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Von der Heydt-Museum Wuppertal ist Museum des Jahres 2014

17 Dezember, 2014 von · Keine Kommentare

Heute aus

Die Erfolgsgeschichte des Von der Heydt Museums in Wuppertal geht weiter. Nach der Sonderausstellung zu Claude Monet, die 100 Werke des französischen Malers umfasste und vom 11. Oktober 2009 bis zum 28. Februar 2010 fast 300 000 Besucher nach Wuppertal lockte, folgten die Avantgarde-Ausstellung „Der Sturm“ und die Ausstellung „Menschenschlachthaus“. Die letzte zeigte den ersten Weltkrieg in Werken von französischen und deutschen Künstlern.

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Foto: Von der Heydt-Museum

Vor wenigen Tagen, am 14. Dezember 2014, wurde das Von der Heydt-Museum Wuppertal von den Kritikern der „Welt am Sonntag“ zum Museum des Jahres 2014 gekürt. Unter der Überschrift „Wuppertal weist den Weg“ erhielt das Museum von zehn befragten Kritikern insgesamt acht Nennungen: Fünf der zehn Kritiker bescheinigten dem Von der Heydt-Museum Wuppertal das beste Ausstellungsprogramm. Als beste Ausstellung des Jahres wurde „Menschenschlachthaus – Der Erste Weltkrieg in der französischen und deutschen Kunst“ genauso genannt wie die noch bis 22. Februar 2015 laufende Schau „Pissarro – Der Vater des Impressionismus“.

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Foto: Von der Heydt-Museum

Dr. Gerhard Finckh, Kunsthistoriker und seit dem 1. April 2006 Museumsdirektor des Von der Heydt-Museums in Wuppertal, sagte: „Wir freuen und über so viel Lob und nehmen es als Ansporn für unsere kommenden Ausstellungen. Das Von der Heydt-Museum beweist, dass man auch mit einem kleinen Team große Ausstellungen machen kann.“

Mehr Informationen unter: Von der Heydt Museum/

Pissarro – Der Vater des Impressionismus
14. Oktober 2014 – 22. Februar 2015

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Camille Pissarro: Selbstporträt, 1903
© Tate London

„Vater des Impressionismus“ ist Camille Pissarro (1830-1903) oft genannt worden, und angesichts seines mächtigen Rauschebartes könnte man ihn sogar spontan für den Gottvater dieses Stils halten: Aber auch die anderen Impressionisten, Monet, Sisley, Renoir, Degas, Cézanne, trugen – entsprechend der Mode ihrer Zeit – Bart.

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Camille Pissarro: Schneelandschaft in Louveciennes, 1872 © Museum Folkwang, Essen

Die Überblicksschau mit rund 170 Werken (46 gehören dem Von der Heydt-Museum) macht deutlich, wie sich die Maler dieser Zeit gegenseitig beflügelten. Im Mittelpunkt steht Pissarro und sein umfangreiches Werk, von dem wir 64 kostbare Gemälde und 61 Grafiken präsentieren.

Pissarro war zwar rund zehn Jahre älter als Sisley, Monet, Renoir und Cézanne, aber der Altersunterschied führte keineswegs zu einem Lehrer-Schüler-Verhältnis zwischen den Künstlern, vielmehr bestand das künstlerische Leben des „Impressionisten-Kreises” aus einem Geben und Nehmen, einem Prüfen und Verwerfen von Ideen. Jeder dieser „Künstler-Rebellen” leistete auf seine Weise einen Beitrag zur Moderne. Nach den Ausstellungen zur Schule von Barbizon, zu Renoir, Monet und Sisley stellt das Von der Heydt-Museum jetzt Camille Pissarro in den Mittelpunkt dieser großen Ausstellung. Anhand seiner Werke zeichnet das Museum den Lebensweg und die künstlerische Entwicklung Pissarros nach – von seinen ersten Werken, die noch in Südamerika entstanden, bis zu seinen letzten Bildern, die Pissarro in Paris und an der Küste der Normandie malte.

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Camille Pissarro: Boulevard Montmartre bei Nacht, ca. 1897
© National Gallery, London/The Bridgeman Art Library

Pissarro orientierte sich immer wieder neu, er löste sich zum Beispiel aus dem Schatten der Schule von Barbizon, er trat mit Cézanne in einen fruchtbaren Dialog, er setzte sich in den 1890er Jahren mit den Ideen des Pointillismus auseinander, er schuf wegweisende „Stadtlandschaften” und fand damit einen bildlichen Ausdruck für das moderne Leben. Da auch seine Freunde sehr experimentierfreudig waren, stellen wir ihre Bilder denen Pissarros gegenüber, um das Geflecht der Beziehungen zwischen den verschiedenen Künstlern und Gruppierungen sichtbar und erfahrbar zu machen. Abgesehen von den betörenden Werken Pissarros sind hier auch die großartigen Werke von Courbet, Corot, Cézanne, Manet, Monet, Gauguin, van Gogh und anderen Künstlern dieser aufregenden Epoche zu sehen.

Von der Heydt Museum
Tel. 0202 563-2626
E-Mail: info.museum@stadt.wuppertal.de
Web: Von der Heydt Museum/

Kategorien: Art Café · Frontpage · Nachrichten

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