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Vladimir Karparov Quartett – Live Konzert in Berlin

30 Januar, 2009 von · Keine Kommentare

Vladimir Karparov

Vladimir Karparov Quartett - Live Konzert in Berlin
am 30. Januar, Freitag, ab 22.00 h

im B FLAT, Berlin

Rosenthaler Strasse 13

10119 Berlin-Mitte

Vladimir Karparov – Saxophon

Kelvin Sholar – Klavier

Horst Nonnenmacher – Kontrabass

Dimitris Christides – Schlagzeug

Vladimir Karparov Quartett

Wenn es im Jazz darum geht, die eigenen Wurzeln musikalisch auszudrücken und zusammen mit dem Bestehenden zu einem eigenen Stil weiterzuentwickeln, dann ist dies Jazz per excellence.

Vladimir Karparov verwebt in zehn exzellenten Eigenkompositionen bulgarische Volksmusik mit modalem Jazz zu einem schillernden Gespinst, in dem sich Schwindel erregend schnelle Themen und komplexe Rhythmen mit Blues- und Gypsy-Anklängen verbinden.
 

Bei einigen stücken reichen traditionelle bulgarische Instrumente das klassische Rhythmusgruppe-und-Bläser-Setup mit zusätzlichen Farben an, steuern aber nicht nur klangliche Nuancen, sondern auch hervorragende Soli bei.
 

Karparov selbst schöpft sowohl in seinen Kompositionen als auch in seinem präzisen, aber ungeheuer wendigen Spiel Inspiration aus Michael Breckers Melodiösität und Joshua Redmans Expressivität. Das Ergebnis ist anspruchsvolle und technisch brillant umgesetzte, in jedem Moment hochspannende und vor Spielfreude brodelnde Musik – eine beeindruckende Visitenkarte von einem der interessantesten jungen Ensembles überhaupt.

/Jazzthing, February/March 2008, Falko von Ameln/

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.Januar 2008:

Bulgar-Bebop / Vladimir Karparovs Debüt
Selbst in Zeiten, in denen die (auch nicht schlechten) Blechblasbands aus Serbien, Mazedonien und Rumänien unser Bild von zeitgemäßer Balkanfolklore bestimmen, kann man wieder einmal feststellen, dass die Krone immer noch Bulgarien gehört. Das war schon im tiefsten Kommunismus so. Nun kommt ein junger Saxophonvirtuose namens Vladimir Karparov, der an Musikhochschulen in Sofia, Hamburg und Berlin studiert hat und bei seinem Debüt mit konventioneller Rhythmusgruppe (Klavier, Bass, Schlagzeug) und vielen wechselnden Gästen aus Bulgarien auftritt.

Er beherrscht das heimische Erbe ebenso wie den neueren Jazz und bringt die beiden Welten in eigenen Kompositionen zusammen. Organisch wachsen Jazz und die orientalische Ornamentik und die für unsereins oft nicht nachvollziebar komplexen metrischen Verhältnisse der Balkanmusik auseinander hervor und gehen ineinander auf, als sei etwa der Bebop nicht in Minton’s Playhouse , sondern in Sofia oder Plovdiv erfunden worden.

Die Geige Gadulka und die Flöte Kaval geben gelegentlich ihre betörenden Töne dazu. Das dritte typische Instrument der Bulgaren, der Dudelsack Gaida, fehlt hier zwar; aber Karparov vermag den Klang auf dem Sopransaxophon fast täuschend zu simulieren. An anderen Stellen klingt es wie ein Substrat aller Balkanklarinetten. Seine Kompositionen sind volller spanender Brüche, abgehangener Stimmungen, tänzerischer Eleganz und harmonischer Wagnisse. Als einzigen Evergreen hat er “Take Five” in einer abenteuerlichen Verfremdung im Programm.

Vladimir Karparov Quartett

Kategorien: Frontpage · Nachrichten · Szene

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