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London – einige persönliche Empfehlungen

19 März, 2011 von · Keine Kommentare

von Dessislava Berndt

Lieben Sie Abwechslung und Geschichte? Sind Sie ein Fußballfan, Museumsbesucher, Modeliebender, Kulturinteressierter? Möchten Sie oft neben Englisch fremde Sprachen hören oder verschiedene internationale Gerichte ausprobieren?

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Die Themse, Fotos: D. Berndt

Dann müssen Sie nach London, eine Metropole mit über 7,5 Millionen Einwohnern, zweitausendjähriger Geschichte, vier Unesco-Welterbestätten und rund 40.000 denkmalgeschützten Gebäuden und Monumenten.

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London Eye, Fotos: D. Berndt

Der Flug von Düsseldorf dahin dauert gerade mal eine Stunde und günstig ist er allemal. Warum dann warten? Steigen Sie ein und kommen Sie mit auf die spannende Reise zu einer der vielfältigsten Metropolen Europas.

Von Gatwick, einem der fünf Flughäfen Londons, fahren Sie bequem und günstiger als mit dem Gatwick Express mit dem regulären Zugverkehr bis Victoria Station (Zugticket kombiniert mit Travelcard). Die Fahrt dauert etwas länger als eine halbe Stunde und vergeht wie im Flug.

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City Hall, Foto: D.Berndt

Damit Sie flexibel bleiben, kaufen Sie sich eine Oystercard, die Sie beliebig aufladen können. Die Pfandgebühr von 5 Pound bekommen Sie am Ende zurück. Und dann fahren oder gehen Sie einfach los. Die Buslinien 11, 15 oder 19 bringen Sie an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei.

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Oldtimer Bus 15, Foto: D. Berndt

Eine gute Vorbereitung im Heimatland macht viel aus, da man vieles im Voraus buchen oder reservieren muss. Die Recherche im Internet hilft, sich die Führungen und Öffnungszeiten der interessanten Museen und Theaterhäuser herauszusuchen. Viele Tickets sind bei der Online-Buchung deutlich günstiger als der Kauf vor Ort. Zudem sparen Sie sich viel Zeit für andere Ziele.

Literatur, Theater und Musik

Schauen Sie auf die Seite von BBC und buchen Sie Ihre kostenlosen Tickets als Zuschauer der zahlreichen Shows. Für Literaturfreunde empfehlenswert ist die Show mit Anne Robinson, die in den MTV-Studios stattfindet.

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MTV-Studios, Die Anne Robinson-Show “My life in books”, Foto: D. Berndt

Besuchen Sie eines der kostenlosen Orgelkonzerte der St. Paul’s Cathedral, wo Prinzessin Diana heiratete, und genießen Sie die Atmosphäre und die bemalten Kuppeln, die etwas an die Sixtinische Kapelle erinnern. Natürlich muss man den Namen dieses Meisterwerkes und London‘s bedeuteten Architekten wissen – Christopher Wren.

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St. Paul’s Cathedral, Foto: D. Berndt

Ein Besuch des nach einem Brand 1858 wiederaufgebauten Royal Opera House lohnt sich nicht nur wegen einer Oper- oder Ballett-Vorstellung.

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Royal Opera House, Foto: Rob Moore

Essen Sie in der Pause das speziell für das Royal Opera House selbstgemachte Eis und schlendern Sie durch die eleganten Paul Hamlyn Hall mit der Perrier-Jouët Champagne Bar. Und warten Sie das Ende der Pause ab, das mit einer Fanfarenkomposition von Musikschülern (bei meinem Besuch von Max Brown, 14 Jahre alt, von der St. Edwards School, Cheltenham) angekündigt wird.

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Paul Hamlyn Hall, Foto: D. Berndt

Tauchen Sie in die romantische Welt von „Giselle“ vor der wunderschönen Kulisse, genießen Sie die Musik von Adolphe Adam, das Royal Ballett und die Atmosphäre eines der schönsten Opernhäuser.

Roberta Marquez and Sergei Polunin in Giselle, photo by Tristram Kenton
Roberta Marquez and Sergei Polunin in Giselle, Royal Opera House, Foto: Tristram Kenton

Sergei Polunin and Roberta Marquez in Giselle, photo by Tristram Kenton
Roberta Marquez and Sergei Polunin in Giselle, Royal Opera House, Foto: Tristram Kenton

Schwere rote Vorhänge mit dem königlichen Wappen verdecken die Bühne am Anfang und in der Pause, das Bühnenportal glänzt in Gold, rote und goldene Lichter ersetzen die alten Gaslampen.

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Royal Opera House, Main Auditorium, Foto: Rob Moore

Vielleicht wollen Sie aber das Flamenco-Festival im Sandlers Wells besuchen? Mitten im Februar spanisches Temperament und Flamenco-Schritte. Warum nicht? Die Show ist ausverkauft und Miguel Poveda gibt sein Bestes. Das Publikum tobt, stampft zufrieden mit den Füssen, spricht zu dem Sänger und summt sogar mit. Blumen fliegen auf die Bühne. Die Musiker kommen mehrmals raus für Zugaben.


Miguel Poveda, Flamenco Festival London, Sandler’s Wells Theatre


Flamenco Festival London 2011, Sandler’s Wells Theatre

Vergessen Sie nicht, dass London auch eine Musicalstadt ist…

Museen

Seit 2001 haben über 200 Museen in London freien Eintritt. Achten Sie dabei auf Plakate, Aushänge und Textilbanner mit dem Text „Admission free“.

