
Foto: anyjazz65
In der Kunst kommt alles gleichzeitig, oder es kommt nichts; kein Licht ohne Flamme. Stendhal sagte einmal: “Meine Seele jedoch ist ein Feuer, das leidet, wenn es nicht lodert.” Die Menschen, die ihm in dieser Beziehung ähnlich sind, sollten nur in diesem Lodern schaffen. Aus der Spitze der Flammen steigt kerzengerade der Schrei und findet seine eigenen Worte, die ihn dann ihrerseits weitertragen. Ich meine damit das Ereignis, das wir alle, die wir nicht gewiß sind, Künstler zu sein, Tag für Tag erwarten, uns endlich ins Leben zu willigen. – Albert Camus

Foto: anyjazz65
Wenn der Frühling kam, selbst der trügerische Frühling, gab es keine Probleme außer dem, wo man am glücklichsten sein würde. Das einzige, was einen Tag verderben konnte, waren Menschen, und wenn man vermeiden konnte, Verabredungen zu treffen, so war jeder Tag ohne Grenzen. Menschen waren immer die Begrenzer des Glücks, bis auf die sehr wenigen, die so gut waren wie der Frühling selbst.
Ernest Hemingway

Foto: SubZeroConsciousness
“Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen, als bis sie es können.” Ist das nicht witzig? Natürlich wollen sie nicht schwimmen! Sie sind ja für den Boden geboren, nicht fürs Wasser. Und natürlich wollen sie nicht denken, sie sind ja fürs Leben geschaffen, nicht fürs Denken! Ja, und wer denkt, wer das Denken zur Haupsache macht, der kann es darin zwar weit bringen, aber er hat doch eben den Boden mit dem Wasser vertauscht, und einmal wird er ersäufen. Hermann Hesse

Foto: anyjazz65
“Erzähl mir von Rom”, flüsterte Mayla.
“Von Rom? Ich wohne da, was soll ich erzählen; das Beste an Rom ist der Sommer.”
“Dann erzähl von diesem Sommer.”
“Sobald es wärmer wird, häufen sich die falschen Alarme. Wenn sich nachts junge Pärchen über Autos beugen und die Diebstahlsirenen auslösen. Sind die Pärchen älter, haben sie ihr eigenes Auto. Das erste Schlafzimmer einer Römerin ist das Auto eines Freundes, das zweite ist das eheliche, das dritte wieder ein Auto, das des Geliebten. Von Rom erzählen heißt von Licht und Autos erzählen.”
Bodo Kirchhoff

Foto: Alaskan Dude
Der, den ich vorfand, war ein Riesending und enthielt fünfzig Minibouteillen Whisky, Gin, Drambuie, Courvoisier, Grand Marnier und Calvados, acht Flaschen Perrier, zwei Flaschen Vitelloise und zwei Evian, drei Halbliterflaschen Champagner, diverse Dosen Stout, Pale Ale, deutsches und holländisches Bier, italienische und französische Weißweine sowie Erdnüsse, Salzstangen, Mandeln, Schokolädchen und Alka Seltzer. Kein Platz für meinen Lachs.
Umberto Eco

Foto: Gaeser
Die Welt gehört demjenigen, der nicht fühlt. Die wesentliche Vorbedingung, um ein praktischer Mensch zu sein, ist ein Mangel an Sensibilität. Die beste Vorbedingung für die Praxis des Lebens ist die Triebkraft, die zum Handeln führt, das heißt der Wille. Nun gibt es aber zwei Dinge, die das Handeln beeinträchtigen – die Sensibilität und das analytische Denken, das letztlich nichts anderes ist als ein Denken mit der Sensibilität.
Fernando Pessoa

Foto: Fouse Photography
















Keine Kommentare bis jetzt ↓
Noch hat keiner kommentiert. Machen Sie den Anfang!
Kommentar schreiben