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Liliya Pobornikova- Alice im Skulpturenland

22 April, 2009 von · Keine Kommentare

Ein Interview von Vanya Nikolaeva mit der Bildhauerin und Designerin des Eishotels in Schweden Liliya Pobornikova
Übersetzung: Silvia Vasiileva

Wir sind täglich von den Naturelementen umgeben… Sie sind so selbstverständlich, dass wir sie manchmal nicht bemerken. Wann wird aus ihnen mehr als natürliche Ornamente? Wann und wie werden sie zu Kunst? Liliya Pobornikova gehört zu jenen Leuten, die die Antwort wortwörtlich in ihren Händen halten.

Sie ist eine Künstlerin, die ihre konstruktive Fantasie aus ihrer Hülle befreit. Der Blick des Besuchers bleibt an den Werken haften, und er stellt fest, dass der Stein eine Verkörperung der Schönheit ist, dass Eis Gemütlichkeit schaffen kann, und der Sand seine atemberaubende Eigenheit hat.


Ice

Liliya Pobornikova schloß die Kunstakademie in Sofia ab und nahm an Dutzenden internationaler Symposien teil (Lateinamerika, USA, Skandinavien, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Russland); sie stellte in der Schweiz, Bulgarien und Ungarn aus.

Skulpturen von Liliya befinden sich in Traemuseet in Dänemark und im International Sculpture Museum in Brasilien. Ein Auszug ihrer Preise: 1. Preis von National Geographic magazine (2008), 1. Preis beim на International Snow Sculpture Contest in Italien (2006), 2. Preis von International Sand Sculpture Festival in der Schweiz (2005) und viele andere.

Liliya und ihr Freund Viktor Tzarski sind Bildhauer und Designer von drei Zimmern im Eishotel in Schweden. In der letzten Saison – 2008/2009, haben die beiden an dem Interieur von “Mush-room” gearbeitet, welches ein gelungener Vergleich mit Alice im Wunderland ist.


Photo: rlaguna


Mush-room: Ice hotel Schweden


Mush-room: Ice hotel Schweden

Welches ist das schwierigste Material zum Bearbeiten?

Bei der ersten Begegnung mit neuem Material ist es sehr schwierig, meistens tut man sich mit dem richtigen Umgang schwer. Ich kann mich noch erinnern, wie mühsam es für mich selbst mit Eis und Schnee war. Später wird die Arbeit einfach zum Vergnügen. Ehrlich gesagt, mag ich am liebsten Stein.

Wie lange braucht eine Steinskulptur?

Wie lange? Bei mir so lange, wie ich es vorgegeben habe. Wenn ich an Symposien teilnehmen muss, brauche ich meistens 3-5 Wochen. Sehr oft wünsche ich mir, mehr Zeit zu haben, um die Details besser auszufeilen.Es handelt sich ja um monumentale Ausmaße.


Ice


Ice


Ice

An welchem Projekt würdest Du gerne teilnehmen, hattest aber noch nicht die Möglichkeit?

Ich würde jede Herausforderung annehmen, die mit Bildhauerei und Reisen verbunden ist. Ich könnte mir z.B. eine Parklandschaft vorstellen, die voll von Skulpturen ist, ein ganzheitlicheres Projekt.


Wood


Wood


Wood

Was ist die Quelle Deiner Inspration?

Hauptsächlich die Natur. Die Lebewesen; ruhiges und stilles Wasser.

Stone


Stone


Stone

Was waren bisher Deine interessantesten Teilnahmen?

Als Naturfan, Fan von sonnigem Wetter, des Strandes und der warmherzigen Menschen – ich weiß, dass ich voreingenommen bin – habe ich die meisten positiven Erinnerungen an Brasilien und Argentinien. Und ich muss gestehen, der zauberhafteste Ort ist das Eishotel, besonders beim ersten Treffen. Es ist einfach atemberaubend.


Sand


Sand


Metal

Was ist für dich eine Herausforderung?

Eine Herausforderung? Vielleicht über den eigenen Schatten zu springen, etwas mehr zu erreichen, als das, von dem man sich sicher ist es zu schaffen. Etwas anderes, Anspruchvolleres. Für mich war das vielleicht meine Entscheidung, an einem Fotografie-Wettbewerb von National Geographic in Bulgarien teilzunehmen.

Einfach so, eher zum Spaß. Ich habe den 1. Preis gewonnen, das Bild auf der ganzen Seite im Dezemberheft und verschiedene Preise. Ehrlich gesagt – es ist angenehm, die Herausforderung anzunehmen und festzustellen, dass es kein Fehler war.


Ceramics


Ceramics

Kategorien: Frontpage · Szene · Visual Arts

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