W. Seven, LMNOP Magazine als “Incredible fluid guitar playing” bezeichnet.


Michaela Rabitsch Quartet – Sibiu Jazz Festival 2007

Kategorien: Frontpage · Szene

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2 Kommentare bis jetzt ↓

  • dr. karl fritsche // 14 Jan, 2010 //

    wunderbare offenheit und weite. erstklassige grundausbildung mit internationalem weiteren aufbau zu wirklich guter musik mit charme , voller ideen und phantasie. viel glück weiterhin. die gemeinsamkeit gibt ungeheuerliche kraft! die zwillinge würden wir auch sehr gerne sehen; vielleicht klappt’s, ebenso wie ein persönliches treffen und / oder in eurem konzert.
    alles liebe christel & karl fritsche, bastiengasse 54, 1180 wien

  • dr. karl fritsche // 17 Jan, 2010 //

    sehr beeindruckend und ihre beiden persönlichkeiten überzeugend dargestellt! auch ihre äußerst aufwendige site. gratulation! wann habt ihr die nächsten konzerte in ö. und vor allem in wien?! kennt ihr diknu schneeberger,g, alexander fisher,tp, und edith lettner,as, ? über diese habe ich nämlich im jazzpodium schon ausführlich geschrieben. vielleicht könnten jetzt bald wieder österreicher drann sein; neben euch habe ich nämlich derzeit auch peter rosmanith, aans, und den deutschen trompeter daniel schecker, iridium, im auge. auf bald freuen sich christel&karl fritsche

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