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Tag "Poesie"

Architektur der Wolke

24 Januar, 2009 von mivanova · Keine Kommentare

Autor: Milena Ivanova-Andreeva
Übersetzung: Rossitza Yotkovska

Foto: Dia™
Künstliche Wolken werden die Erde abkühlen.
(Titel in der Zeitung “Standard”, 1. Juli 2006)
Wiens größte Unannehmlichkeit sind die Aschenbecher:
nach jeder Zigarette, die im Kuss zerdrückt wird,
gibst du Klimt immer mehr auf (auf Kosten des Rauchens).

4,5 auf der Richterskala

17 Januar, 2009 von ph · Keine Kommentare

Autor: Ivan Hristov
Übersetzung: Petja Heinrich

Foto: Cane Rosso
an Vladimir Levchev
Wir saßen
irgendwo dort,
in unserem kleinen
Land,

Betrachte ich deine Hände

10 Januar, 2009 von ph · Keine Kommentare

Petja Heinrich

Foto: giuvax
betrachte ich deine Hände
entdecke die Geheimnisse des Universums
vom Big Bang bis zum kleinen Finger
eine Handspanne Geschichte

Hier

4 Januar, 2009 von bogpan · 1 Kommentar

Autor: Bozhidar Pangelow
Übersetzung: Petja Heinrich

Foto: J>Ro
Hier
der Regen.
Die Hände
hier.

Epitaph

28 Dezember, 2008 von zdratch · Keine Kommentare

Rumena Schindler-Kolarowa

Photo: Daylight.
Auch der letzte Brief,
den ich dir geschrieben hatte,
kam nie bei dir an.
So stand es um mein Leben -
dich stets zu suchen
doch nirgends zu finden
und meine eiskalten Tage
mit Leid fortdauernd zu verbringen.

Sonnenaufgang

26 Dezember, 2008 von Schwalbe · Keine Kommentare

Evelina Jecker Lambreva

Photo: maureen_sill
Winde fegten dich weg,
der Regen verwischte deine Spuren.
Die Zeit – dieses einsame Meer-
entzweite dich,
schleppte dich davon
aus meinem Fegefeuer, aus der Erinnerung.

Samstags Erleuchtung: Nummer 5

18 Dezember, 2008 von ph · 2 Kommentare

Petja Heinrich

Foto: digital cat
Eine reine Zeitverschwendung
sind die Versuche glatt zu bügeln
die Kanten der zerknitterten Hemden
gekaut in der zornigen Waschmaschine

Strahlend war es

12 November, 2008 von ph · 1 Kommentar

Petja Heinrich

Foto: Omar Eduardo
strahlend war es
es war
in der Dunkelheit
wegweisend
dieses ursprüngliche Wunder
das Wort
bevor es die Lippen fallen ließen
sich in Staub zu wälzen
auf der Umgehungsstraße vom Paradies
angebissener Apfel

Ich möchte

5 November, 2008 von bzbok · Keine Kommentare

Autor: Peter Tschuchow
Übersetzung: Petja Heinrich

Foto: movimente
Ich möchte
dass du für mich
einen kleinen Striptease machst

Elin Rachnev: Ich träume bis in die kleinsten Kapillaren

28 September, 2008 von gravitation · 1 Kommentar

Interview von Natalia Nikolaeva mit dem Dichter und Dramatiker Elin Rachnev
Übersetzung: Rossitza Yotkovska

„Das Schaffen ist eine Sühne für die leidenschaftliche Seele“
René Huyghe
Ich kann mir die unruhige und leidenschaftliche Seele von Elin Rachnev außerhalb des Schaffens, außerhalb der Poesievehemenz, der Dramaturgie und der Journalistik nicht vorstellen. Sie sind ein natürlicher Teil von ihm selbst, und mein [...]

Liebe

26 September, 2008 von Schwalbe · Keine Kommentare

Evelina Jecker Lambreva

Photo: toniblay
Achillesferse,
mit welcher ich jeden Tag barfuss trete
über die dürren Dornen der Felder
und wie durch ein Wunder immer noch lebe …

Meine Gedichte entwickeln sich aus der Sprache selbst – ein Gespräch mit dem Lyriker und Verleger Hans Thill

23 September, 2008 von ph · 2 Kommentare

Ein Interview von Petja Heinrich

Foto: Ute Schendel
Public Republic: Sie sind Lyriker und Verleger. Wie vereinen Sie diese beiden Identitäten? Geraten manchmal der Poet und der Geschäftsmann in Konflikt oder existieren sie in Harmonie?
Hans Thill: Es gibt heute kaum einen Lyriker, der nicht noch einer anderen Beschäftigung nachgeht. Irgendwo steht von mir die Aufforderung an junge Dichter: [...]

Das Gewissen…

16 September, 2008 von gravitation · Keine Kommentare

Rossitza Yotkovska

Photo: Anna Cotta
Das Gewissen flieht vor den schaumigen Wörtern –
so viel überflüssige Schönheit..
So viel Illusionen, so viel Konfitüre,
das Wasser so arm..
Freimütig zu sein ist vielleicht eine Schranke
            doch der Mensch bevorzugt die Welt,
so hilflos ist die Einfalt.
Und das genaue Wort, so armselig allein.
 
Die Welt – ohne Anführungsstriche gelesen,
und die schaumigen Wörter – [...]

Wie sehr möchte ich

6 April, 2008 von zdratch · Keine Kommentare

Foto: Stefan Baleev
Wie sehr möchte ich
Kind wieder sein,
damit meine Mutter,
wie die liebe Mutter Gottes,
jeden Schmerz in mir betäuben
und mich auf meinem Weg
mit Sanftmut segnen kann!

Unschuldig

27 März, 2008 von zdratch · Keine Kommentare

Foto: swanky
Jeder wird unschuldig geboren,
doch das Gefängnis
ist von Schuldigen voll
und jede Zelle
verschliesst in ihren vier Wänden
die menschliche Schwäche,
den menschlichen Schmutz.