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King Ping – Der Wuppertaler Krimi Teil 3

10 April, 2011 von · Keine Kommentare

Der Charme von Wuppertal als Filmstadt

Interview mit dem Produzenten Dirk Michael Häger

Heute aus

Dirk Michael Häger ist Autor und als Mitgeschäftsführer von REX Film Produktion zusammen mit Christoph Schmidt Produzent von „King Ping“. Die Produzenten starteten mit der Trailer-Premiere am 23. Februar die Vermarktung des Kinofilms, für dessen Produktion Sponsoring ein wesentlicher Bestandteil ist.

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Foto: Kerstin Söhngen

Herr Häger, was hat „King Ping“ mit Wuppertal zu tun?

Alles! Er spielt in Wuppertal, wird mit Wuppertaler Engagement realisiert, viele der Filmleute, der Schauspieler und der Regisseur haben einen Wuppertaler Hintergrund. Ich selbst bin hier geboren und arbeite hier als Autor, Produzent und Schauspieler. Und nicht zuletzt: Die Handlung ist von Wuppertal inspiriert.

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Foto: Kerstin Söhngen

Sie meinen die Treppen als Tatort? Oder den pinguinpflegenden Ex-Polizisten im Wuppertaler Zoo, dessen Freundin Tänzerin bei Pina Bausch ist? Ist denn der Film auch für Nicht-Wuppertaler interessant?

Ja, natürlich. Wuppertal ist übervoll an kontrastreichen Schauplätzen. Das gibt den Bildern und Figuren einen originellen und einzigartigen Charakter. Und die Geschichte, das Genre, der „Look“ wird überall „funktionieren“ und Gefallen finden.

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Foto: Kerstin Söhngen

Unser Anspruch ist hoch: Der Film darf den nationalen und auch internationalen Vergleich nicht scheuen. Ein Zuschauer, der den Charme Wuppertals kennt und ihn hier in einer spannenden Geschichte wiederfindet, wird allerdings besonderen Spaß daran finden. Alle anderen, insbesondere die, die Wuppertal chronisch unterschätzen, werden staunen, wie sehr sich die Stadt als Filmstadt eignet.

Wuppertal als Krimistadt – was hat Sie auf die Idee gebracht?

Krimi und Thriller sind sowohl im Roman als auch im Film beim Publikum konstant beliebt, unabhängig vom Handlungsort. Im Falle Wuppertals drängt es sich aber förmlich auf: Berg – Tal, Stadt – Land, Villen – Fabriken, Rheinland – Westfalen, was da aufeinander prallt, schafft eine Fülle an Perspektiven und Gegensätzen. Es entsteht ein besonderer Wiedererkennungseffekt, nicht zuletzt dank der vielen unverbrauchten und unverwechselbaren Schauplätze.

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Foto: Kerstin Söhngen

Der Glaube an die Etablierung Wuppertals als Filmstadt ist aber nicht neu. Seit 2004 Jahren engagiere ich mich für diese Vision, und was kaum jemand weiß: Hier sind mehr Fachkräfte aus der Filmbranche ansässig und aktiv, als man denkt. Wuppertal kann also noch mehr als ein toller Schauplatz und Drehort zu sein – die Stadt hat Potenzial zum Standort für die Filmproduktion.

Sie sprechen Wuppertaler Unternehmen zwecks Sponsoring an. Das ist ein ungewöhnlicher Weg der Filmfinanzierung. Wie hoch ist diese erste Hürde?

Zunächst einmal braucht es in unserer Branche ungewöhnliche Wege und den Mut, diese zu gehen. Und ich denke, dass in Wuppertal sehr viel über Identifikation und Engagement bewegt wird. Die Stadt braucht realisierbare Ideen, die zum Imagegewinn und zur Identitätsförderung wesentlich beitragen. Von einem Kinofilm, bzw. einer Krimi-Reihe aus Wuppertal profitiert die Stadt auch ganz klar wirtschaftlich: Ein Drittel bis zur Hälfte des Gesamtbudgets einer Filmproduktion wird dort ausgegeben, wo gedreht wird!

KingPing_Tatort
Foto: Uwe Stratmann

Die Produktion des Trailers ist ausschließlich mit Spendengeldern realisiert worden. Das allein ist wegen der Aussicht auf Erfolg zustande gekommen – ich denke, das haben alle Beteiligten erkannt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch auf unser Crowd-Funding-Konzept mit positiver Resonanz rechnen können. Außerdem haben wir attraktive Sponsoringpakete geschnürt und eine breit angelegte Werbekampagne entwickelt.

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Foto: Uwe Stratmann

Wie wird es jetzt weitergehen?

Angestrebt ist zunächst die Einreichung für Fördermittel bei der Filmstiftung NRW. Bis dahin werden wir auf der Suche nach Koproduktionspartnern unter anderem Gespräche mit Sendeanstalten und Verleihern führen. Das Ziel ist, auf diese Weise (zusammen mit unseren Eigenmitteln) die Finanzierung bis Sommer dieses Jahres gesichert zu haben.

Dann stünde dem Drehbeginn im Frühjahr 2012 nichts mehr im Wege.


www.kingpingderfilm.de

Kategorien: Frontpage · Nachrichten · Szene · Um die Welt

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