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Die traurige Geschichte von dem Mann, der Weihnachten alleine mit seinem Dackel feierte

20 Dezember, 2009 von · Keine Kommentare

Corinna Ketterling

zima
Foto: David Blackwell.

Der Dackel, den Sie bei mir ließ,
zieht mich nun brüllend durch den Park
durch tiefen Schnee und über Kies
wie schön – ein echter Wintertag

Sehr froh bin ich! Oh ja und wie!
Sie stresste mich – jetzt bin ich frei
Zufrieden waren wir doch nie
So ist es gut – es ist vorbei

Er beißt aus Angst, der kleine Hund
Da schnappt er und rennt weiter vor
Nun komm, mach sitz und halt den Mund
Jetzt guckst du – freches Dackelohr

Und wenn ich mit dem Dackel geh
dann sprechen mich die Leute an
mit wem ich jetzt so red’ und steh…
froh plaudernd strahlen sie mich an

Sehr kalt geworden dieses Jahr?
Lassen Sie ihn an der Leine?
Aufs Wort horcht Ihrer? Wunderbar!
Kinder? Nein, hab ich noch keine…

Schönen Tag! – Nun komm schon, Kleiner
Hör auf zu knurren, weisst du nicht,
dass du lieb sein sollst, ein Feiner
und hör’ schön, wenn der Papa spricht

Tja – du und ich – wir zwei – was soll’s?
Wir haben doch ‘nen Haufen Spaß
Wir gehen Gassi, sammeln Holz
Fahr’n Autobahn und geben Gas

Auch in die Kneipe kommst du gern
Lass uns beide einen heben
Jetzt sehen wir auch nachts noch fern
Schätzen unser Single-Leben

“Nun komm!” “Los, mach!” “So warte doch!”
beklagte sie sich immer zu
“Schatz, hast du schon?”- “Du wolltest doch?”
Nun hab ich endlich meine Ruh

Ja du bist treu – mein Dackelhund
Zwar bellst du laut, doch lügst du nicht
Frisst Schuhe und nagst Hände wund
Doch du bist immer da für mich

Komm her, jetzt schmücken wir den Baum
Du und ich – mit Wunderkerzen
Lametta, Christstern – ja, ein Traum!
Ach, ich liebe dich von Herzen

Nun pack schon aus, zier’ dich nicht so!
Staunst?! Echter Pansen – nur für dich!
Oh Heiligabend – ach wie froh
Ein schönes Fest – so weihnachtlich

Komm an mein Herz, ich lieb’ dich sehr
Enttäuscht? Ach nein, bin ich doch nicht
So schätz’ ich Weihnachten noch mehr
Nur du und ich im Kerzenlicht…

Ja, du hast Recht – sie fehlt mir auch
Sie anrufen? – Das werd ich nie!
Die Tränen nass auf deinem Bauch

Die erste Weihnacht ohne sie

Kategorien: Art Café · Frontpage

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