Da hat man die Qual der Wahl. Soll man zum Britischen Museum mit seiner Antiken und Ägyptischen Sammlung und den runden Lesesaal, wo Gandhi und Marx studierten und der Innenhofarchitektur von Norman Foster?

Oder zur National Gallery, National Portrait Gallery, Victoria & Albert Museum, Science Museum, Bank of England Museum, Historical Museum, Maritime Museum, Tate Modern und Tate Britain, Madame Tussauds und und und?

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British Museum, Foto: D. Berndt

Die National Gallery hat mehr als 2 000 Westeuropäische Gemälde von 1250 bis 1900. Zu sehen sind u.a. Leonardo da Vinci, Michelangelo, Titian, Holbein, Velázquez, Rembrandt, Turner, Monet, Van Gogh und Picasso. Jeden Tag gibt es Führungen um 11:30 und 14:30, die eine Stunde dauern und ausgewählte Gemälde vorstellen.

Das Victoria und Albert Museum zeigt u.a. in einem separaten Saal die sieben Raffael-Zeichnungen für die Sixtinische Kapelle. In den Morris, Gamble und Poyner Rooms kann man eine Pause umgeben von Marmor, Buntglasfenster und Riesenlampen einlegen.

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Victoria & Albert Museum, Fotos: D. Berndt

Das Museum der Bank of England ist nicht nur wegen seiner Geschichte und Bedeutung sehenswert. Fassen Sie den 13kg schweren Goldbarren im Saal der Goldausstellung an. Eine interessante Erfahrung.

Wenn Sie nicht so viel Zeit für alle Museen haben, machen Sie mindestens eine Führung, die in fast jedem Museum kostenlos angeboten wird.

In jedem Museum gibt es ein Cafe, Shop und manchmal sogar einen fantastischen Ausblick.

Sport

Sind Sie ein Fußballfan? 13 professionelle Fußballclubs gibt es allein in London. Gehen Sie zum Spiel ins Chelsea Stadium in Fulham und danach in einem der zahlreichen Pubs, bei denen die Türsteher nur den eigenen Fans Zugang gewähren. Oder wetten Sie in einem der zahlreichen Wettshops den Spielausgang.

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Chelsea Stadion und Fans, Fotos: D. Berndt

Märkte und Mode

Suchen Sie flippige Sachen dann gehen Sie zum Camden Market, Oxford Street oder Carnaby Street. Mögen Sie Fashion, Trödel und Antiquitäten, dann gehen Sie zum 1876 gebaute Old Spitalfields Market. Verpassen Sie nicht, Fish und Chips von dem über der Straße liegenden kultigen Shop zu kaufen. Die Chips werden stillvoll in mit alten Bildern bedrucktem Zeitungspapier gewickelt und schmecken auch noch hervorragend. Oder gehen Sie zu Brick Lane mit dem 24h Bagel-Shop, den zahlreichen indischen Restaurants und Straßennamen in Englisch und Bengali.

Wer es elegant und originell mag geht zu Leadenhall Market, Portobello Market im Nothing Hill oder zum über 180 Jahre alten Covent Garden Market. Der Besuch dort wird von Livemusik und Akrobaten begleitet.

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Leadenhall Market, Foto: D. Berndt

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Das Bankviertel, Fotos: D. Berndt

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Nothing Hill, Foto: D. Berndt

Greenwich

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Greenwich ist unbedingt einen Besuch wert. Nicht nur der Ausflug zum Nullmeridian, der schöne Blick über die Stadt und Canary Wharf, nicht nur die Royal Observatory und das unter Unesco-Schutz stehende Maritime Museum sind sehenswert.

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Blick über die Stadt und Canary Wharf, Foto: D. Berndt

Ein kleiner und gemütlicher Markt, der Greenwich Market, bietet zahlreiche Stände mit leckeren Gerichten aus Pakistan, Portugal, Ätiopien, Spanien, Polen und natürlich englische Scones und Muffins.

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Greenwich Market, Fotos: D. Berndt

Harrods

Die Preise in Harrods sind nicht jedermanns Sache, die Einrichtung und die Dekoration aber auf jeden Fall sehenswert. Pharaonenstatuen, Marmor, riesige Teddy-guards, Gourmettheken, Schokoladencafe, Bäckerei – das sind nur einige der „Sehenswürdigkeiten“ dort. Beenden Sie die Besichtigung mit den leckeren Scones und Pastéis de Nata aus der eigenen Bäckerei. Gegen Ladenschluss werden einige Leckereien deutlich reduziert.

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Harrods abends, Foto: D. Berndt

China Town

Anfang Februar wird das Chinesische Neujahr (2011 ist das Jahr des Hasen) ganz groß gefeiert.

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China Town, Fotos: D. Berndt

Am Trafalgar Square wird eine Bühne aufgebaut, drum herum gibt es Stände mit chinesischen Souvenirs und Essen. Es gibt eine Lion & Dragon Performance, Tänze, Reden und natürlich ist alles festlich mit roten und gelben Lampions geschmückt. Die Kinder freuen sich über Flaggen und Ballons mit Hasen.

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Trafalgar Square, Foto: D. Berndt

Massen schieben sich hin und her zwischen Trafalgar Square und China Town. Die Feier endet mit einem großen Feuerwerk. Also verpassen sie es nicht, dabei zu sein.

Kategorien: Art Café · Frontpage · Lifestyle · Modern Times · Szene · Um die Welt

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