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“Das Gespräch” mit dem tschechischen Pianisten Josef Bulva

15 März, 2012 von · Keine Kommentare

Sonnabend, 17. März, 18.00 Uhr, NDR Kultur

Josef Bulva
Foto: me5otron

Josef Bulva hat dreimal Klavierspielen gelernt: Als Zehnjähriger fing er an, übte täglich sechs bis acht Stunden lang und brachte es bereits mit 21 zum Staatssolisten der CSSR. 1971 stürzte er bei einer Bergtour 18 Meter tief, brach sich 54 Knochen und lag fast ein Jahr lang im Krankenhaus. Danach kamen der erste Neuanfang und kurz darauf die Emigration in den Westen.

Auch dort wurde Josef Bulva als hochvirtuoser Pianist gefeiert. Bis 1996, da war er 53 und stürzte auf einer eisglatten Straße so unglücklich in Glasscherben, dass er sich die linke Hand völlig zerstörte.

Klavierspielen? Nie wieder, lautete die Diagnose der Ärzte. Und so verkaufte Bulva seinen Flügel, ging nach Monaco und begann eine neue Laufbahn als Investmentbanker. Doch die Musik ließ ihn nicht los. Als er einen herausragenden Handchirurgen traf, riskierte er drei Operationen, verordnete sich ein strenges Übungsprogramm wie in seinen Kindertagen – und feierte tatsächlich nach 14 “verlorenen Jahren” 2010 sein Comeback. Anfangs sehr behutsam, einzelne Konzerte in kleinen Sälen, erst kurz vorher angekündigt – inzwischen ist seine zweite CD “danach” auf dem Markt.

Im Dialog mit Christiane Irrgang erzählt Josef Bulva nicht nur seine außergewöhnliche Lebensgeschichte, sondern reflektiert auch am Klavier über die Musik und seine Musikerrolle – zu hören in “Das Gespräch” am Sonnabend, 17. März, ab 18.00 Uhr auf NDR Kultur.

Kategorien: Art Café · Frontpage · Nachrichten

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