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Sonja Daieva-Schneider: „Bulgarisch lernen, Bulgarien verstehen. Eine Einführung in die bulgarische Sprache und Mentalität für Deutschsprachige“

20 November, 2009 von · Keine Kommentare

Berlin: Logos Verlag 2009 (ISBN: 978-3-8325-2247-6)
Die Buchvorstellung findet am Montag, dem 23. November 2009, um 19 Uhr im Bulgarischen Kulturinstitut, Leipzigerstr.114/115, 10117 Berlin statt.

Bulgarischbuch1

Sie möchten aus beruflichen oder privaten Gründen Bulgarisch lernen oder sind bereits dabei und noch auf der Suche nach einem inspirierenden Zugang zur Sprache und Kultur Bulgariens? Dann ist dieses Buch vielleicht das Richtige für Sie.

Aber seien Sie gewarnt: „Bulgarisch lernen, Bulgarien verstehen“ ist kein Lehrbuch im klassischen Sinne. Diese Einführung verbindet auf unkonventionelle Art einen Einstieg in den Wortschatz und die Grammatik der bulgarischen Sprache mit Hintergrundwissen über Land und Leute, das speziell für Deutschsprachige aufbereitet ist. Als Leser begeben Sie sich auf eine Reise durch die Tücken und Geheimnisse des Bulgarischen.

So behandelt das Kapitel über den bulgarischen Wortschatz die Schnittstellen, an denen sich das bulgarische und deutsche Vokabular überschneiden. Der Leser erfährt zum Beispiel, was für deutsche Entlehnungen im Bulgarischen zu finden sind und wie weit man damit in Bulgarien kommen könnte. Oder er wird mit dem sprachlichen Phänomen der „falschen Freunde“ und seiner Rolle im deutsch-bulgarischen Kontext konfrontiert.

Aber auch das Thema Grammatik wird in diesem Buch alles andere als konventionell behandelt. Jede Wortart wird zunächst kontrastiv im Vergleich zur deutschen Sprache erklärt, um danach hinterfragt zu werden. Mithilfe von Sprichwörtern und Redewendungen wird eine Brücke zur bulgarischen Mentalität geschlagen.

Welche Erkenntnisse lassen sich anhand der grammatischen Besonderheiten des bulgarischen Substantivs über die Geschlechterrollen in Bulgarien gewinnen? Wieso verfügt das Bulgarische über so viele Begriffe für verwandtschaftliche Beziehungen und weshalb gelten für sie besondere Regeln? Und was verrät die beeindruckende Formenvielfalt des bulgarischen Verbs über das bulgarische Zeitverständnis? So, Stück für Stück entpuppt sich die trockene Welt der Grammatik als eine aufregende Fundgrube für interessante Geschichten rund um die bulgarische Mentalität. Und das Haus der bulgarischen Sprache, das einem zunächst so rätselhaft erschien, fängt allmählich an, seine Geheimnisse zu lüften.

In dieser Einführung passiert einiges, das die Grenzen eines Sprachbuchs sprengt: sprachwissenschaftliche Elemente werden mit Anregungen der interkulturellen Kommunikationsforschung verbunden und unterschiedliche Stile nebeneinander gemischt: Knappheit im grammatischen Teil, essayistische Ausführungen im Mentalitätsteil. Mit anderen Worten: Das Buch selbst erweist sich als eine Metapher für die interkulturelle Erfahrung im deutsch-bulgarischen Kontext. Denn, was ist die interkulturelle Erfahrung, wenn nicht ein Dazwischen und ein Ineinader-Fließen von Sprachen und Kulturen?

Doch was stellt dieses Buch letztendlich dar: ein Motivationsbuch für Anfänger, ein Begleitbuch für fortgeschrittene Bulgarischkenner oder vielleicht ein Erinnerungsbuch für diejenigen, die bereits ihre private oder berufliche Erfahrung mit Bulgarien abgeschlossen haben? Ich weiß es nicht. Alles? Von allem etwas?

Aber machen wir uns nichts vor: Ein solches Buch, das vorgibt, so viel gleichzeitig zu sein, muss es denn nicht zwangsläufig scheitern?! Finden Sie es heraus!
Die Autorin

Sonja Daieva-Schneider ist promovierte Bulgaristin und Germanistin. Sie arbeitet freiberuflich als Sprachtrainerin für Bulgarisch und interkulturelle Trainerin mit Schwerpunkt Bulgarien. Weitere Infos: www.bulgarisch-in-berlin.gmxhome.de

Dieses Buch ist über den Buchhandel, über amazon.de sowie direkt beim Verlag bestellbar.

Kategorien: Frontpage · Modern Times · Nachrichten

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