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Das Wasser

19 Mai, 2009 von · Keine Kommentare

Autor: Dragomira Nikoff
Übersetzung: Peter Ruis

Wechselhaft, beweglich, anmutig, notwendig und unersetzlich.
Es zieht uns an und wir brauchen es; es schafft Leben und reinigt. Es verwandelt, ändert, nährt.


Photo: snap

Das Element Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die es in drei verschiedenen Aggregatzuständen gibt. Ich möchte jedoch allgemein bekannte Informationen verlassen, um mich diesem Phänomen von seiner philosophischen Seite her zu nähern.

Das Wasser ist der Anfang und das Wesen alles Bestehenden. Augenscheinlich ist alles Lebensspendende feucht, alles Sterbende trocknen. Wasser ist Leben. Es ist eins jener kleinen Dinge auf dieser Welt, die unwiderlegbar Schönheit und Nützlichkeit in sich vereinen.

Einige Wissenschaftler behaupten, dass es eine Quelle gespeicherter Energie einer Vielzahl von äußeren Einflüssen wie Musik, Gedanken, ist. So wie es verunreinigt oder rein sein kann, so verschmutzt oder reinigt es.


Photo: lepiaf.geo

Wasser ist lebendige Materie, die sich verwandeln und beeinflussen kann. Es könnte in ihm das biologische Gedächtnis der Menschheit sein.

Russische Wissenschaftler meinen, dass sich die Wasser-Moleküle je nach dem Einfluss der unterschiedlichen Energiequellen verbinden. Das Wasser errichtet ein harmonisches Netzwerk von positiv oder negativ geladenen Atomen nach nahen Klängen wie symphonischer Musik, wie auch ein disharmonisches Netz negativer Musik, Gespräche, Gedanken. Nach seiner Essenz ist das Wasser eine sensible Materie, die wir nicht gut genug kennen und daher häufig falsch benutzen. Das macht es im Ganzen nicht mysteriös, sondern beweist nur einmal mehr die Behauptung, dass der Mensch mit seinem Denken nicht an die Grenzen stößt, die menschliches Erkennen in seiner Begrenztheit umschließen.


Photo: s-a-m

Die Größe seines Wesens ist unwiderlegbar.

Thales, der erste Philosoph in der Antike, der Klügste unter den sieben Weisen des antiken Griechenlands, bezeichnet als Anfang und Wesen alles Bestehenden: das Wasser. Es ist das Prinzip der Erzeugung, Aufbewahrung und der Existenz von jedem Ding, das alles verändert, aber seine Essenz erhält. Es ist so etwas wie eine Einheit von allen Erscheinungen in sich.


Photo: annia316

Aristoteles definiert lebendige Materie als eine Form der Existenz der vier Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erde. Durch sie nährt sie sich, wächst oder vermindert sich. In östlichen Philosophien (Taoismus) gibt es derart fünf Elemente: Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall.

Immer mehr spricht für das Phänomen strukturierten Wassers, das uns automatisch mit dem Konzept des Wasser-Gedächtnisses verbindet. Wasserstoffbrücken entstehen und vergehen, beinahe von Augenblick zu Augenblick, aber die sich verändernde Struktur hält immer noch Informationen in sich. Einer der Forscher, der das behauptet, ist Martin Chaplin, Professor an der London University.


Photo: big-ashb

Russische Wissenschaftler sprechen darüber, dass es ein Wasserkristall geben könnte, welches aus 912 Molekülen besteht, die den Fortbestand des Lebens sogar um Stunden verlängern. Es ist die Rede davon, dass die kristalline Struktur des Wassers viele seiner Eigenschaften erklärt wie zum Beispiel das Phänomen der “Löslichkeit”. Und so hat das Wasser zweifelsfrei entscheidende Bedeutung bei der Schaffung und Erhaltung von Leben auf unserem Planeten, in der Gestaltung von Klima- und Jahreszeiten, für das Leben jedes Organismus auf der Erde. Die Wahrheit ist, dass es in einem ursprünglichen Zusammenhang mit der Geschichte der Menschheit steht. Man kann sich ein Leben ohne Wasser nicht vorstellen.


Photo: doug88888

Das Wasser nimmt 71 Prozent der Erdoberfläche ein, womit eine unglaublichen Vielfalt erfasst wird wie Quellen, Bäche, Flüsse, Ströme, Seen, Meere, Ozeane, Gletscher. Wenn das Wasser sich in seiner Naturgewalt zeigt, ist seine Kraft zerstörerisch. Tsunami -Katastrophen von Seebeben und Monsterwellen, starke Wasserströmungen, Ergüsse und Stürme sind Warnungen vor ökologischen Problemen. Zweifelsfrei ist das Wasser sowohl aufbauend als auch zerstörerisch.

Wenn wir mit einem herrlichen Blick vor einem aufgewühlten oder ruhenden Meer stehen, finden wir, dass es nichts Größeres als das gibt. Wir fangen an die unermessliche Vollkommenheit zu erfahren; alles andere verblasst dagegen. Die Welt scheint klein zu sein, unsere Probleme nichtig, die Schöpfung groß. Es ist gar nicht möglich, dass uns so ein Blick nicht erhebt und löst von allem Unnötigen, Falschen, Kurzlebigen.


Photo: mandj98

Das Wasser beobachtend, in seiner eindrucksvollsten natürlichen Größe und Stärke, fällt man heraus aus einem bestimmten Rahmen des Denkens und erlebt die Freude an der Ästhetik. Man spricht von einem bestimmten erhabenen Gefühl, das nur durch einen Blick zum Sternenhimmel oder eben auf den für unsere Augen unendlichen Ozean ausgelöst wird. Das gibt uns die Freiheit des Geistes und entlastet uns von allem Unnötigen.


Photo: L.Lew

Kategorien: Frontpage · Modern Times

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