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Burgas – Stadt mit europäischem Flair

19 November, 2009 von · Keine Kommentare

Autor: Lubomir Dobrev
Übersetzung aus dem Bulgarischen: Dessislava Berndt

burgas
Foto: bashlitch

Burgas ist die viertgrößte Stadt Bulgariens. In den letzten Jahren wurde Burgas zur wirtschaftlich zweitaktivsten Stadt nach Sofia. Im Hafen des Schwarzen Meeres malerisch gelegen ist die Stadt eine wichtige Kreuzung aller Wege und Kommunikationen zwischen dem nördlichen und südlichen Teil des Schwarzen Meeres und dem Landesinneren.

Die günstige geografische Lage wird von den außergewöhnlichen Naturgegebenheiten ergänzt. Die größten natürlichen Süßwasserseen in Bulgarien – der Burgas-See und der Mandrensko-See sowie der Atanasovsko-Salzwassersee – umgeben die Stadt vom Norden, Westen und Süden.

Der Atanasovsko-See ist ein Nationalreservat mit Weltbedeutung auf dem Gebiet der Vogelkunde; er nimmt den zweiten Platz in Europa nach der Zahl der geschützten Vogelarten ein. Zusammen mit dem Naturschutzgebiet „Poda“ bilden sie die sogenannten „Burgas Feuchtgebiete“, wo mittlerweile sehr gute Bedingungen für Ökotourismus geschaffen wurden.

Burgas
Foto: Milcho Kassarov

Wegen des Fischreichtums sind die Burgas-Seen ein Treffpunkt der Zugvögel auf dem sogenannten „Pontiusweg“ von den tropischen Zonen Afrikas zu Zentral- und Osteuropa, was eine große Bedeutung für die Entwicklung von Vogelkundetourismus in diesem Gebiet hat.

Atanasovsko see, Burgas
Foto: pr.slavi

Nordöstlich, zwischen dem Atanasovsko-See und dem Meer, befinden sich die Burgas Salzfelder, einige der größten in Bulgarien, wo noch das alte Salz-Handwerk erhalten ist.

In der Nähe von Burgas befinden sich die Burgas-Mineralquellen, die seit der Antike mit ihrer Heilkraft bekannt sind. Ein Zeugnis für deren jahrhundertealte Nutzung sind die Reste der antiken Stadt Aqua Kalide und das Thraker-Heiligtum „Die drei Nymphen“, Beschützerinnen der Quellen. Heute befindet sich an der selben Stelle ein großes Wellnes-Zentrum, in dem die einzigartige Kombination des heilenden Mineralwassers mit dem Untergrundschlamm des salzigen Sees verwendet wird.

Zwei prähistorische Hügelsiedlungen und Funde aus dem Hafenuntergrund zeigen, dass das Volk der Thraker ein organisiertes Leben bereits im V-IV Jh. v. Ch. geführt hat. Im Museum finden sich sehr wertvolle Funde, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

18 km in Südwestrichtung wurden Reste der großen antiken Stadt Deultum (Debelt) – die einzige römische Kolonie für Kriegsveteranen der Balkanhalbinsel – gefunden. Sie ist für nationales archäologisches Schutzgebiet erklärt worden. Die dort gefundenen antiken Schriften geben Auskunft über die Entstehung des Namens Burgas, verbunden mit dem Bau von sogenannten „Burgi“ (Festungen) im III. Jh., die den Weg zum Deultum sicherten.

Das reiche archäologische und historische Erbe und Naturerbe des ganzen Burgas-Gebiets ist in den Ausstellungen der vier Stadtmuseen zu sehen: im Archäologischen, Ethnografischen, Historischen und Naturkundemuseum. Sie zeigen sehr seltene und wertvolle Sammlungen, verbunden mit der Geschichte des Meeres und der biologischen Vielfalt und sind Anziehungspunkt für Touristen. Von hier aus können diese auch die nächsten antiken Städten Sozopol, Nesebar, Debelt, Malko Tarnovo u.a. sowie die Naturschutzgebiete Ropotamo, Arkutino und den Park Strandja besuchen.

Burgas
Foto: Milcho Kassarov

264 Gebäude in Burgas stehen unter Denkmalschutz. Einige Kilometer im Meer befindet sich ein weiteres christliches Heiligtum – das Inselkloster „Sv. Anastasia“ – ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Das ist das besterhaltenste Kloster aus dem XI Jh. am Schwarzen Meer.

Burgas
Foto: Milcho Kassarov

Heute ist Burgas eine Stadt der Künstler. In über 30 Galerien werden bulgarische Künstler präsentiert. Das berühmte Theater, die Oper, staatliche und private Vereine für traditionelle und moderne Musik und Tänze bieten ein umfangreiches Programm an. Hier finden viele internationale Musikfeste wie „Emil Chakarov“, ein großes internationales Folklore-Festival, der Songwettbewerb „Burgas und das Meer“ und der Wettbewerb des Kinderliedes „Sladkopoina chuchuliga“ statt.

Burgas
Foto: Milcho Kassarov

Die Stadt hat zwei große und repräsentative Stadien und moderne Sportsäle, wo der internationale Wettbewerb für rhythmische Sportgymnastik „Julietta Schischmanova“ und Wettbewerbe für Sporttänze stattfinden. Im Hafen von Burgas gibt es die besten Segelschulen in Bulgarien und um die Insel „Sv. Anastasia“ werden internationale Wettbewerbe für Unterwasserportarten durchgeführt. Dieses ereignisreiche Programm schafft gute Bedingungen für die Entwicklung von Ganzjahrestourismus und kann mit Öko-, Wellness- und Badetourismus kombiniert werden.

the court
Foto:cholakovveselin

Die Stadt Burgas ist Partner bei vielen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Projekten sowie bei internationalen Bildungs- und Kulturprojekten und bietet günstige Investitionsmöglichkeiten an.

Sie ist die erste Stadt in Bulgarien, die in 2001 als „Stadt, die der EU-Integrationskriterien entspricht“ anerkannt wurde.

byrgas
Foto:ztephen

Kategorien: Frontpage · Um die Welt

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