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Fotoporträt eines Traums

10 Februar, 2009 von · 1 Kommentar

Ein Interview von Natalia Nikolaeva mit Dessislava Slavova

Übersetzung: Silvia Vasileva

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Foto: Dessislava Slavova

“Wenn du von etwas träumen kannst, kannst du es auch schaffen.”

Walt Disney

Ich mag die Momente, in denen man aus seinen Träumen Realität schafft. Ich bewundere Menschen, die die Fähigkeit besitzen, Träume mit Liebe, Zeit, Geduld und Glauben zu füllen, um auf diese Weise eine andere Welt zu schaffen. Dessislava Slavova ist eine solche Person, die ihrem Wunsch folgt, die Welt zu fotografieren und ihre vielen Gesichter in kleinen Augenblicken festzuhalten – Bilder, die die Suche nach einer Seele ausdrücken.

Wir nutzen die Gelegenheit einzelne Teile des Lebens in Dessislavas Fotos wiederzuentdecken und in einem Interview, Einblick zu gewinnen, wie die Liebe zur Fotografie in der jungen Fotografin entfacht wurde und sich entwickelte.

Wie hast du Deine Liebe zur Fotografie entdeckt?Desislava_photo_small.jpg
Ich kam zuerst damit in Berührung, als ich etwa 15 Jahre alt war. Mein Vater kaufte mir eine Kamera und ich fing spaßeshalber an zu fotografieren. Mein Bruder hat die Kamera dann auf einer Klassenfahrt verloren; vielleicht wollte das Schicksal nicht, dass ich sie behalte. Ich fühlte mich sehr schlecht, da ich gerade erst anfing meine Fantasie zu nutzen und schon eine Menge Ideen für Motive hatte.

Irgendwann einige Zeit später ging ich mit einem Freund spazieren. Wir machten hauptsächlich Landschaftsaufnahmen mit seiner Kamera. Ich besitze bis jetzt noch keine eigene. Über diesen Freund entwickelte ich ein tiefergehendes Interesse an Fotografie. Ich lernte den Umgang mit Photoshop und experimentiere seitdem damit… Nicht professionell natürlich, aber ich gebe mir Mühe.

Was bedeutet Deine Lieblingsbeschäftigung für Dich?

Fotografie ist für mich eine Art und Weise die Dinge so darzustellen, wie ich sie sehe, meine Perspektive und mein ästhetisches Gespür zu zeigen.

Kannst Du Fotografie Kunst nennen?

Cold_Fall.jpg Ja. Ich finde, Fotografie ist Kunst. Heutzutage kann jeder dank der digitalen Technik sehr leicht gute Fotos machen. Jede Kunstform stellt einen Ausdruck des Geistes und der Kreativität eines Menschen dar. Es ist echte Kunst, wenn man ein schönes, wirkungsvolles Foto machen kann. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig.

Wann fotografierst Du gern? Kann man von einer „Muse“ in der Fotografie sprechen?

Ich habe keine feste Tageszeit, zu der ich bevorzugt fotografiere. Ich mag natürliches Licht am liebsten. Außerdem kann man sagen, dass Bilder beim Sonnenuntergang immer sehr schön werden. Entweder man hat die Muse oder nicht. Je mehr ich mit Leuten ins Gespräch komme oder einfach in der Natur spazieren gehe, desto eher wird meine Fantasie angeregt. Mir kommen die Ideen dann von alleine zugeflogen. Das Wichtigste ist Enthusiasmus und eine eigene Perspektive zu haben.

Welche Momente im Leben der Menschen nimmst Du gerne auf?

Bis jetzt hatte ich leider nur die Möglichkeit mir selbst Modell zu stehen. Ich wünsche mir, auch andere Menschen aufzunehmen . Ich mag es, Momente in der Natur aus einem anderen Blickwinkel einzufangen.

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Fotos: Dessislava Slavova

In wieweit ergänzt und entwickelt Dein Studium im Fach „Raumdesign“ Dein Hobby?

Mein kreatives Denken entwickelt sich weiter, ich lerne die Dinge aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Nächstes Jahr werde ich voraussichtlich einen Kurs in „Fotografie“ belegen, worauf ich mich sehr freue. Ich hoffe, darin mehr technische Hintergründe zu erlernen.

Wovon träumst Du privat und beruflich?

Ich habe viele Träume. Am wichtigsten ist mir, gesund zu bleiben. Ich bin meiner Familie für die Unterstützung sehr dankbar; auch dass ich Freunde habe, die mich inspirieren.

Möchtest Du Dich auch in Zukunft mit Fotografie beschäftigen?

Ja, ich würde mich gerne damit beschäftigen. Zuerst muss ich mir eine eigene Kamera kaufen. Meiner Meinung nach ist Fotografie etwas sehr Aufregendes und Vielfältiges. Ein Foto kann Dinge auf ganz unterschiedliche Art und Weise darstellen. Was dabei heraus kommt, und ob man am Ende damit zufrieden ist – das hängt von einem selbst ab.

Nymph
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How To Make A Girl Quiet
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Rose Red II
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Make Up
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Poisoned
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Hiding My Soul
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Fotos: Dessislava Slavova

Kategorien: Frontpage · Szene · Visual Arts

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1 Kommentar bis jetzt ↓

  • Luisana Rodrigues // 21 Feb, 2009 //

    ich finde es voll geil, alles, das Thema in sich so wie die Bilder!! super!!

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