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Wie kann ich meine Rolle in diesem Spiel erklären

8 Februar, 2008 von susanna · Keine Kommentare

Flower Purple
Foto: suika 2008

Meine Rolle ist die Rolle des sogenannten Spielleiters. Der Spieleiter hat drei Aufgaben. Die Eine ist es darauf zu achten, dass die Spielregeln eingehalten werden und die andere, die weitaus wichtigere ist den Spieler auf seiner Suche nach der Antwort zu begleiten.

Der Spielleiter versucht in Momenten, wo der Spieler auf seinem Weg steckenbleibt ihm zu helfen. Das geschieht, in dem er das Problem von allen Seiten beleuchtet damit der Spieler auf diese Weise vielleicht auf eine Idee kommt, die ihm weiterhilft.

Zu solch einem Stillstand auf dem Lebensweg kommt es immer dann, wenn der Spieler mit dem Text einer gezogenen Karte nichts anfangen kann. Diese Tatsache, dass dem Spieler eine Karte oder eine Anweisung des Spieles nicht viel sagt kommt bei manchen häufig, bei einigen weniger oft vor.

Warum das so ist, hat mehrere Gründe. Genauer gesagt: genau so viel Gründe, wie es Spieler gibt.
Im Allgemeinen ist es aber so, dass genau die Karten oder Anweisungen, mit denen der Spieler erst gar nichts anfangen kann genau die Inhalte sind, die den Schlüssel zur Antwort in sich tragen.

Dieses Spiel arbeitet mit der Assoziationstechnik. Diese geht davon aus, dass genau dort, wo der Mensch auf eine Frage, ein Bild, ein Wort, ein Duft kurz: eben alles, worauf man assoziieren kann, plötzlich nichts anfangen kann, die Wurzeln der Komplexe, der Probleme vergraben liegen können.

Aus diesem Grund sind im Spiel auch genau diese „Ich-weiß-nicht-weiter“ Momente oft die wichtigsten. Und genau an diesen Stationen muss der Spielleiter dem Spieler helfen können.
Aber nicht nur im Spiel sind das die spannendsten Momente, sondern auch im Leben. Jedes Problem, jedes nicht „weiter-kommen-können“ verrät uns etwas über uns, über eine Aufgabe, die noch nicht bearbeitet wurde.

Nur der Unterschied zwischen Leben und Spiel ist der, dass solange im Leben diese Phasen mit verschiedenen „Hilfs-Mitteln“ (Selbstbetrug, Hyperaktivität, Arbeit…) umgangen, übertönt werden können, diese im Spiel behandelt werden müssen. Das Spiel gibt keine Ausweichmöglichkeiten, es sei denn, der Spielleiter lässt es zu.

Eine weitere sehr wichtige Aufgabe des Spielleiters ist es noch, den Spieler immer und immer wieder an seine Frage zu erinnern. Denn durch die vielen Informationen die der Spieler erhält und natürlich auch durch die vielen Bereiche, die besprochen werden, kommt es sehr schnell vor, dass der Spieler seine Frage vergisst. Die Verführung die Richtung zu wechseln, die Frage zu vergessen ist sehr groß.

Aus diesem Grund steht der Spielleiter da und erinnert immer und immer wieder an die Frage.
Meine Rolle im Spiel ist sozusagen die des stillen Begleiters und Hüters der Spielregeln.

Kategorien: Frontpage · Lebensfragen

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